Trickgewitter über Darmstadt: Vom 21. bis 23. August fanden im Bikepark Darmstadt die UEC BMX Freestyle Park European Championships 2026 statt. Über die drei Veranstaltungstage waren mehr als 6.500 Besucher:innen vor Ort, um einige der besten BMX-Fahrer:innen Europas anzufeuern.
Besonders am Finalsonntag kochte die Stimmung. Bei rund 25 Grad in der strahlenden Spätsommersonne waren die beiden Tribünen durchgängig gefüllt und auch das angrenzende Festivalgelände war stark frequentiert.
EINE NEUE EUROPAMEISTERIN
Für das Finale der Damen hatte sich die Vorjahresgewinnerin Kim Lea Müller aus Platz 1 qualifiziert. Die Frage war, würde sie ihren Titel verteidigen können. Leider versagten der Remscheiderin im entscheidenden Moment die Nerven und sie patzte in beiden Läufen.

Stattdessen setzte Noémi Molnár aus Ungarn das erste sportliche Ausrufezeichen des Tages, die sich im Vorjahr noch mit der Silbermedaille begnügen musste. Nach ernüchternden 49,80 Punkten im ersten Run lieferte sie im zweiten Versuch ab und sicherte sich mit 93,00 Punkten den Europameistertitel.

Für die Überraschungen des Tages sorgten eine Engländerin und eine deutsche Starterin: Silber ging mit 89,84 Punkten an Kitty Joseph. Die Britin ging in Darmstadt als absolute Newcomerin bei ihrem ersten internationalen Contest ever an den Start ging. Für großen Jubel beim deutschen Publikum sorgte hingegen Lillyana Seidler, die die Bronzemedaille abstaubte.

EIN SCOOTERFAHRER WIRD EUROPAMEISTER
Auch bei den Männern ging es hoch her. Das deutsche Team war im Finale gleich dreifach vertreten. Dean Florian belegte mit 89,00 Punkten Rang 7, Lars Kindermann wurde Achter. Für den Lokalmatador Philipp Muth wurde die Europameisterschaft zum ganz besonderen Heimspiel: Er erreichte das Finale der besten zwölf Athleten Europas und belegte am Ende Platz 11.

Der Sieg ging letztendlich ins Vereinigte Königreich Der ehemalige Scooterweltmeister Jordan Clark legte bereits in seinem ersten Run mit 94,00 Punkten die Bestmarke des Finales vor und sicherte sich damit den Europameistertitel.

Um das hohe Level während des Finales zu illustrieren: Für den amtierenden Weltmeister Anthony Jeanjean, reichte es mit 91,80 Punkte nur für die Bronzemedaille. Titelverteidiger Dylan Hessey verpasste das Podium mit 91,70 Punkten denkbar knapp und wurde Vierter.



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