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Interview: Ryan Taylor über The Industry

Wer das neue Video von Ryan Taylor gesehen hat, wird sich sicherlich gefragt haben, was es mit The Industry auf sich hat. Grund genug, den Mann, der seinen neuen Signaturerahmen mit einem der epischsten Flair Drops aller Zeiten bewirbt, zum Interview zu bitten.

Hey Ryan, was geht ab? Was hast du in letzter Zeit so getrieben?
Mir geht es sehr gut, danke der Nachfrage. In letzter Zeit war ich ziemlich beschäftigt damit, in Meeting abzuhängen, um mein Business aufzubauen. Dazu gehört zum einen meine neue Klamottenfirma STVTUS (Status) und zum anderen meine eigene BMX-Firma, Industry, von der es jetzt die ersten Produkte gibt. Darüber hinaus war ich natürlich auf jeder Menge Events, man kann also sagen, dass ich ziemlich viel zu tun hatte. Das ist alles ziemlich zeitaufwendig und kostspielig, aber ich bin mir sicher, dass sich die ganze harte Arbeit am Ende auszahlen wird.

Es gibt Leute, die behaupten, dass es derzeit zu viele Firmen auf dem BMX-Markt gibt, die sich die Krümmel eines immer kleiner werdenden Kuchens gegenseitig wegnehmen. Warum hast du dich dazu entschlossen, trotzdem mit einer neuen Firma an den Start zu gehen?
Auf der einen Seite gibt es sicherlich einen ganzen Haufen BMX-Firmen, die hochwertige Produkte anbieten, und auf der anderen Seite sind dann da ja auch noch die ganzen älteren Firmen, die schon ewig dabei sind. Aber die Zukunft ist nun einmal nicht aufzuhalten und sie kommt schneller, als es so manchem lieb sein dürfte. Ich möchte etwas ganz Neues aufbauen und damit der nächsten Generation eine Chance geben. Anstatt für die Firma von jemanden anders zu fahren und dessen Träume zu verwirklichen, tue ich das lieber für mich selbst.

An diesem legendären Spot hat Ryan den Ender für das erste Video von seiner neuen Firma, The Industry, gefilmt. Zum Aufwärmen für einen der epischsten Flair Drops ever gab es einen Euro Table; Foto: Scott Pattenden

Wie bist du auf den Namen gekommen?
Den Namen hatte ich schon seit sehr langer Zeit im Kopf, aber ich hatte nie die Kontakte und was man sonst noch so braucht, um meine Vision auch umzusetzen. Aber die Zeiten ändern sich und als sich mir die Möglichkeit eröffnete, meine eigenen Firmen zu gründen, habe ich sie ergriffen.

Stehst du alleine hinter Industry oder gibt es im Hintergrund noch andere Leute?
Industry sind ich und zwei Freunde von mir, die Investoren sind und schon seit vielen Jahren mit zahlreichen Produkten auf dem Fahrradmarkt erfolgreich sind. Als Team stehen uns alle Mittel zur Verfügung, um qualitativ hochwertige und gleichzeitig erschwingliche Räder herzustellen. Unser Ziel ist es, BMX und die BMX-Branche mit neuen Erfindungen und positiven Impulsen nach vorne zu bringen.

Wie schwierig ist es, eine eigene Firma zu gründen?
Sehr schwierig! Am Anfang war alles ganz schön anstrengend. Ich habe ganz alleine mit den Herstellern in Taiwan verhandelt und war außerdem andauernd auf der Bank, um Kredite zu beantragen. Ich habe zuerst noch nicht einmal daran gedacht, mich an meine beiden Freunde zu wenden. Doch als sie einmal im Boot waren, hat das vieles einfacher gemacht. Aber es ist trotzdem noch immer ein langer Weg! Ich hoffe jedoch, dass wir mit unseren Produkten bereits in unserem ersten Jahr einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen werden.

Siehst du den Vertwall mit der eingelassen Quarter links hinten? Für Ryan Taylor der perfekte Spot für einen weiteren Flair Drop In; Foto: Scott Pattenden

Lass uns von deinem Signaturerahmen sprechen. Wie lange hat es von der ersten Zeichnung bis zum fertigen Produkt gedauert?
Ich hatte schon Zeichnungen von meiner Zeit bei Hyper in der Schublade, die leider niemals umgesetzt wurden, weil man dort stattdessen lieber noch einen weiteren Fahrer ins Team geholt hat. Aber auch ansonsten ging es eigentlich ziemlich schnell. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Rahmen wirklich viele außergewöhnliche Details besitzt.

Inwiefern unterscheidet sich der Taylor Made von anderen Rahmen auf dem Markt?
Nun, ich verwende zum Beispiel das neue Affix-Rotorsystem. Was Bremsen angeht, ist das meiner Meinung nach eine der zukunftsweisendsten BMX-Erfindungen der letzten Zeit. Außerdem wird das Rahmen- und Gabelset für etwas 415 Euro über die Ladentheke gehen, was richtig, richtig günstig ist.

Industry steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber hast du dich trotzdem schon mal nach Teamfahrern umgeschaut?
In Kürze werde ich einen Videocontest veranstalten, bei dem es fünf Plätze im Team von The Industry für Fahrer aus aller Welt zu gewinnen gibt. Das Ganze wird „Search For a Star“ heißen und soll all jenen Kids da draußen, die sich jeden Tag den Arsch aufreißen, eine Plattform bieten, um die Anerkennung zu erhalten, welche sie verdienen.

Damit nicht der Eindruck entsteht, dass Ryan nur Flair Drops im Programm hat, gibt es hier noch einen Bilderbuch-Invert auf Höhe; Foto: Scott Pattenden

Wird The Industry auch in Deutschland erhältlich sein?
Selbstverständlich! Ich liebe Deutschland und habe schon mit kunstform?! gesprochen. Vielleicht werden wir uns schon bald einig.

Was können wir von Industry in Zukunft sonst noch erwarten?
Im Moment einiges in der Pipeline. Es wird in naher Zukunft zum Beispiel das ein oder andere Videoprojekt geben, an dem ich beteiligt bin. Dann ist da auch noch die neue Kollektion von STVTUS, um die ich mich kümmern muss. Außerdem wird es von The Industry schon bald die ersten Kompletträder geben und ich bin gerade dabei, das Amateurteam zusammenzustellen. Passend dazu wird es natürlich jede Menge Webedits geben.

Hört sich so an, als wärst du ein viel beschäftigter Mann. Möchtest du zum Schluss noch jemanden danken?
Ich möchte mich ganz besonders bei all meinen Fans und all jenen Menschen sowie Firmen bedanken, die mich unterstützen. Im Ernst, ohne euch wäre das alles nicht möglich! Vielen Dank an Ethika, Triple8, The Industry, Stvtus und Rocker. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mit diesen Firmen zusammenarbeite und jeden Tag an etwas arbeiten kann, dass ich liebe. I’m blessed.

Mehr über The Industry erfährst du auf theindustrybmx.com.

Fotos: Scott Pattenden

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