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Fotoeinsendungen

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich Fotos zugeschickt bekomme, die jemand gerne in der freedombmx veröffentlicht sehen will, weil ein bisschen Abwechslung nie schaden kann. Dummerweise schaffen es nur sehr wenige dieser Einsendungen tatsächlich ins Heft. Damit ihr euch nicht umsonst Mühe macht, versuche ich an dieser Stelle mal zusammenzufassen, was wir uns für Fotos wünschen.

1. Der Trick auf dem Foto wurde geschafft.
Man sollte nie auch nur im Traum daran denken, Fotos von nicht geschafften Tricks veröffentlichen zu wollen. Irgendwann kommt das sowieso ans Tageslicht und dann fallen dir sofort alle Haare und Zähne aus.

2. Wenn ihr uns Fotos schickt, dürfen die nicht schon irgendwo anders veröffentlicht sein.
„Veröffentlicht“ bedeutet, dass das Foto in irgendeiner Form der Öffentlichkeit zugänglich war oder ist. Ob in der Lokalzeitung, im National Geographic, in der Fotocommunity, auf facebook oder deinem Blog, ob es drei Leute gesehen haben oder hunderttausend – wenn das Foto einmal in der freien Wildbahn war, ist es für uns gestorben. Wir legen großen Wert darauf, exklusive Inhalte im Heft zu haben.

3. Das Foto ist technisch akzeptabel.
Nur weil ein Foto auf dem Display deiner Digitalkamera toll aussieht, heißt das noch lange nicht, dass es auch in einer Zeitschrift gut aussieht. Tatsächlich holt Magazindruck ziemlich gnadenlos die Schwächen eines Fotos ans Tageslicht und deswegen sollte man sehr sorgfältig fotografieren bzw. nachbearbeiten. Die Bilder sollten scharf, aber nicht überschärft sein, keine größeren komplett weißen und/oder schwarzen Flächen aufweisen und keine Komprimierungsartefakte aufweisen.
In die Rubrik „technisch mangelhaft“ fallen übrigens auch „kreative“ Bearbeitungen. Wir sind extrem zurückhaltend, was Nachbearbeitung von Bildern angeht, deswegen bringt es nichts, drei Stunden lang darauf zu verwenden, in Sachen HDR abzugehen oder mit den tollen Kunstfiltern in Photoshop herumzuspielen. Bitte sieh auch davon ab, Kontrast, Sättigung, Klarheit und Luminanz voll aufzudrehen, um den grauen Nachmittag optisch noch etwas aufzupeppen. Ich frage sowieso nach einer unbearbeiteten Version.

4. Das Foto zeigt interessante Dinge.
Bevor du ein Bild einschickst, solltest du versuchen, deine persönliche Perspektive mal kurz zu verlassen und dir überlegen, ob dieses Foto auch für andere Leute außer dir spannend sein könnte. Wenn es deinen besten Freund zeigt, der gerade seinen ersten 180 an einer Dreiertreppe geschafft hat, wird die Antwort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit negativ ausfallen. Ebenso wenn es jemanden zeigt, der einen 50-50 am Mensarail in Köln oder einen Tailwhip in der Mellowparkminirampe macht. Frische Gesichter, neue Spots, ausgefallene Tricks: Das wollen wir sehen.

5. Das Foto passt in unser Heft.
Es steigert die Veröffentlichungschancen deines Fotos enorm, wenn es sich irgendwie in den Heftkontext einfügt. Du hast einen Kollegen mit einem abgefahrenen Zweitrad? Das wäre was für „My other ride“. Dein bester Freund springt jedes sich bietende Gap, macht die besten Tabletops und ist ein cooler Typ? Mach zu dem Actionbild noch ein Portrait und biete es als „Hello my name is“ an. Das Foto ist in einem brandneuen Skatepark entstanden? Ein guter Kandidat für die Newsseite. Wir haben sehr wenige Plätze im Heft, wo wir Fotos ohne jeden Zusammenhang zu unseren Stories abdrucken. Dementsprechend einfacher wird es, wenn du dir ein paar Gedanken darüber machst, in welchem Kontext dein Bild erscheinen könnte.

6. Das Foto ist nicht auf einem Contest entstanden, der schon stattgefunden hat.
Wir bekommen immer wieder Fotos von Contests angeboten. Das ist aus zwei Gründen wenig zielführend, denn erstens schicken wir selbst zu fast allen größeren Contests einen Fotografen und zweitens müssen wir so was wissen, bevor der Contest stattfindet, weil wir für eine Story auch noch einen Text benötigen. Natürlich kann man im Nachhinein noch jemanden zum Schreiben überreden, aber wir bevorzugen es, den Leuten vorher Bescheid zu sagen.

7. Niemand möchte 30 Megabyte große E-Mail-Anhänge öffnen.
Wenn du uns Fotos schickst, dann bitte zuerst nur als JPG-Datei. 1000 Pixel Kantenlänge reichen völlig, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Ein paar zusätzliche Infos (Fahrer, Spot, besondere Umstände) dazu sind natürlich hochwillkommen. Falls wir das Foto abdrucken wollen, gibt es andere Mittel und Wege außer Mails, hochauflösende Daten zu verschicken.

8. Wir können leider nicht innerhalb von zwei Stunden sagen, ob wir das Foto abdrucken werden.
Spontane Einsendungen, die nicht an irgendwelchen Stories hängen, landen in der Regel in den News, die als allerletztes fertig gemacht werden, bevor das Heft in Druck geht. Das bedeutet, dass im schlimmsten Fall zwischen deiner Einsendung und der Bestätigung, dass das Foto abgedruckt wird, zwei ganze Monate liegen können. In der Regel bekommst du aber recht schnell eine Antwort, ob wir das Foto in die engere Auswahl genommen haben oder nicht.

Wenn dein Foto alle diese Kriterien erfüllt und du Lust hast, es in der freedombmx abgedruckt zu sehen, dann schick es an martin [at] freedombmx.de. Wenn wir es ablehnen, bedeutet das noch lange nicht, dass es deswegen schlecht ist. Der selektive Geschmack unseres Grafikers ist weithin berüchtigt und mir werden jeden Tag von ihm Fotos um die Ohren geschlagen, von denen ich eigentlich sehr überzeugt war. Verlieren kann man sowieso nichts, zu gewinnen gibt es ein glamouröses Leben als BMX-Fotograf. Aber das ist ein ganz anderes Thema…

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