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Flatland

Dustyn Alt in New York City: Video + Interview

Als wäre er in diesem Jahr nicht schon genug rumgekommen, ist Dustyn Alt für die Dreharbeiten an seinem neuen Video (siehe oben) eben mal nach eine Woche lang nach New York City gejettet. Der hat ein Leben, könnte man denken. Doch halt! So glamourös, wie es nach außen vielleicht den Anschein macht, war die ganze Action nämlich nicht. Schließlich hat Dustyn neben seiner Prokarriere nicht nur einen Vollzeitjob und dementsprechend wenig Zeit für solche aufwendigen Projekte, sondern den Trip für sich und seinen Filmer auch noch aus seiner eigenen Tasche bezahlt. Warum es das trotzdem wert war, erfahrt ihr in unserem Interview mit dem einzigen Flatlander im wethepeople-Team.

Hey Dustyn! Was hast du in letzter Zeit, von dem Trip nach NYC mal abgesehen, so getrieben?
Dieses Jahr ist wirklich jede Menge passiert. Sehr gute Platzierungen auf verschiedenen Contests, der Clip Fervor mit Bommel ist entstanden, BMX-Shows und natürlich auch ein paar neue Tricks sind dazu gekommen. Ja, und natürlich immer noch mein Vollzeitjob … nebenbei. So fühlt es sich zumindest an, da ich momentan viel Energie in mein Fahren reinstecke, um Sponsoren zu gewinnen und genügend Shows zu bekommen, dass ich endlich meinen Lebensunterhalt mit BMX verdienen kann. Ende Oktober, Anfang November war ich mit Kevin Nikulski in Lissabon, um einen neuen Clip zu drehen. Wir haben uns gegenseitig gefilmt und ein paar echt geile Combos rausgehauen. Um den Edit kümmere ich mich, deshalb wird das aber auch noch eine lange Zeit in Anspruch nehmen, da ich auf dem Gebiet natürlich kein Profi bin. Ach ja, Außerdem habe ich mir vergangene Woche noch einen eigenen Flatlandspot für den Winter angemietet.

Plastic Man im Gegenlicht

Wie kam das Video zustande? Bist du für die Dreharbeiten extra nach New York City geflogen oder warst du eh vor Ort?
Julian Höcher, den Filmer, habe ich bei einer Show kennengelernt. Er hat mir gesagt, dass er richtig Bock darauf hätte, mit mir einen Clip zu drehen. Da ich sowieso auf der Suche nach einem Filmer war, hat das natürlich super gepasst. Ich habe ihn, zumindest habe ich das so in Erinnerung, direkt vor Ort gesagt, dass mein Traum New York als Reiseziel wäre und ich ihm dafür das Flugticket bezahlen könnte. Gesagt, getan. Im Sommer ging es dann nach New York, nur um das Video zu drehen. Das Ganze ist direkt nach der Weltmeisterschaft in Bristol, dem Nass Festival, passiert, wo ich den 4. Platz belegt habe und vor BMX Cologne, was auch Teil des BMX Flatland World Circuits war. Leider hatte Air Berlin mein Bike verschlampt und ich musste in Köln mit einem anderen Rad antreten. Zum Glück habe ich es trotzdem ins Finale geschafft und konnte zum Schluss meinen 5. Platz beim World Circuit halten.

Wie lange habt ihr für das Video gefilmt?
Wir hatten ganze sieben Tage zur Verfügung und davon haben wir auch jede Minute genutzt.

“Die Stadt war genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe.”

Warst du vorher schon mal in New York? Falls nein, was war dein erster Eindruck?
Leider nein. Die Stadt war genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Das war echt ein überwältigendes Gefühl. Dabei meine ich nicht nur die Größe von Manhattan, sondern auch all die Leute, die in dieser Stadt leben. Ich habe echt sehr viele Leute kennengelernt, die total kreativ waren und auch hart für ihren Traum arbeiten.

Was hat dir am besten an NYC gefallen?
Definitiv die „Rooftop Party“ am letzten Abend. Man konnte hinter der Bar die komplette Skyline sehen. Besser ging es nicht.

Und was weniger gut?
Da gab es eigentlich nur einen Punkt. Es waren gefühlte 40 Grad im Schatten. Das war mit all dem Equipment manchmal echt zu viel.

“Es waren gefühlte 40 Grad im Schatten. Das war mit all dem Equipment manchmal echt zu viel.”

Was muss man dort auf jeden Fall gesehen haben?
Puh! Da gibt es echt viele Sachen, die mir da einfallen. Abgesehen von den Street- und Flatlandspots natürlich auch der ganze Tourikram. Da muss ich echt sagen, dass die Aussicht vom Empire State Building echt das Geilste war.

War es schwierig, gute Flatlandspots zu finden?
Nein! Aber ich glaube, wir hatten echt Glück, dass unsere Wohnung in der richtigen „Ecke“ war. Da gab es jede Menge gute Basketballplätze und gute Streetspots.

Wie sieht es mit der Flatlandszene in NYC aus? Hast du dich mit anderen Fahrern getroffen?
Ich habe mich an einem Tag mit John Simmons getroffen. Leider hatte ich nicht viel Zeit, um mich noch mit anderen Fahrern zu treffen. Aber den ein oder anderen gibt es da noch. Soweit ich weiß, sind es aber leider nur noch eine Handvoll Fahrer.

Wohin reist du als Nächstes?
Momentan kann ich mich nicht entscheiden. Was bis jetzt aber fest steht ist auf jeden Fall Hiroshima im April. Die Schweiz im Mai, sowie Frankreich im Juni und England im Juli.

Nice! Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden oder jemanden grüßen?
Klar. Grüße gehen raus an wethepeople und Motobicycles für Ihren Support und natürlich an Freunde und Familie! Ciao und Danke für das Interview!

Wheelchairspin unter erschwerten Bedingungen

Video und Fotos: Julian Hoecher (www.julian-hoecher-media.com)

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