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Daniel Fuhrmann erklärt den neuen ‚Custom BMX Rad Editor‘ von kunstform?!

Der neue „Custom BMX Rad Editor“ von kunstform?! ist zwar nicht der erste seiner Art, aber derzeit wahrscheinlich das ausgefeilteste Onlinetool, mit dem du dir dein persönliches Traumrad zusammenstellen kannst. Daniel Fuhrmann erklärt uns, mit was für Problemen er sich während des Entwicklungsprozess konfrontiert sah und was das Ergebnis so besonders macht.

Auf der kunstform?!-Webseite kannst du dir nicht nur dein Traumrad zusammenstellen, sondern siehst auch gleich, wie es später aussehen wird

Hey Daniel, was geht in Stuttgart?
Yo, in Stuttgart geht definitiv einiges. Rund um den Bahnhof wird fleißig gebohrt, gebaggert und gehämmert, was das Zeug hält. In Bezug auf’s Radfahren sieht man neue Leute kommen, „Alte“ gehen, aber die allgemeine Basis bleibt stabil, und ich persönlich freue mich auf die ein oder andere winterliche Session in der Halle. Mit dem kunstform?! BMX Shop geht es auch in großen, aber dennoch sehr arbeitsintensiven Schritten voran. Derzeit beziehen wir ein neues Ladenlokal und planen ein paar Aktionen, Events und Projekte für 2014. Alle sind gut drauf, respektieren sich und haben eine Menge Spaß.

Wann hattest Du zum ersten Mal die Idee für euren neuen Customizer?
Den Wunsch, so etwas nutzen zu können, gab es eigentlich schon, seitdem ich mir 1998 mein erstes BMX aus Einzelteilen selber zusammengestellt habe. 2008 habe ich beim kunstform?! BMX Shop angefangen und eigentlich war dessen Realisierung einer meiner ersten Aufgaben. Es hat dann circa drei weitere Jahre gedauert, bis ich mir im Klaren war, was überhaupt die Schwierigkeiten bei einer Custom-Bike-Bestellung sind – sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer. Beispielsweise will man als Käufer sehen, wie das zukünfte Rad ungefähr aussehen wird, welches Gesamtgewicht zu erwarten und mit welchem Preis zu rechnen ist. Zusätzlich haben mir viele Kunden berichtet, dass das Zusammensuchen der einzelnen Produkte im Katalog oder Onlineshop sehr mühselig und zeitintensiv ist. Als Verkäufer wiederum möchte man immer schnellstmöglich und unkompliziert den Wunsch seiner Kunden realisieren, daher ist es von Vorteil, wenn möglichst viele Produkte verbaut werden können, welche bereits auf Lager oder zumindest verfügbar sind. 30 Einzelteile bei zwölf verschiedenen Zulieferern nachbestellen zu müssen, ist nämlich ein recht hoher logistischer Aufwand. Wenn dann mal eine Ventilkappe nicht rechtzeitig ankommt, ist es um so ärgerlicher, wenn deshalb das Custom-Rad noch nicht zusammengebaut werden kann. Um Produkte aus dem Lager im Onlineshop anbieten zu können, braucht man erst mal ein funktionierendes Lagersystem, um ein Lagersystem zu haben, braucht man geregelte Abläufe beim Wareneingang bzw. Warenausgang und entsprechende Systeme beim Verkauf. Um verfügbare Produkte anbieten zu können, braucht man Anbindungen an das Bestandssystem der Lieferanten – und um das überhaupt alles zu realisieren, braucht man zuverlässige und verantwortungsvolle Mitarbeiter. Solche Dinge fallen leider nicht vom Himmel und somit wurde das Projekt 2008 erst mal beiseitegelegt.

Daniel hat als Flatlandpro den halben Globus bereist

Wie lange hat die Programmierung letztendlich gedauert?
Die meiste Zeit habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie man die Vorschau für das Custom-Bike lösen kann. 2010 hatten wir mal ein Projekt, wo wir alle Produkte aus einem bestimmten Winkel fotografiert haben, so dass mit Hilfe der Produktfotos die Vorschau hätte produziert werden können. Da es aber sehr viele Produkte in sehr vielen Varianten gibt und der Aufwand mit dem Ertrag nicht im Verhältnis stand, musste etwas Flexibleres her und Abstriche gemacht werden. Ich habe mir dann verschiedene schon existierende Editoren angeschaut, war aber mit keinem wirklich zufrieden. Ende 2012 habe ich dann die Arbeit von Thomas von UP3D entdeckt und fand diese schon ziemlich realistisch und gut. Daher habe ich ihn kontaktiert, anschließend haben wir die Möglichkeiten geprüft und letztendlich hatte es dann noch circa sechs Monate gedauert, bis ich meinen Programmierteil fertig hatte – und dann noch mal etwa einen Monat, bis Thomas seinen Generator modifiziert und angepasst hatte. Gefühlte 300 Mails später hatte ich dann endlich die Freigabe von unserer Grafikerin, Flo [Sailer], Seppl [Pospischil], den restlichen Mitarbeitern und den Testkunden.

Für solch ein Projekt muss man schon einiges an Vorwissen mitbringen. Du hast Informatik studiert, richtig?
Ja, aus der Motivation möglichst lange und möglichst viel Rad zu fahren, bin ich damals nach einer Studienberatung auf die paradoxe Idee gekommen, Informatik zu studieren. Witziger Weise hat mir dieses trockene Studienfach wirklich viel Freude bereitet und dabei habe ich dann auch das Programmieren für mich entdeckt. Anschließend war ich noch eine ganze Weile mit dem BMX-Rad im Ausland unterwegs, bis ich dann 2008 beim kunstform?! BMX Shop & Mailorder in Stuttgart gestrandet bin.

Daniel schaut an einem bekannten Stuttgarter Streetspot über den Tellerrand

Von Strictly gibt es einen ähnlichen Customizer. Inwiefern unterscheidet sich eurer davon?
Der Customizer von Strictly ist schon ganz cool, doch unser eigener Custom BMX Rad Editor geht quasi noch zwei Schritte weiter, schafft einen Zusammenhang zu den tatsächlichen Produkten und soll die oben genannten Schwierigkeiten lösen. Es werden noch während der Farbauswahl direkt farblich passende und verfügbare Produkte vorgeschlagen, man kann anschließend mit nur wenigen Mausklicks sein Traumrad mit den gewünschten Teilen zusammenstellen, erfahren wie das Gewicht und der Preis ist, sehen wie das Rad ungefähr aussehen könnte und dieses dann auch direkt bestellen. Alleine bei den Produktvorschlägen gab es unendlich viele Probleme, welche es zu lösen galt. Wenn beispielsweise ein Pivotalsattel die farblichen und verfügbaren Eigenschaften erfüllt, dann muss ja auch entsprechend eine dazu sowohl farblich passende als auch verfügbare Pivotalsattelstange vorgeschlagen werden. Die Liste könnte ich jetzt ewig fortführen. Zudem ist die Farbauswahl an den momentan erhältlichen Farben orientiert, und wir passen diese dann an, sobald es neue Farben von den Herstellern gibt. Es wird in der Richtung noch einiges passieren, und wir werden versuchen, den Editor nach und nach zu verbessern, da die Nachfrage nach Custom-BMX-Bikes momentan extrem ist und der Editor hoffentlich ein cooles Tool für unser Verkaufsteam und auch für unsere Kunden ist.

Haben wir etwas vergessen?
Na ja, wenn man schon mal die Chance hat, dann würde ich gerne Grüße an die Verwandten, Freunde und BMX-Fahrer in der Weltmetropole Eberswalde schicken, mich bei Flo, Seppl, Wendel (dem Coolen von der Sonderschule), Johnny (dem Krämer), Sebo, Tine, Marian, Basti, Roman und dem unvergleichlichen Chris Köhler für die unermüdliche Unterstützung bedanken und auch der freedombmx für die tägliche Versorgung mit News ein Lob aussprechen. Lasst euch alle nicht zu sehr vom anstehenden Winter ärgern, da sich verregnete Tage wunderbar zum Hangfive lernen eigenen :-)!

Den kunstform?! „Custom BMX Rad Editor kannst du ab sofort auf www.kunstform.org ausprobieren.

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