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Raw Jibs: Felix Prangenberg & Miguel Smajli in Kalifornien

Die kunstform-Teamkollegen Felix Prangenberg und Miguel Smajli haben sich im vergangenen Winter einen längeren Kalifornienaufenthalt gegönnt. Ob dort für BMXer wirklich so paradiesische Zustände herrschen, wie oft behauptet wird, verraten sie im Interview weiter unten, und als kleinen Vorgeschmack auf ihre Videoprojekte, die die beiden Superfreunde im Großraum Los Angeles gefilmt haben und welche sicher schon bald über einen Bildschirm in deiner Nähe flimmern werden, gibt es weiter oben schon mal eine Ladung Raw Jibs.

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Wie seid ihr auf die Idee gekommen, gemeinsam nach Kalifornien zu fliegen?
Felix: Ich war schon ein paar mal hinten, aber Smiley war vorher noch nie da und da er schon immer mal zum Fahren nach Kalifornien wollte, war uns klar, dass wir zusammen hin wollen. Wir hatten die Idee schon vor zwei Jahren oder so, aber es hat nie wirklich hingehauen. Wo ich dann das letzte Mal fliegen wollte, aber leider operiert wurden bin, habe ich ich zu Smiley direkt gesagt, lass uns versuchen im Februar/März zu fliegen, sobald mein Knie wieder fit ist – und dann haben wir es eben endlich geschafft.

Wie lange wart ihr in Cali, wo habt ihr euch größtenteils aufgehalten und bei wem habt ihr gepennt?
Miguel: 
Wir waren insgesamt sieben Wochen im schönen Kalifornien. Geschlafen haben wir bei dem Homie Dan Kruk in Long Beach. Wo wir uns größtenteils aufgehalten haben, ist allerdings schwer zu beantworten, da wir so gut wie jeden Tag an verschiedensten Orten filmen waren. Wenn ich einen spezifischen Ort nennen muss, an dem wir uns sehr oft aufgehalten haben, wäre das aber der Vans Skatepark in Huntington Beach, besonders in der Woche vor dem Vans BMX Street Invitational.

Felix Prangenberg, Table Top
So und nicht anders: Felix Prangenberg, Tabletop

Wie sah euer normaler Tagesablauf in Kalifornien ungefähr aus?
Felix: Aufwachen, etwas am Handy hängen, dann habe ich mir meistens Frühstück gemacht, wo die anderen im Haus meistens zum nächsten Cafe gegangen sind, um zu frühstücken. Dann fertig machen und gegen 10/11 Uhr haben wir meistens schon das Haus verlassen. Haben uns dann mit Grant Castelluzzo und anderen Jungs getroffen, um an irgendeinen Spot zu fahren und zu filmen. Am Wochenende sind wir eigentlich immer zu Schulen gefahren, weil da meistens die krassesten Spots sind und in der Woche sind wir dann alles andere gefahren, was irgendwie fahrbar war. An den meisten Tagen sind wir zwei bis drei Spots gefahren und sind dann gegen sechs, sieben Uhr meistens wieder Heim. Bei Dan habe ich dann gekocht oder wir sind essen holen gegangen und danach einfach was abgehangen und meistens irgendwelche Serien geschaut.

Dirty Swag
Dirty Swag

Miguel: Von der Sonne geweckt worden, Acai Bowl gefrühstückt, mit Grant C ins Auto und zu Spots gefahren, um Clips zu stacken. Abends sind Felix und ich uns dann meistens Cheese Fries holen gegangen, um die, während wir Dexter auf Netflix geguckt haben, zu essen. Ich bin immer noch wütend auf Felix, dass er sich während einem day off locker zehn Folgen Dexter gegeben hat und ich überhaupt keine Ahnung mehr hatte, um was es geht, haha.

„Ich bin immer noch wütend auf Felix, dass er sich während einem day off locker zehn Folgen Dexter gegeben hat und ich überhaupt keine Ahnung mehr hatte, um was es geht, haha.“

Was für einen Eindruck hattet ihr von der kalifornischen BMX-Szene?
Miguel:
Um einiges motivierter als die Deutschen. Die Amerikaner sind really all about that BMX life.
Felix: Ich habe auch das Gefühl, dass da alle nochmal mehr motiviert sind als hier in Deutschland und wirklich alles versuchen, um so viel Rad zu fahren, wie es nur geht – was ich mega finde!

bmx-street-california-fence-hopping

Wie sah es mit den Spots aus? Braucht man wirklich ein Auto, weil alles so weitläufig ist? Wurdet ihr oft gebustet, oder hattet ihr meistens Glück?
Felix: Also wenn man was anderes als die typischen Spots in Long Beach oder LA fahren möchte, braucht man definitiv ein Auto! Es gibt halt so unglaublich viele gute Schulen, die weit außerhalb sind oder Spots mitten im Valley in irgendeiner komischen Kleinstadt. Da lohnt es sich halt definitiv, weit rauszufahren, besonders wenn man Spots fahren möchte, die einfach noch nicht so bekannt sind. Vom Bust her ging es dieses mal echt klar, obwohl es doch den ein oder anderen Tag gab, wo wir an jedem einzelnen Spot gekickt worden sind.

Und wie haben euch die Parks gefallen? Gibt es davon wirklich an jeder Straßenecke einen?
Miguel: 
Also wir hatten um die Ecke ja gleich den Cherry Park, welcher echt spaßig ist, obwohl er keine richtigen Transitions besitzt. Aber ja, es gibt an jeder Ecke Skateparks. Wir waren manchmal an echt abgelegenen Spots filmen, aber haben um die Ecke ganz schön oft einen Skatepark gefunden. Das waren dann aber eher kleine, die man baut, dass da halt ein Skatepark ist. Wenn man aber gezielt zu den größeren Skateparks in Cali fährt, sind die echt krass und machen sehr viel Spaß. Ich liebe  es ja Transitions zu fahren, was fast keiner weiß …

Welcher Spot hat euch insgesamt am besten gefallen?
Felix: Das ist ne gute Frage. Mir fällt da gerade echt nichts ein, weil wir so unglaublich viele gute Spots gefahren sind.
Miguel: Wir sind an einem Tag an eine Schule in San Bernardino gefahren. Die war echt krasser als so manche Skateparks. Das war, glaube ich mein Lieblingsspot, wobei so gut wie jeder Spot, den wir gefahren sind, ein Ding für sich war und Spaß gemacht hat.

@trevmags by Felix Prangenberg
@trevmags by Felix Prangenberg

Welcher Spot war schlechter, als er auf Videos aussieht?
Miguel: Mir persönlich haben die weißen Ledges in Long Beach nur wenig Spaß gemacht, da die Rillen zwischen drin echt größer sind, als sie auf Videos aussehen.
Felix: Da kann ich mich nur an einen erinnern. Ich habe da letztes Jahr schon mal was dran gefilmt, das war so ein Uprail vor einer Schule und ich hatte es so viel besser in Erinnerung und es sieht so viel besser aus auf Clips. Auf jeden Fall war es viel kürzer, als ich es im Kopf hatte, und es rutschte einfach so unglaublich kacke, egal wie viel Wachs man drauf getan hat. Ich bin dann einfach doppelt so schnell angefahren und habe den Clip dann doch noch bekommen, den ich filmen wollte, haha.

„Ich bin dann einfach doppelt so schnell angefahren und habe den Clip dann doch noch bekommen, den ich filmen wollte, haha.“

The Daily Grind: Felix Prangenberg (rechts) und Grant Castelluzzo begutachten die Früchte ihrer Arbeit
The Daily Grind: Felix Prangenberg (rechts) und Grant Castelluzzo begutachten die Früchte ihrer Arbeit

Von Dingen, die mit BMX zu tun haben, einmal abgesehen: Was hat euch an Cali sonst noch besonders gut gefallen?
Felix: Erstmal das Wetter, dann der Strand und das Meer. Ich finde es auch ziemlich cool, dass man, obwohl man am Meer ist, auch super schnell in den Bergen ist und/oder dass man einfach schon die Berge teilweise sieht. Ich finde, die meisten Leute sind in Kalifornien außerdem einfach viel entspannter als hier. Wenn ich dich jemand auf ’nem BMX sieht, schaut dich keiner komisch an oder du wirst gefragt, ob das so Trekking Räder sind, wo man auch mit Berg runter fährt. Jeder da weiß, was abgeht! Okay, das hat doch wieder was mit BMX zu tun, aber das war mit das Erste, was mich hier in Deutschland wieder angepisst hat.
Miguel: Die Mentalität der Menschen. Mir kommt es so vor, als ob die dort sorgenfreier leben oder eben besser darin sind, das Leben zu genießen, als die Deutschen. Die Prioritäten werden anders gesetzt.

Dan Kruk by Felix Prangenberg
Dan Kruk by Felix Prangenberg

Beste Süßigkeit in Kalifornien, die es nicht in Deutschland gibt?
Beide: Definitiv Rice Krispies mit M&M’s !

Bestes Fastfood, das es nicht in Deutschland gibt?
Miguel: In-N-Out Burger.
Felix: Ich würde auch sagen In-N-Out Burger und es wäre mega cool, wenn es hier in Deutschland auch so viel mexikanisches Essen geben würde.

Gab es auch etwas, was euch nicht so gut gefallen hat?
Miguel: Alkohol ab 21.
Felix: Das war der erste USA-Trip, wo ich am Ende noch gesagt habe, ich würde gerne noch was hier bleiben. Es gibt definitiv vieles an den USA auszusetzen, wie zum Beispiel, das man kein Bier unter 21 Jahren kaufen kann, haha. Aber ne, ernsthaft: Man hat es in Deutschland schon echt verdammt gut!

T-Bog von Felix Prangenberg an einem der vielen berühmten Cali-Spot
T-Bog von Felix

War es manchmal nervig, die ganze Zeit aufeinander zu hängen?
Felix: Nein, eigentlich gar nicht! Wir kommen super klar und kennen unsere Macken, von daher nehmen wir uns nicht immer zu ernst.
Miguel: Nein. Mit jedem anderen Menschen vielleicht schon, aber Felix und ich kommen aus irgendwelchen Gründen echt super miteinander aus.

Miguel Smajli in Kalifornien
Pro life ain‘ easy

Was habt ihr während des Trips über den jeweils anderen gelernt, was ihr vorher noch nicht wusstet?
Miguel:
Felix benutzt noch mehr Knoblauch beim Kochen, als ich erwartet hatte.
Felix: Eigentlich nichts. Es hat sich nur noch mehr bestätigt, wie schlecht er kochen kann. Geschafft eine Dosensuppe zu erhitzen, hat er aber immerhin.

„Es hat sich nur noch mehr bestätigt, wie schlecht er kochen kann.“

Habt ihr irgendwelche Tipps für BMXer, die auch mal nach Kalifornien fliegen möchten?
Miguel: 
Fliegt einfach hin und wenn ihr Leute kennenlernen wollt, dann wohnt in Long Beach. Da geht am meisten.
Felix: Ich kann es jedem empfehlen. Kalifornien ist das Paradies zum BMX-Fahren. Holt euch vielleicht einen Leihwagen, damit ihr mobil und auf nichts und niemanden angewiesen seid. Versucht außerdem Kontakt mit Locals aufzubauen, damit ihr zu all den guten Spots kommt, die man nicht so leicht findet und mehr habe ich eigentlich nichts zu sagen. Macht es einfach und ihr werdet es ganz bestimmt nicht bereuen!

Felix Prangenberg Nohander
Felix Prangenberg by Grant Castelluzzo

Was habt ihr als erstes gemacht, als ihr wieder zu Hause wart?
Miguel:
Mit meinen Freunden hier Party gemacht, dass ich wieder da bin, haha.
Felix: Meine Eltern und meine Freundin haben mich abgeholt und weil die mich natürlich super kennen, haben die mir Apfelschorle und ein Leberwurstbrot mit an den Flughafen gebracht. Richtig schön deutsch! Danach bin ich dann erst mal zu meiner Oma und Opa, um denen alles zu berichten.

Möchtet ihr zum Schluss noch etwas loswerden?
Felix: Ja, auf jeden Fall! Danke an Achim und Nike, die die Reise für mich wieder ermöglicht hat. Danke an Dan, Forrest und Wes, dass wir fast zwei Monate bei denen im Wohnzimmer leben durften und an Grant C, der jeden Tag mit uns/mir unterwegs war, uns zu allen Spots gebracht hat, Stunden für Stunden hinter der Kamera stand und immer gute Storys zu erzählen hatte! Und danke an Smiley für die gute Zeit, dass wir es endlich mal geschafft haben, zusammen nach Cali zu fliegen.
Miguel: Wenn jemand mit dem Gedanken spielt nach Cali zu fliegen, sollte er das auf jeden Fall tun. Ich hatte echt hohe Erwartungen an diesen Trip, aber ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Selbst wenn ihr keine Leute da unten kennt, werdet ihr jemanden zum Radfahren finden, die sind dort alle super nett und offen für neue Begegnungen. Danke an Felix für die gute Zeit und dafür, dass er so ein guter Freund ist. Und danke an alle Leute, die mir die Zeit in Cali zu einer unvergesslichen gemacht haben. I’ll be back!

Wahre Liebe
Wahre Liebe …

Videoschnitt und Interview: The Medialist
Fotos: Felix Prangenberg und Miguel Smajli

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