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Paul Thölens Signaturerahmen und -sattel von Volume Bikes sind endlich erhältlich. Wenn das mal keine Steilvorlage für einen Bikecheck ist!

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Neue Signatureparts für Paul Thölen – Bikecheck

Um Paul Thölen war es im vergangenen Jahr verhältnismäßig still. Nun sind sein neuer Signaturerahmen und -sattel von Volume Bikes über SIBMX in Deutschland eingetroffen. Wenn das mal keine Steilvorlage ist, unserem Lieblingssportstudenten auf den Zahn zu fühlen. Alles Weitere erfährst du im Bikecheck weiter unten. Jöööööp!

Rahmen: Volume Bikes Roaster Frame in 21,25“
Gabel: Demolition Kris Fox Fork (28 mm Vorlauf)
Lenker: Volume Bikes Jason Watts Smoko Bar 9“
Griffe: Demolition Axes Grips
Lenkerenden: Demolition Axes
Bremsanlage: /
Vorbau: Demolition Dove Stem
Steuersatz: Demolition
Sattel: Volume Bikes Full Roast Full Froth Seat
Sattelstütze: Shadow Railed Seatpost
Kurbel: Demolition Revolt V2 Cranks (170 mm)
Tretlager: Demolition
Pedale: Demolition Trooper Alu Pedals
Kettenblatt: Demolition Fast and Loose Sprocket
Übersetzung: 28/9
Kette: Merritt Half Link
Reifen: Demolition Hammerhead Street in 2,4″
Laufräder: Demolition Whistler Lite Wheels
Hubguards: G Sport
Pegs: Demolition Steel Pegs
Modifikationen: /
Reifendruck: ~5 Bar
Gewicht des Rades: don’t know don’t care
Körpergröße: 1,89 m

INTERVIEW MIT PAUL THÖLEN:

Moin Meister! Alles fit? Was hast du in letzter Zeit so getrieben?
Mooooin! Ja, was soll ich sagen?! Winter halt. Hab mal wieder ein Wintersemsester an der Sporthochschule gemacht, und dazwischen kleines und großes Rad gefahren. Ah, und Snowboarden war ich auch noch.

Du hattest im vergangenen Jahr mit Rückenproblemen zu kämpfen. Was war da los und wie ist der Stand der Dinge?
Yes, leider. Mitte 2024 hat’s angefangen, dass ich auf einmal ziemlich heftige Rückenschmerzen hatte. Das hatte ich zuvor auch schön ab und zu mal, aber dieses mal war es echt heftig. Das hat sich dann den ganzen Winter durchgezogen, bis ich dann von meinem Arzt des Vertrauens (Shoutout Sk8doc Simon!) die Diagnose Bandscheibenvorfall bekommen habe. Und auch kein kleiner. Meine L5-Bandscheibe (direkt überm Steißbein) ist quasi nicht mehr existent. Das war natürlich voll der Downer und BMX war erstmal für ein gutes halbes Jahr gestrichen. Ich habe die Zeit aber gut nutzen können und so gut wie jeden Tag trainiert und Physiotherapie gemacht, sodass ich mittlerweile wieder fit und schmerzfrei bin.

“Meine L5-Bandscheibe ist quasi nicht mehr existent.”

Gänsehaut! Pünktlich dazu ist jetzt dein Signaturerahmen von Volume Bikes in Deutschland erhältlich. Was war dir besonders wichtig, als du deinen eigenen Rahmen designed hast?
Die Farbe! Es ist ja tatsächlich auch nur die Farbe, die Kris’, Jasons und meinen Rahmen voneinander unterscheiden. Die Maße sind alle gleich. Deswegen bin ich aber sehr froh, dass ich das matte Schwarz bekommen hab.

Warst du – von der Farbgebung einmal abgesehen – irgendwie in die Entwicklungsprozess des Rahmens eingebunden?
Ja, schon. Damals, als klar wurde, dass wir mit Volume einen Transitionrahmen rausbringen werden, haben wir zusammen überlegt, welche Maße am besten wären. Das war aber ziemlich easy, weil wir alle fast die selben Vorstellungen hatten.

Was für Vorstellungen waren das denn?
Steuerrohrwinkel auf jeden Fall 74,5° und Hinterbau mindestens 13,75″. Nur bei der Tretlagerhöhe haben wir zwischen 11,5 und 11,3 geschwankt. Am Ende wurde es genau so Mitte.

Dein letzter Rahmen hat ein 21,5“ langes Oberrohr. Warum hast du dich diesmal für eine kürzere Variante entschieden?
Ich fahre ja mittlerweile ziemlich verschiedene Spots, alle voran natürlich Schüssel mit die Jungs, und da dachte ich, dass ein bisschen kürzerer Rahmen ganz entspannt sein könnte. Meiner Meinung nach sind aber eh die anderes Specs wie Hinterbau, Tretlagerhöhe und Steuerrohrwinkel, viel aussagekräftiger als die Oberrohrlänge. Deswegen ist der Rahmen also immer noch Transition as.

“Meiner Meinung nach sind Specs wie Hinterbau, Tretlagerhöhe und Steuerrohrwinkel, viel aussagekräftiger als die Oberrohrlänge.”

Eine Zeit lang bist du mit Bremsen gefahren. Die scheint wieder ab zu sein. Warum?
Das hatte mit meinem Rücken zu tun. Mir ist nämlich aufgefallen, dass Trails fahren die angenehmste Möglichkeit war, um BMX zu fahren. Solange man durchkommt, versteht sich. Für den Fall, dass das aber mal nicht passiert, habe ich mir die Bremse angebaut. Rentnerstyle eben. Habe echt überlegt, ob ich mir an der neue Karre wieder eine anbaue, aber mich entschieden, das erstmal nicht zu tun. Jetzt muss ich halt wieder mehr ne Katze sein, falls mal was schief läuft. Und sind wir mal ehrlich, ohne Bremse sieht das Rad schon schicker aus.

Hast du den Lenker wieder so krass auf beiden Seiten gekürzt, wie bei deinem letzten Rider? Da waren es nach deiner Aussage ja 5 cm auf jeder Seite.
Das habe ich diesmal zum ersten Mal seit echt vielen Jahren nicht gemacht. Wollte das einfach mal ausprobieren. Es muss ja irgendeinen Grund geben, warum die Dinger immer so breit kommen. Ich schließe aber auch nicht aus, dass das vielleicht noch geschieht.

Wie im letzten Bikecheck bereits angekündigt, fährst du wieder einen Toploader? War dir dein Setup mit einem Frontloader vorne dann doch zu niedrig?
Ja, ich hab das irgendwie einfach nicht gefühlt. Das fuhr sich echt anders als mit Toploader. Und ein höherer Lenker war auch keine Option für mich.

Warum nicht?
Weiß ehrlich gesagt gar nicht, haha. Finde zu große Lenker einfach nicht so schön.

Der Sattel ist dein Signaturesattel, richtig? Warum hast du doch für die Railed-Variante entschieden?
Yes, genau. Ich fand so schnittige Railedsättel schon immer ziemlich cool, hatte aber noch nie die Möglichkeit, mal selber einen zu fahren. Als dann aber feststand, dass ich einen Sattel designen darf, war das mein erster Gedanke.

War der Spruch auf dem Sattel deine Idee? Hat er eine tiefere Bedeutung?
Ich würde jetzt lügen, wenn ich sagen würde, dass das sowas wie ein Lebensmotto oder so von mir wäre. Ursprünglich war das einfach nur mal ein Spruch, den Jason mal im angetrunkenen Zustand gesagt hat. In der großartigen australischen Sprachkultur ist froth ein Ausdruck dafür, dass man etwas richtig geil findet. Wenn man also wirklich will, dann könnte man in diesen Spruch hineininterpretieren, dass wenn man viel gibt auch was Geiles herausbekommt. Das kann man wiederum schon sehr gut auf das Leben und auch aufs Rad fahren projizieren. Stichwort „anjetäuschte Turndowns“.

Anderes Thema: Bunte Räder sind nicht so dein Ding, oder?
Kommt mir nicht in die Tüte! Raw ist das höchste der Gefühle.

Warum fährst du eigentlich am liebsten in Shorts? Und warum setzt du neuerdings lieber auf Alu- anstatt auf Plastikpedale? Hasst du neuerdings deine Schienbeine?
Leben am Limit! Ich habe mal die interessante These gehört, dass Metallpedale besser für shinner seien, weil die Pins die Haut glatter aufschneiden würden und die besser heilen könnte. Meine Schienbeine und ich sind noch zwiespältig, ob das wir daran glauben.

28:9 ist in den Kreisen, in denen du meisten verkehrst, eher eine kleine Übersetzung, oder?
Kann schon sein, aber vom Reintreten halte ich eh nicht so viel, deswegen egal.

“Vom Reintreten halte ich eh nicht so viel, deswegen egal.”

Schmale Reifen sind schneller als breite. Warum fährst du trotzdem seit vielen Jahren die dicken Demolition-Dinger in 2,4“?
Stimmt, daran habe ich tatsächlich noch nie gedacht. Ich stehe aber total auf den Look von den dicken Ballonreifen. Die auf 5 Bar aufgepumpt haben aber auch wenig Traktion, würde ich sagen.

 

Auch bei deinen Pegs setzt du statt Kunststoff nun auf Metall. Für den Sound, oder was hat das für Gründe?
Jo, der Sound ist ja tausend mal geiler mit Stahl. Und bei Stalls rutscht man weniger, habe ich das Gefühl.

Welches Teil an deinem Rad würdest du für kein Geld der Welt eintauschen?
Meinen Lenker. Ohne wäre echt kacke.

Kommen wir langsam zum Ende. Was steht in nächster Zeit bei dir an?
Ich habe auf jeden Fall wieder richtig Bock auf wärmeres Wetter. Dann wird wieder viel draußen gebiket. Bis auf die Pflichtveranstaltungen, wie der Highway to Hill, habe ich aber noch gar nicht so viel geplant für dieses Jahr, was ich aber auch mal ganz nice finde. Die besten Dinge passieren eh spontan.

Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden oder jemanden danken?
Zum Schluss natürlich ein fettes Danke, an Volume und Demoliton, La und Jason, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, signature parts zu designen! Das fühlt sich schon echt besonders an. Danke auch an Bodo für die Unterstützung und Abwicklung in Europa, an Vans, Kunstform, TSG und Our House. Ohne euch wär’s nicht möglich!

Paul Thölen ist 27 Jahre alt, wohnt in Köln und fährt für Volume Bikes, Demolition Parts, SIBMX, Vans, TSG, den kunstform BMX Shop und Our House.

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