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Robin Kachfi & Jan Mihaly über ihren 2. Platz bei #soshurbanmotion

Fotos: Tom Kilcoyne & Hadrien Picard

Erst die europäische Wildcard gewonnen (siehe HIER), dann trotz namenhafter Konkurrenz den 2. Platz beim Hauptcontest abgesahnt: Jan Mihaly und Robin Kachfi haben den #soshurbanmotion-Videocontest, der in der vergangenen Woche zum letzten Mal in Paris ausgetragen wurde, ordentlich aufgemischt. Grund genug für uns, die beiden zum Interview zu bitten.

Hallo Jan, hallo Robin! Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz bei #soshurbanmotion-Videocontest. Fasse euren Paristrip doch mal bitte in drei Worten zusammen.
Jan: Vielen Dank! Uff drei Worte ..? Tour de France!
Robin: Drei Worte sind eigentlich schon fast zu kurz, aber kurz gefasst, es war einfach nur “richtig, richtig fett”!

“Es war einfach nur richtig, richtig fett.” – Robin Kachfi

Was hat euch an Paris am besten gefallen?
Robin: Auf jeden Fall die ganzen krassen Spots und das man viele neue Freunde kennengelernt hat!
Jan: Definitiv die Spots. Ich war bislang nur für einen Kurztrip mit der Freundin in der Stadt der Liebe gewesen und bin vermutlich nur die üblichen Touriwege gegangen, in denen mir die Spots kaum aufgefallen sind. Doch abseits der teilweise sehr überfüllten Straßen verstecken sich zahlreiche Spots, an denen man sich kaum satt sehen kann.

Was weniger gut?
Jan: Weniger gut fand ich, wie dreckig Paris doch ist. Gefühlt an jedem Spot und in jeder Ecke stinkt es nach Pisse und ähnlichem. Auch die Anzahl der Obdachlosen und/oder vermutlich der Asylanten, die inmitten des Großstadtflairs ihre Zelte aufschlagen, zeigt, welche Parallelgesellschaften dort vorhanden sind. Paris is dirty!
Robin: Ganz klar der Verkehr! Vor allem abends war es die pure Hölle, zum Hostel zu kommen, haha.

Mit was für Equipment habt ihr gefilmt.
Jan: Dazu kann ich weniger detaillierte Auskunft geben. Robin war hier der Experte und vor allem meine Stütze. Ich habe mich lediglich um das Radfahren gekümmert! Wir haben jedoch alle von Sosh das iPhone 8 gestellt bekommen, mit dem es ausschließlich galt dieses Video zu drehen. Benutzt werden durfte zusätzlich nur ein Gimbal und Objektive für das iPhone 8.
Robin: Also wir haben das ganze Video mit einem iPhone 8 filmen müssen und ansonsten haben wir noch einen Smartphone Gimbal und ein Fisheye verwendet.

Der erste Trick des Videos: Nosebonk to Fakie von Jan Mihaly; Foto: Hadrien Picard

Robin, viele Teilnehmer hatten einige Anlaufschwierigkeiten. Wie bist du damit zurechtgekommen, ein Video komplett mit einem Smartphone zu filmen? Hast du vorher geübt?
Robin: Ich habe mir den Smartphonegimbal circa eine Woche früher zukommen lassen, um damit ein wenig zu üben. Aber da ich normalerweise ein Androidphone benutze, war das erst einmal eine totale Umstellung für mich. Was wirklich zu Schwierigkeiten geführt hat, war anfangs die Videoapp, da sich die nicht installieren ließ. Zum Glück hat es dann irgendwann im Laufe des Tages funktioniert.

Wer hat sich das Konzept ausgedacht und was war die Idee dahinter?
Jan: Ich weiß nicht, ob man es ein Konzept nennen kann. Aber wir haben versucht, den Pariser Lifestyle und vor allem den jugendlichen Charakter, der den Netzbetreiber Sosh unter anderem als typisches Marketingmerkmal und Klientel kennzeichnet, widerzuspiegeln.
Robin: Ehrlich gesagt, hatten wir kein Konzept und haben einfach mal freestyle drauf losgelegt.

“Ehrlich gesagt, hatten wir kein Konzept und haben einfach mal freestyle drauf losgelegt.” – Robin Kachfi

Hattet ihr Hilfe in Paris oder musstet ihr euch komplett allein zurechtfinden?
Jan: Nee, freundlicherweise haben sich einige Locals bereiterklärt, den Teams ihre Spots zu zeigen. Wobei das in Paris auch zu empfehlen ist. In den zum Glück wenigen Momenten, in denen wir ohne Locals auf Spotsuche gegangen sind, sind wir mehr oder weniger lost gewesen. Entweder wahllos Kilometer gebrettert und nie das Ziel gefunden, oder einfach zu Spots gefahren, die nicht mehr existierten oder gar nicht fahrbar sind. Auch Google Maps war eher selten eine Hilfe.
Robin: So wie zum Beispiel am letzten Tag, als wir keinen Guide hatten. Also sind wir erst mal random drauf losgefahren und haben gefühlt zwei Stunden gebraucht, um einen bestimmten Spot zu finden, an dem wir nach 20 Minuten gekickt wurden.

Ist alles bei der Umsetzung so gelaufen, wie geplant, oder gab es während der Dreharbeiten auch Rückschläge?
Jan: Na ja, das kommt immer darauf an, welche Ansprüche man hat. Ich kann jedenfalls nur für mich und mein Fahren sprechen. Anfangs lief es ziemlich gut, wir hatten schnell viele Clips. Doch schon am zweiten Tag musste Robin für seine Führerscheinprüfung zurück nach Deutschland, wodurch ich fast zwei Tage alleine war. Ich merkte, dass es nicht, wie anfangs gedacht, so leicht ist, ein Video in fünf Tagen zu drehen – vor allem in einer Stadt, in der man sich nicht auskennt. Aber man macht sich ja auch vor einem Trip einige Gedanken, schaut das ein oder andere Video und hat vielleicht gewisse Tricks im Kopf. Wenn dann der Spot in Wirklichkeit ganz anders ausschaut, oder die Anfahrt doch etwas bescheidener ist, fängt man an, mit sich zu kämpfen. Ich erinnere mich vor allem an einen Spot, der mir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleibt und beim nächsten Parisbesuch noch abgehakt werden muss.
Robin: Die Dreharbeiten liefen eigentlich ab dem ersten Tag sehr gut, bloß da ich, wie Jan bereits erwähnt hat, montags nach Deutschland zurück musste, um meine Führerscheinprüfung zu machen, gingen uns anderthalb Tage verloren, was im Endeffekt eigentlich kein Problem war, da wir schon gut Clips gesammelt hatten. Was ein Worst-case-Szenario war, war der letzte Tag, an dem ich circa sieben Stunden vor meinem Laptop saß, um das Video rauszuspielen, was zum Glück kurz vor knapp noch geklappt hat.

Jan, was hast du gedacht, als du erfahren hast, dass Robin für 24 Stunden nach Hause musste, um seine Führerscheinprüfung abzulegen?
Jan: Hahaha, ich dachte es sei ein schlechter Scherz. Ich habe mich schon YouTube-Videos schauen sehen, wie man mit Videoprogrammen fürs iPhone 8 am besten Selfies schießt. Auf jeden Fall props an Robin für das Jetsetlife!

“Ich habe mich schon YouTube-Videos schauen sehen, wie man mit Videoprogrammen fürs iPhone 8 am besten Selfies schießt.” – Jan Mihaly

Erzählt doch mal die Story mit den Cops.
Robin: Ja, also das mit den Cops war ganz lustig. Kurz nach dem wir einen Clip gefilmt hatten, kamen ein paar Cops mit ihren Bikes und GoPros zu uns gefahren und wollten die Aufnahme unbedingt sehen. Wir dachten zuerst, dass wir jetzt Ärger bekommen, aber die haben einfach nur den Trick gefeiert. Damit hatten wir erst mal gar nicht gerechnet, wenn man sich überlegt wie die hier drauf sind, haha.

Wie viele Clips habt ihr an eurem besten Tag gefilmt und wie viele am schlechtesten?
Jan: Ich glaube, am ersten Tag haben wir acht Clips gefilmt und waren überrascht, dass wir nach dem täglichen Plaudern nach der Session, am ersten Tag das Team mit den meisten Clips waren. Doch im Laufe der Woche ging es mit der Clipausbeute rapide nach unten. Am Ende war es ein Clip am Tag, der einem noch Hoffnung gab.

Wie war es mit den anderen Wildcardteams in einem Zimmer untergebracht zu sein?
Jan: Man muss dazu sagen, das wir darüber zuvor keine Auskunft bekommen haben, in welchem Hotel oder in welchen Zimmern wir untergebracht werden. Aber sieben Mann, sieben Räder und sieben mal Chaos in einem kleinen Hostel-Zimmer war schon lit. Gesprächsbedarf war vorprogrammiert! Am Ende war es aber eigentlich ganz lustig. Es war immer was los, wodurch man sich, denke ich, auch viel näher kennengelernt hat. Gefühlt war es jedenfalls wie eine Reise zurück in die Ära der Klassenfahrten.
Robin: Ja, genau. Es hat sich angefühlt wie auf einer episch lustigen Klassenfahrt!

Gab es irgendwelche Verletzungen, mit denen du dich rumschlagen musstest, Jan?
Jan: Nein, ungewöhnlicher Weise eigentlich keine – zumindest keine großen.

Aber du konntest am Ende der Woche nicht mehr wirklich laufen, oder?
Jan: Ja, übersauerte Muskeln bis zum geht nicht mehr. Ich würde schon mal gern die Kilometerzahl wissen, die wir in Paris abgerissen haben. Wobei ich einmal von ‘nem Kerl gesnaket wurde und beim Abbremsen mir die Sehne hinten schön gecutet habe, genau auf Höhe des Schuhs. Damit habe ich heute noch zu kämpfen.

“Ich würde schon mal gern die Kilometerzahl wissen, die wir in Paris abgerissen haben.” – Jan Mihaly

Wie stressig war die letzte Nacht vor der Abgabe?
Robin: Eigentlich ganz okay. Was wirklich stressig war, war der Abgabetag, an dem mein Videoprogramm nicht wollte …
Jan: Hahaha! Ich wusste irgendwie, dass diese Frage kommen musste. Aber das muss eigentlich Robin erklären. Wie gesagt, war nach der Session meine Arbeit eigentlich getan und ich konnte mich mehr oder weniger zurücklehnen und abwarten, was Robin so zaubert. Doch die letzte Nacht war anders. Es gab die schon angesprochenen Probleme mit dem Videoprogramm oder wie auch immer. Jedenfalls musste Robin deshalb geschwind ‘ne Nachtschicht einlegen und weigerte sich, das Zimmer für die nächsten 24 Stunden zu verlassen.

Gab es bei dem ganzen Stress einen Moment, wo ihr euch am liebsten gegenseitig an die Gurgel springen wolltet?
Robin: Eigentlich nicht, war alles cool! Oder Jan?
Jan: Also eigentlich war echt alles cool zwischen uns! Wobei es für mich doch so drei Momente gab, an dem ich dich gern zum Mond geschickt hätte, Robin. Das erste Mal, als du zurück nach Deutschland musstest, um deinen Führerschein zu machen. Das zweite Mal, also du unbedingt zu diesem einen Spot wolltest und wir den halben Tag dafür gebraucht haben und dann gekickt wurden. Und drittens, als du meintest, wir schaffen es nicht, das Video abzugeben, weil du keinen Bock mehr hast.
Robin: Ja, ist bisschen blöd gelaufen, aber ist ja noch alles gut ausgegangen, oder?

Das könnte man so sagen. Habt ihr damit gerechnet, so gut abzuschneiden?
Jan: Niemals! Nachdem wir überhaupt überrascht waren, die Wildcard zu gewinnen, haben wir uns eigentlich schon mit einem hinteren Platz abgefunden.
Robin: Nope, hahaha! Für uns war die Gratisreise nach Paris schon genug, aber als es dann noch ein iPhone for free gab … Ciaoooo!

Welches von den anderen Videos hat euch persönlich am besten gefallen und warum?
Robin: Schwierige Frage. Persönlich fanden wir alle Videos richtig gut, weil es cool war, zu sehen, was alle innerhalb von einer Woche bloß mit einem Smartphone und einem BMX erschaffen haben.
Jan: Natürlich war das Video von Tyler [Fernengel] und Rich [Forne] – wie zu erwarten ein Banger! Vor allem was Rich aus einem Handy gezaubert hat, ist kinoreif! Doch ich muss zugeben, dass mir das Video von Julian Molina und Fernando Rodriguez eigentlich am besten gefallen hat. Ich kannte Julian bisher nur flüchtig durch ein paar kleine Videos auf Instagram, aber was er trotz Handicap auf seinem Rad anstellt und welche Leidenschaft er dabei hat, ist einfach nur inspirierend. Für mich jedenfalls nicht nur auf Fahrerseite, sondern auch filmtechnisch eins der krassesten Videos der Woche.

Okay, kommen wir zum Ende. Möchtet ihr noch etwas loswerden oder jemanden danken?
Robin: Also erstmal danke an dich Markus für das Interview und natürlich ein riesen Dank an ALLE, die an dem Projekt beteiligt waren und danke an jeden für die gute Zeit in Paris!
Jan: Ich möchte mich auf jeden Fall gerne beim ganzen Sosh-Team bedanken, die mir nicht nur die Möglichkeit gegeben haben, Erfahrungen zu sammeln und viele neue Leute kennenzulernen, sondern in meinem Augen auch einen echt guten Job gemacht haben und ein Topevent auf die Beine gestellt haben. Danke auch an Bodo Hellwig und SIBMX, die mich auch hier wieder kräftig mit Sachen von Odyssey und Sunday unterstützt haben. Danke vor allem aber an Robin Kachfi, der auch in Extremsituationen an mich glaubte, ein Hammervideo produziert hat und diese Woche mit mir teilte! Danke an alle Locals, die uns ihre geheimen Spots anvertrauten. Danke an alle Dozenten, die es mir hoffentlich nachsehen, das ich die erste Woche des neuen Semesters versäumt habe, und danke allen, die mich bis hier unterstützt haben und BMX und solche Events genauso feiern wie ich. Danke da für!

Das #soshurbanmotion-Video von Jan Mihaly und Robin Kachfi geht in Kürze online.

Fotos: Tom Kilcoyne & Hadrien Picard

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