Johann Abhalter macht sich seit etwa 10 Jahren an Berliner Streetspots und Skateparks zu schaffen und wurde nun mit knackigen 30 von der #sibmxfamily adoptiert! Der gebürtige Erzgebirgler fährt nämlich ab sofort für Sunday Bikes und Odyssey BMX. Herzlichen Glückwunsch! Für diesen Bikecheck haben wir die Black Beauty, die er sich da zusammengeschraubt hat, einmal genauer unter die Lupe genommen und seinen Besitzer gleich noch zum Interview gebeten. Check it!
Rahmen: Sunday Darkwave in 21’’
Gabel: Fiend Invest mit 26 mm Vorlauf
Lenker: Odyssey UpperCut in 9’’
Griffe: Odyssey Broc Raiford
Lenkerenden: Odyssey Broc Raiford
Bremsanlage: /
Vorbau: Odyssey Walsh
Steuersatz: Sunday Internal SB
Sattel: Sunday Silva
SattelstĂĽtze: Odyssey Pivotal (300 mm)
Kurbel: Odyssey Thunderbolt LHD in 170 mm
Tretlager: BSD Substance Mid
Pedale: Odyssey Grandstand V2
Kettenblatt: Odyssey Utility Pro 28T
Ăśbersetzung: 28/9
Kette: Odyssey Bluebird
Reifen: Merritt Phantom in 20 x 2,50″
Laufräder: Odyssey (Felgen: Hazard Lite, Naben: Antigram V2 und Vandero Pro)
Hubguards: G-Sport Uniguard
Pegs: Odyssey JPeg Longer in 4,5’’
Modifikationen: /
Reifendruck: 3 Bar
Gewicht des Rades: 12 kg
Körpergröße: 1,83 m

INTERVIEW MIT JOHANN ABHALTER:
Hey Johann, meiner! Was hast du in letzter Zeit so getrieben?
Moin Markus! In letzter Zeit habe ich viel malocht, ein paar hĂĽbsche Momente mit meinen Freunden erlebt, die Familie besucht und mein Zimmer umgestaltet. Auf dem Rad ist auch ein bisschen etwas herumgekommen und es wurde vor kurzem der letzte Clip fĂĽr mein Potsdam-Video abgedreht. DafĂĽr habe ich jetzt die letzten 3 Jahre Clips gefilmt und ich freue mich sehr alles geschafft zu haben, was ich mir dafĂĽr in den Kopf gesetzt hatte.
Uh-ha, wir sind auf das Ergebnis gespannt! In letzter Zeit hast du dich außerdem viel als DJ auf Partys rumgetrieben, wie man in deinen Storys beobachten konnte. Fällt es dir leicht alle deine Hobbys unter einem Hut zu bekommen?
Ja, das stimmt. Das mit dem Auflegen ist jetzt auch noch so ein Ding geworden. Meistens funktioniert das schon recht gut zusammen, Nur gibt es immer wieder mal Events, die in der Vorbereitung recht viel Zeit brauchen, und da bleibt dann das Radfahren auch mal auf der Strecke.
Was legst du denn fĂĽr Musik auf und wo kann man zu deinen Tunes absteppen?
Ich lege Housemusik auf und wir machen so Partys ĂĽber unser Kollektiv Kabelbrand. Eine konkrete Veranstaltung gibt es momentan aber nicht.

Bist du ein ausgemachter Railslayer, oder was hat es mit deinem Instagram-Namen auf sich?
Das kann ich leider nicht von mir behaupten, wobei ich auch schon das ein oder andere Rail geslayed habe. Der Grund fĂĽr meinen Namen ist, dass ich damals Teil einer Snowboardcrew namens deRail war und im Eifer des Gefechts hab ich mir dann den @derailsslimshady zusammengereimt.
Du bist das neuste Mitglied der #sibmxfamily. Wie kam es dazu?
Das kam dadurch zu Stande, dass Jan Mihaly aufgehört hat, für Sport Import zu fahren – und deshalb wurde ein Platz frei. Zu meinem großen Glück haben Flocksn und Adrian bei Bodo ein gutes Wort für mich eingelegt und er hat dem Ganzen dann zugestimmt.

Dein Rad ist komplett schwarz. Bist du nicht so der farbenfrohe Typ, oder woran liegt das?
Ein farbenfroher Typ bin ich auf jeden Fall. Ich hab auch tatsächlich eine Weile über farbliche Akzente nachgedacht und ein paar Ideen dazu gesammelt. Aber schlussendlich wollte ich es dann doch so unkompliziert halten wie nur möglich. Es gab auch so schon einige Teile, die nicht verfügbar waren – und da dachte ich mir, an Schwarz sehe ich mich wenigstens nicht so schnell satt. Also, mit der Zeit wird mein Rad bestimmt etwas farbenfroher.
Sunday hat viele tolle Rahmen im Angebot. Warum hast du dich ausgerechnet für den Darkwave in 21“ entschieden?
In erster Linie habe ich mich für den Rahmen entschieden, weil Jared Duncans Bike recht fresh kam und ich dachte mir, der wird schon wissen, was gut ist. Außerdem ist der Rahmen von den Maßen her sowohl an Street als auch an Park angepasst und das passt für meinen Fahrstil ganz gut. Vom Design her fand ich ganz edel, wie die goldene Beschriftung etwas subtiler durch das Schwarz schimmert. Zudem glaube ich auch daran, das diese Verstärkung zum Steuersatz am Unterrohr nochmal extra Stabilität bringt.

Du bist gerne auf dem Vorderrad unterwegs. Wäre da eine Gabel mit weniger Vorlauf nicht besser gewesen?
Das ist definitiv ein Punkt, bei dem noch Verbesserungsbedarf besteht. Nur gab es die Gabel, die mir besonders gefallen hat nicht in einer kürzeren Ausführung. Und so ist es halt die mit dem etwas längerem Vorlauf geworden.
Gibt es sonst etwas, bei dem du an deinen Rädern besonders pingelig bist?
Ja, da gibt es schon so ein paar Punkte. Recht pingelig bin ich zum Beispiel bei den Kontaktteilen. Griffe mĂĽssen fĂĽr mich immer recht lang, super weich und damit auch von Anfang an sehr dĂĽnn sein. Bei Pedalen achte ich immer darauf, dass sie ein groĂźes Plateau haben. Was fĂĽr mich auch noch sehr wichtig ist, ist, dass mein Lenker leicht in der Chicago-Neigung sitzt. Das hat sich ĂĽber die Jahre so als meine perfekte Lenkereinstellung herauskristallisiert.
Was für mich […] sehr wichtig ist, ist, dass mein Lenker leicht in der Chicago-Neigung sitzt.
Was hat es mit der langen Sattelstütze auf sich. Brauchst du die für irgendwelche Tricks oder mehr so für den Weg zum Späti?
Der hohe Sattel ist vor allem meinem körperlichen Verfall geschuldet. Genauer gesagt, kann ich meine Beine nicht mehr so easy einknicken und mein Rücken braucht eine aufrechte Haltung auf dem Weg zum Späti. Die meisten Tricks gehen mit dem Sattel im Weg gar nicht mal so gut, aber dafür habe ich jetzt bei Pullupbars mehr Klemmkraft.
Und bei der Kette, kein Bock auf Halflink?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Halflinkketten nicht wirklich länger halten. Also fahre ich lieber die Standardkette. Die ist auch etwas leichter.

Deine Reifen sind sehr dick. Ist das nicht zu breit fĂĽr die Gabel und den Hinterbau? Und gibt es deiner Meinung nach irgendwelche konkreten Vorteile von solch dicken Dingern?
Also, besonders viel Platz hab ich zwischen Gabel und Reifen tatsächlich nicht, und dadurch schleift der Reifen häufiger. Aber das nehme ich gerne in Kauf, weil die dicken Reifen den Vorteil haben, dass sie von Anfang an eine besonders breite Kontaktfläche haben und das hilft mir dabei, Manuals besser zu balancieren. Allgemein gibt es für mich auch keinen Reifen, der an das Fahrgefühl von dem Merritt Phantom herankommt. Und auch für Slides ist er perfekt.
Bei 3 Bar Reifendruck nehme ich mal an, dass du nicht so oft Transition fährst. Liege ich da richtig?
Da liegst du ganz richtig. Ich fĂĽhle mich definitiv wohler damit Grind- und Manualcombos zu machen, als mich mit Mach 10 ĂĽber irgendwelche Rampen zu jagen. Aber wenn es mal dazu kommt, dass ich Transition fahre, komme ich auch mit wenig Luft auf dem Reifen ganz gut klar.

Warum Stahlpegs und Kassette anstatt Plastik und Freecoaster?
Es gab bei mir mal eine längere Freecoasterphase, in der mir ständig irgendetwas daran kaputt gegangen ist. Das war mir dann ab einem bestimmten Punkt einfach zu teuer. Daraufhin hab ich mir dann meine alte Kassettennabe wieder eingebaut und seitdem habe ich die Freude daran nicht mehr verloren. Ich mag an der Kassette besonders, dass man die Geschwindigkeit in Fakies regulieren kann – und natürlich auch die direkte Druckübertragung in Tailtaps. Außerdem finde ich das Ratschen irgendwie angenehm. Bei den Pegs ist es ähnlich. Stahlpegs sind einfach langlebiger und die klingen auch einfach besser.
Du hast geschrieben, dass du die Uniguards von G-Sport fährst. Auf den Fotos von deinem Rad sind aber Odyssey-Hubguards zu sehen. Hast du die mittlerweile ausgetauscht und wenn ja, warum?
Oh das hab ich dann wohl falsch kommuniziert. Ich fahre das Uniguard nur beim Driver und die restlichen Guards sind die zur Nabe gehörigen Plastikhubguards.

Kommen wir langsam zum Ende. Was steht in nächster Zeit so bei dir an?
Bei mir steht in nächster Zeit der Halloween Jam in Hannover an. Ansonsten kann ich es kaum erwarten, weiterhin für Tacheles filmen.
Super, dann sehen wir uns da wahrscheinlich. Möchtest du zum Schluss noch jemanden grüßen oder irgendwelche Weisheiten mit der Welt teilen?
An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei Bodo Hellwig von SIBMX für die Chance und den Support bedanken. Zudem möchte ich mich auch noch tausendfach bei Flocksn bedanken. Flo hat mir auf dem Weg hierher super viel geholfen, sei es mit Fahrradteilen, mit Ausflügen, mit seinem guten Rat als Freund, mit Geduld an der Kamera und allgemein auch sehr geholfen, Anschluss hier in Berlin zu finden.
Danke auch an Adrian Warnken fĂĽr die UnterstĂĽtzung dabei, mich ins Team aufzunehmen.
Zu guter Letzt geht natĂĽrlich auch ein groĂźes s/o an meine Eltern raus, die mir von klein auf die Freiheit und die nötige UnterstĂĽtzung gegeben haben. Das wars dann von meiner Seite. Macht’s gut!

Johann Abhalter ist 30 Jahre alt, kommt ursprünglich aus dem Erzgebirge, lebt jetzt aber in Berlin und fährt über SIBMX für Sunday Bikes sowie Odyssey BMX.
Fotos: Mia Neumann
Intro: Flocksn
Interview: The Medialist
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