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Darryl Tocco über das Kink House

Party, Strand und BMX – sechs Monate lang überwinterte das Kink Team in einem Apartment in Kalifornien, bevor eines Tages die Kündigung unter der Tür durchgeschoben wurde. Darryl Tocco erzählt uns, warum die gemeinsame Zeit trotzdem der Hammer war.

Willkommen im Kink House, treten sie ein!

Was war die Idee hinter dem Kink House?
Das Kink House war einfach ein cooles Apartment in Kalifornien, in dem das Kink Team sechs Monate lang zusammen gewohnt hat. Wir haben dort viel gechillt, sind BMX gefahren, haben gefilmt, Fotos geschossen und Partys gefeiert. Die Idee dahinter war, unseren Teamfahrern, die ja hauptsächlich aus dem Nordosten der USA stammen, eine Art Winterquartier zu bieten. Die gemeinsame Zeit war der Hammer, und ich fühle mich geehrt, dass ich ein Teil davon sein durfte.

Wer hatte die Idee zu diesem Projekt?
Jay [Roe, Kinks Teammanager; Anm. d. Red.] meinte eines Abends zu mir, dass es doch cool wäre, wenn wir für das Team eine Wohnung in Kalifornien mieten würden. Wir haben dann ein bisschen hin und her überlegt und letztendlich wurde uns klar, dass so etwas tatsächlich bezahlbar wäre. Man sollte es nicht für möglich halten, aber es ist tatsächlich billiger, sechs Monate in Kalifornien Miete zu zahlen als acht Teamfahrer für zwei Wochen nach Australien zu schicken. Die Jungs bei Kink davon zu überzeugen, war dann ein Kinderspiel.

Darryl Tocco ist bei Kink für die Videoproduktion und Barspin Gaps zuständig

War es schwierig, eine geeignete Wohnung zu finden?
Nein, eigentlich nicht, wir wollten ja keine Villa mieten. Wir haben auch recht schnell ein relativ günstiges 2-1/2-Zimmer-Apartment gefunden. Kink hat die Miete übernommen, aber Jays und mein Name standen im Mietvertrag, was uns schon ein wenig gestresst hat, weil wir bei Problemen den ganzen Ärger abbekommen haben. Und zu solchen Problemen kommt es unweigerlich, wenn man bis 14 BMX-Fahrer zu Besuch hat.

Wo in Kalifornien war das Apartment und wer hat dort alles gewohnt?
Unser Apartment war in Long Beach, nur drei Blocks vom Strand entfernt. Jay Roe, Aaron Smith, Tony Hamlin und ich haben hier fest gewohnt, aber natürlich schauten fast das gesamte restliche Team und einige Freunde vorbei und wohnten teilweise eine Zeit lang bei uns.

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Wer war der größte Faulpelz, wer hat den Abwasch gemacht und wer hat die meisten Frauen mit nach Hause gebracht?
So richtig faul war niemand. Alle haben das tolle kalifornische Wetter voll ausgenutzt, um jeden Tag geile Spots zu fahren. Ich würde sagen, dass Tom Dillion und ich am meisten am Spülbecken standen. Was die Frauen angeht: kein Kommentar.

Es gibt doch bestimmt tausend krasse Geschichten, die im Kink House passiert sind.
Ehrlich gesagt: eigentlich nicht. Ich finde, es ist alles im Rahmen geblieben. Klar, wir haben uns ab und zu betrunken, aber die Leute sind dann nicht ausgeflippt. Es gab ein oder zwei Mal Stress in einer Bar oder irgendjemand hat mal ein Mädel abgeschleppt. Aber insgesamt haben wir uns auf das Fahrradfahren konzentriert. Allen war klar, was für eine tolle Chance dies war, und die wollten wir auch nutzen.

Shaka Brah: Tony Hamlin ließ sich die Chance nicht entgehen, in Kalifornien regelmäßig Surfen zu gehen

Du kommst ja ursprünglich von der Ostküste. Wie unterscheidet sich das Leben in Kalifornien von dem zuhause?
Das ist wie Tag und Nacht, vor allem, was die Jahreszeiten angeht. Ich werde die Ostküste immer lieben, aber die Veränderung hat mir definitiv gut getan. In Kalifornien ist einfach alles anders: die Leute, die Spots, das Wetter und der ganze Lifestyle.

Hat Kalifornien deine Erwartungen erfüllt?
Bevor wir in das Kink House eingezogen sind, war ich sicher schon 20-mal in Kalifornien. Dennoch macht es einen Unterschied aus, wenn man tatsächlich hier lebt. Erst dann lernt man die Szene richtig kennen. Überall laufen Verrückte und Druffis rum und du triffst andauernd irgendwelche Pro-BMXer, -Skater oder Promis auf der Straße. Es ist schon verrückt hier.

http://mpora.com/videos/GXI1Bo3Pu
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Was hat dir an der Westküste am besten gefallen? Und was am wenigsten?
Am besten hat mir gefallen, dass ich mit meinen besten Freunden jeden Tag draußen fahren konnte. Aber ich habe auch einiges vermisst, wie z.B. meine Familie und gutes Essen.

In Kalifornien ist das Wetter das ganze Jahr lang nahezu perfekt. Seid ihr dadurch faul geworden oder seid ihr trotzdem jeden Tag Sessions gefahren? Ich kann ohne schlechtes Gewissen sagen, dass wir in sechs Monaten nur an sechs oder sieben Tagen nicht draußen waren. Das lag dann vor allem daran, dass wir zu fertig, krank oder verkatert waren. Wenn draußen die Sonne scheint und es 25 °C warm ist, dann kann man als BMXer einfach nicht die Beine stillhalten.

Was habt ihr gemacht, wenn ihr nicht BMX gefahren seid?
Wir sind manchmal an den Strand gegangen, aber meistens haben wir doch eher zuhause gechillt und haben Xbox gespielt oder Videos geguckt. Dank James Steeles Überredungskünsten wurde auch schon mal ein Bier zum Mittagessen verhaftet.

Winter in Kalifornien: abkeimen vor der Xbox, während draußen die Sonne scheint

Wieso seid ihr letztendlich aus dem Apartment rausgeflogen?
Unser Mietvertrag wurde gekündigt, weil einfach zu viele Beschwerden wegen Lärmbelästigung gegen uns vorlagen. Bei uns war immer was los und manchmal sind wir auch erst sehr spät von einer Session nach Hause gekommen. Wenn du dann mit zehn Rädern vor der Haustür stehst, kann es schon mal etwas lauter zugehen. Zehn Typen, die von einer Kneipentour zurückkommen, können manchmal laut sein. Mädchen können manchmal laut sein. Zehn Typen, die 100 Biere trinken, sind definitiv immer laut.

Das Ende vom Lied: die vorzeitige Kündigung

Wird es nächstes Jahr wieder ein Kink House geben?
Das hoffe ich doch schwer!

Was steht als Nächstes bei dir an?
Jay und ich werden noch bis Ende des Jahres in Kalifornien bleiben. Wir haben auch schon eine neue Wohnung, die wir uns mit ein paar Freunden teilen. Ansonsten bleiben wir mit Kink natürlich am Ball. In ein paar Wochen geht es erst mal auf Shop-Tour an der Ostküste, danach fliegen wir nach Frankreich, um dort Trails und Street zu fahren. Wir können einfach nicht stillsitzen.

Sachen packen und auf zu neuen Abenteuern – das Kink House ist Geschichte. Ob es eine Fortsetzung gibt?

Möchtest du noch jemanden danken?
Es ist einfach unglaublich, was wir in den letzten Jahren alles erlebt haben. Dafür möchte ich Zach, Reez, Jay, Aaron Burto und all den anderen Leuten bei Kink herzlich danken. Sie machen es erst möglich, dass wir die ganze Welt bereisen und alle diese tollen Erfahrungen machen können. Das werden ich und der Rest des Teams ihnen niemals vergessen. Für mich steht auf jeden Fall fest: von den Core-Firmen kümmert sich keine so gut um ihre Fahrer wie Kink.


Zum Abschluss erteilt Sean Sexton seinen Teamkollegen noch eine Lehrstunde in Sachen Radkontrolle:

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