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Bikecheck

Ben Lewis Bikecheck

Während der Weltpremiere von Still United in Hastings haben wir nicht nur ein Video von der Session im Source Park gefilmt, sondern die Gelegenheit genutzt, auch noch zwei Bikechecks mit Ben Lewis und Corey Martinez zu schießen. Den Anfang macht heute Benny L, der sich für den Jam extra ein neues Rad mit seinen Signatureteilen von Fitbikeco. zusammengeschraubt hat. Warum der britische Edeltechniker seinen Vorbau umgedreht hat, keine griffigen Pedalen mag und auf einen extrem kurzen Hinterbau setzt, sind einige der Fragen, die er uns im folgenden Interview beantwortet.

Ben Lewis mag es kurz und wendig

Rahmen: Fitbikeco. Benny L in 20,5″
Gabel: Fitbikeco. Shiv
Lenker: Fitbikeco Benny L in 8,85″ (ungekürzt)
Grips: Fitbikeo. Benny L
Lenkerenden: Fitbikeco. Benny L
Bremsen: keine
Vorbau: Fitbikeco. Benny L it 46 mm Vorlauf
Steuersatz: Animal Bikes
Sattel: Fitbikeco. Tripod
Sattelstütze: Fitbikeco. Tripod
Kurbel: Fitbikeco. Indent in 165 mm (2-teilig, 24-mm-Achse)
Tretlager: Fitbikeco.
Pedale: Animal Bikes Hamilton (Plastik)
Kettenblatt: Fitbikeco. Key Guard (Spline Drive)
Übersetzung: 25/9? Haha!
Kette: The Shadow Conspircay Halflink
Reifen: Animal Bikes GLH in 2,1″
Laufräder: Prototypen von Animal Bikes
Pegs: Animal Bikes Butcher (4″ mit Plastikhüllen)
Modifikationen: keine
Reifendruck: 4,8 Bar
Gewicht: keine Ahnung
Körpergröße: Keine Ahnung. 1,78 vielleicht?

Yo, Ben! Was geht? Was hast du in letzter Zeit so getrieben?
Ich hatte das Glück, dem englischen Wetter zu entkommen und viel Zeit in LA zu verbringen, wo ich für die neue etnies-DVD und ein Monster-Energy-Projekt gefilmt habe. Und als ich zwischendurch kurz zu Hause in Liverpool war, habe ich Clips für das nächste Mixtape von DUB gesammelt.

Hört sich gut an! Was ist die an deinen Rädern besonders wichtig?
Am wichtigsten ist mir, dass meine Räder kurz und wendig sind. Das Gewicht ist mir vollkommen egal, aber meine Reifen müssen knapp unter 5 Bar draufhaben, sonst fühlt sich das alles nicht richtig an. Und mein Lenker muss von der Gabel aus gesehen ein bisschen nach vorne stehen.

Du fährst die zweite Auflage deines Signaturerahmens von Fitbikeco. Was für besondere Features hat der?
Es handelt sich bei meinem Rahmen um einen sehr wendigen Rahmen für technisches Streetfahren. Der Steuerkopfwinkel beträgt 75,5° und der Hinterbau ist mit 12,8-13,1“ realtiv kurz. Außerdem haben wir die Produktion des Rahmens von den USA nach Taiwan verlagert, um ihn für die Vertriebe und Fahrer erschwinglicher zu machen. Jetzt ist er eine ganze Ecke preiswerter, aber die Qualität ist noch immer genauso gut.

„Wenn es mich juckt, muss ich mich einfach kratzen.“

Bisher bist du immer ein sehr gutes Oberrohr gefahren. Vor Kurzem hast du nun von 20 zu 20,5“ gewechselt. Was ist der Grund dafür?
Ich experimentiere gerne ein wenig rum und teste zum Beispiel mal dicke, dann wieder schmale Reifen oder verschiedene Sattelformen und Peglängen. Wenn es mich juckt, muss ich mich einfach kratzen. In diesem Fall wollte ich herausfinden, wie es sich anfühlt, vorne mehr Platz zu haben.

Und wie kommst du damit zurecht?
Mir gefällt es, ein wenig mehr Platz zu haben, aber im Großen und Ganzen hat sich nicht viel geändert. 540s scheinen ein wenig schwieriger zu sein, aber seltsamerweise sind dafür Tricks wie Manuals etwas einfacher.

Du hast bereits erwähnt, dass der Hinterbau an deinem Rahmen extrem kurz ist. Was ist der Grund dafür?
Dafür gibt es viele Gründe. Der Hauptgrund ist, dass das Rad dadurch sehr wendig ist. Es fühlt sich so an, als ob ich damit Wände wie eine Transition fahren kann. Die Spins werden damit auch einfacher und man kommt viel einfacher in Manuals rein.

Woher kommt eigentlich deine Vorliebe für kurze Räder?
Als ich anfing zu fahren, war Troy McMurray mein Lieblingsfahrer. Und der fuhr neben einem vierteiligen Castillo-Lenker einen Sabbath von S&M Bikes, der ja bekanntlich ein Flatlandrahmen war. Ich habe damals versucht, sein Rad möglich originalgetreu nachzubauen. Für mich sieht ein Rad so am meisten nach Street aus.

Für mich sieht ein Rad so am meisten nach Street aus.

Sowohl deine Rahmen als auch deine Signaturegriffe von Fitbikeco. tragen ein Logo in Form eines umgedrehten Kruzifixes. War das deine Idee?
Nein, aber ich habe mich sofort in das Design verliebt. Ich bin überhaupt nicht religiös, aber ich habe auch nichts gegen Leute, die es sind. Ich habe halt ein Tattoo im Gesicht, das so ähnlich aussieht, und bin der Meinung, das mich das Design gut widerspiegelt, also möchte ich es überall draufhaben.

Warum hast du deinen Vorbau umgedreht?
Der Vorbau wurde von Ben Ward [Produktdesigner bei Fitbikeco.; Anm. d. Red.] so designt, dass man ihn so oder andersrum fahren kann. Ich mag es, wenn mein Lenker etwas höher ist, stehe aber nicht so auf das Aussehen von Toploadern, riesigen Lenkern oder vielen Spacern. Insofern schien es mir am logischsten, den Vorbau einfach umzudrehen.

Fährst du 165-mm-Kurbeln, damit deine Fersen trotz des extrem kurzen Hinterbaus nicht gegen die Pegs kommen?
Nein, meine Fersen kommen trotzdem noch gegen die Pegs. Aber sicher, ein wenig mehr Platz habe ich dadurch schon. Der Hauptgrund ist aber, dass die Füße bei einer 165-mm-Kurbel enger zusammenstehen. Und dadurch kommst du bei Drehungen besser rum. Animal plant demnächst sogar 160er Kurbeln rauszubringen. Die werde ich auf jeden Fall ausprobieren!

„Ich hasse einfach griffige Pedale.“

Warum grindest du als erstes komplett die Pins runter, wenn du dir neue Pedale anbaust?
Haha, ich hasse einfach griffige Pedale. Wenn ich neue Pedalen anbaue oder neue Schuhe anziehe, fühlt es sich an, als ob ich Clip-in-Pedalen fahren würde. Also fahre ich zum nächsten Bürgersteig und grinde die Pins runter.

Als wir vorhin die Fotos von deinem Rad geschossen haben. meintest du, dass du am liebsten einen noch niedrigeren Sattel fahren würdest. Warum?
Ich mag es einfach, wenn der Sattel nicht im Weg ist. Dadurch sind Tailwhips einfacher, und ich finde außerdem, dass ein Rad mit einem sehr niedrigen Sattel einfach besser aussieht.

Du testest im Moment einen Laufradsatz von Animal Bikes. Was kannst du uns darüber sagen?
Die Laufräder sind als preiswerte Alternative zu der Javelin-Nabe und die RS-Felgen gedacht, die man bisher ja individuell zusammenstellen muss. Leider ist es nicht geplant, dass die Naben in naher Zukunft in Produktion gehen werden, was echt schade ist! Denn beide Naben halten bei mir bereits seit drei Jahren – und das trotz Dauerbelastung.

Gibt es irgendwelche neuen Signatureprodukte von dir, die in Planung sind?
Darüber kann ich im Moment leider nicht sprechen, haha. Aber wahrscheinlich wird es ein paar neue Farben geben, also lasst mich eure Wünsche auf Instagram wissen (@_bennyl).

 

Alles klar, kommen wir langsam zum Ende. Was steht bei dir als Nächstes an?
Ich bin jetzt erst einmal einen Monat lang zu Hause, worauf ich mich schon freue. Ich werde die Gelegenheit nutzen, um Clips für Graft 3 von DUB BMX zu filmen und Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Es kommt selten vor, dass ich so lange am Stück in Liverpool bin.

Na dann viel Spaß dabei! Möchtest du zum Schluss noch jemanden danken?
Danke an Fitbikeco., etnies, The Source, Monster Energy, Dub BMX, Animal Bikes, 4Down Distribution und an meine ganze Familie und all meine Freunde.

Ben Lewis ist 31 Jahre alt, wohnt in Liverpool und fährt für Fitbikeco., Animal Bikes, 4Down Distribution, etnies, Monster Energy, The Source und DUB BMX.

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