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Mixtape: Kopfnicken mit Benni Kopp

There’s a new guitar in town! Die Zeiten, in denen man ausnahmslos alle BMXer mit Jimmy Eat World glücklich machen konnte, sind lange vorbei. Und auch das weit verbreitete Zurschaustellen von Street Credibility mit Hilfe von 50 Cent auf dem MP3-Player und verkrampften Gangsigns ist nicht mehr mehrheitsfähig. Was heute zum Radfahren und Rumhängen gehört wird, erfahrt ihr in unserer neuen Rubrik „Mixtape“ aus erster Hand.

Als Kandidaten für die erste Folge haben wir uns Benni Kopp ausgesucht, denn Benni ist nicht nur amtierender Deutscher Meister in der Halfpipe, Eastern-Bikes-Teamfahrer und außerdem noch etnies-Teammanager, sondern auch ein ausgewiesener Hiphop-Liebhaber. Bereits seit Ende der 90er bastelt der Bielefelder in seiner Freizeit selber Beats zusammen, die wir übrigens das ein oder andere Mal schon für unsere Videos benutzt haben (wie z. B. HIER) und hat sich über die Jahre eine amtliche Plattensammlung zugelegt. Wozu er 2011 am liebsten mit dem Kopf genickt hat, könnt ihr euch in seiner Playlist anhören. Und wer danach Lust bekommt, zu genau solcher Musik feiern zu gehen, sollte es einmal mit den Freundeskreis-Partys im Bielefelder Stereo-Club versuchen, denn auf diesen steht Benni als Kenny Bopp einmal im Monat hinter den Plattentellern.

Bei der Höhe dieses Barspin Airs sollten sogar unbekannte Graffitikünstler aus Recklinghausen genug Zeit für die Lektüre des Exit-Texts aus Ausgabe 103 haben, bevor Benni wieder landet

2011 ist eine Menge interessanter Hiphop herausgekommen. In den letzten Jahren ist es wieder zunehmend in Mode gekommen, Samples zu benutzen und klassischen Boom-Bap/Golden-Era-Sound im Stil der 90er zu produzieren. Hier sind fünf Stücke, die diesem Sound entsprechen und mir im vergangenem Jahr besonders gut gefallen haben:



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1. Evidente von den Dilated Peoples aus LA brachte 2011 über das Label Rhymesayers aus Minneapolis seine zweite LP „Cats & Dogs“ heraus. Die erste Singleauskopplung „You“ wurde vom legendären New Yorker Produzenten und der instrumentalen Hälfte von Gangstarr, DJ Premier, produziert und geht mit Drums, Piano, Strings, Vocalsample und den klassischen Premo-Scratches mal wieder stark in Richtung Golden Era.

2. Ebenfalls von der Westküste kommt Truthlive. Die Single „Ready Set Go“ featuring Moe Green ist von seinem Debutalbum „Patience“, das auf dem Bay-Area-Label Interdependent Media erschienen ist. Truthlive ist auch einer der Mitbegründer dieses Underground-Labels. „Ready Set Go“ wurde, wie das gesamte Album, von Jake One produziert.

3. Elzhi von Slum Village aus Detroit brachte kürzlich die Live-Coverversion eines der wohl besten Hiphop-Alben aller Zeiten, Nas – „Illmatic“ (1994), heraus. Die Beats wurden allesamt live von der Band Will Sessions eingespielt. „It ain’t hard to tell“ kam im Original von Large Professor, und dieses Will Sessions/Elzhi Cover ist hervorragend gelungen.

4. Die Produzentenliste des 2011er Debutalbum „For the Record“ des New Yorkers MCs Torae umfasst eine hochkarätige Mischung aktueller und all-time-classic Hiphop-Produzenten der Ostküste und hat auch in dieser Hinsicht viele Parallelen zu Nas’ Debutalbum „Illmatic“. Die ebenfalls von DJ Premier produzierte Single mit dem Albumnamen „For the Record“ zeigt wieder mal, dass Premo auch mit Mitte 40 noch Klassiker produzieren kann.

5. Clip ST. Da Squad’s „Welcome to Lawtown“ beginnt erst ab 1:20 als eigentlich zweiter Track dieses Videos. Der Introbeat kommt von Edo G und stammt vom 1994 erschienenen Album „Criminal Definite“ von Scientifik, dem auch dieser Track gewidmet ist. Der Beat von „Welcome to Lawtown“ ist ebenfalls klassisch samplebasiert und hat einen schönen Scratch-Chorus/Hook. Produziert hat ihn DC the Midi Alien aus New Hampshire und als Feature ist REKS zu hören.

Remmi und Benni im Dev.-Hauptquartier in Bielefeld

Fotos: Martin „Unwort des Jahres“ Ohliger

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