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Menschen

#damalsdonnerstag mit Kilian Roth

Für den heutigen Folge von #damalsdonnerstag reisen wir zurück ins Frühjahr 2011. Blättert man in Ausgabe 98 unseres Printmagazins (RIP) herum, findet sich auf den Seiten 26 bis 36 ein Artikel über acht junge Herren, die damals zu den hoffnungsvollsten Talenten hierzulande zählten. Einer davon war der 14jährige Kilian Roth, dessen Interview mit einem Foto bebildert war, über das der unglaubliche xmx folgende Bildunterschrift in die Tasten gehauen hatte: „Immer wenn ich mir diesen gigantischen Icepick von Kilian Roth angucke, schüttele ich ungläubig den Kopf.“ Der ehemalige Chefredakteur von freedombmx war nicht der einzige BMX-Fahrer in Deutschland, der nicht fassen konnte, was dieser bis dahin unbekannte Jungspund aus dem Allgäu da für ein episches Manöver rausgehauen hatte. Aber seht selbst:

Ganz klarer Fall für die Kategorie „Zeitlos“: Kilian Roth, Januar 2011; Foto: Andy Schwarzkopf

Wir haben Kilian ein paar Fragen zu dem Foto gestellt, das ihn mit einem Schlag bekannt gemacht hat (siehe weiter unten). Aber vorher lässt Andy Schwarzkopf, der Mann hinter der Kamera, diese denkwürdige Fotosession noch einmal für uns Revue passieren:

„Im Januar 2011 war das Wetter schon recht früh gnädig und spendete Sonne satt. Also nichts wie raus aus der Hallentristesse und nach Scharnhausen/Stuttgart, um mal wieder an der frischen Luft zu rollern. So kam es, dass mir Thilo Maier aka T-low Maier den 14jährigen Kilian Roth vorstellte und meinte, der junge Mann hätte Bock auf Rails. Gesagt, getan! Wir sind also zu diesem Prachtstück gefahren. Kilian war damals kein Freund großer Worte. Er meinte nur, dass er einen Lucky machen will …

„Ich habe an diesem Tag den kontrolliertesten Icepick fotografiert, den ich jemals bewundern durfte. Und das auch noch first try!“

Daraufhin habe ich mich erstmal heimlich bei T-low erkundigt, ob Kilian denn wisse, was er tue. Nachdem T-low Entwarnung gab, baute ich mein Zeug auf und hatte trotzdem ein mulmiges Gefühl. Währenddessen machte sich Kili mit ein paar 50/50s warm und änderte anschließend spontan seinen Plan: „Ich mach doch lieber ’nen Icepick!“ Ja, ich muss gestehen, dass mir das Ganze nicht geheuer war. Aber ich wurde eines Besseren belehrt und habe an diesem Tag den kontrolliertesten Icepick fotografiert, den ich jemals bewundern durfte. Und das auch noch first try!

Da kommt ein 14 Jähriger aus dem Allgäu an und klärt dieses Rail in einer Souveränität, wie ich es nie vergessen werde – geiler Typ! Schön zu sehen, dass er jetzt nach seiner langen Verletzung wieder am Gas geben ist. Ich wünsche ihm noch viele verletzungsfreie Sessions. Danke!“ – Andy Schwarzkopf

Kilian Roth; Frühjahr 2016; Foto: Fabian Bader

Hey Kilian. Wie lange bist du schon gefahren, als du den Icepick in Scharnhausen gemacht hast?
Grüß dich! Gute Frage. Damals war ich 14, also ungefähr drei bis vier Jahre.

Bist du auf dem Fotoshooting das erstes Mal an dem Spot gefahren?
Ja, Andy Schwarzkopf hat uns zu dem Spot geführt. Ich hatte vorher keine Ahnung, was mich da erwarten würde. Als ich dann davor stand habe ich gedacht: Richtig perfektes Rail, aber auf keinen Fall Icepick!

Hattest du vorher schon mal einen vergleichbaren Icepick gemacht?
Ne, überhaupt nicht. Vorher bin ich hauptsächlich Skatepark gefahren.

Wie viele Versuche hast du gebraucht, bis der Trick im Kasten war?
Das ging alles zum Glück recht schnell. Ein Versuch und das Ding war im Kasten. Aber ich bin dann nochmal hoch, um für die Mittelformatkamera von Andy noch einen zu machen. Bei dem Versuch bin ich dann nach hinten weggerutscht und richtig blöd nach vorne auf die Hände geflogen. Damals war eigentlich noch Winter und somit alles voller Kieselsteine und Schnee. Aber ich war trotz offenen Händen mega happy!

Würdest du sagen, dass der Icepick einer der heftigsten Tricks ist, die du jemals gemacht hast?
Seitdem habe ich eigentlich keinen vergleichbaren Ice mehr gemacht, deswegen würd ich schon sagen ja.

Hattest du Angst vor dem Trick?
Ich glaube, ein bisschen Angst hatte ich schon. Aber damals hat man noch nicht so viel darüber nachgedacht, was alles passieren könnte.

War das dein erstes Foto bei uns im Heft?
Ja. Ich glaube, das war sogar das erste gedruckte Foto von mir überhaupt.

Kein schlechter Einstand! Planst du, zu dem Rail noch mal zurückzukehren und einen anderen Trick daran zu machen?
Haha, erst letztes Wochenende war ich mit Fabian [Bader] noch mal an dem Spot, um einen Clip für meinen nächsten Edit zu filmen. Es war geil, nach fast sechs Jahren wieder mal dort zu sein. Das Rail ist auch echt viel zu perfekt, da ist lange noch nicht alles passiert!

Fotos: Andy Schwarzkopf und Fabian Bader

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