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Evan Brandes Bikecheck

Dass Evan Brandes einen neuen Sponsor an Land gezogen hat, haben wir bereits in der vergangenen Woche auf Facebook und Instagram verkündet. Heute ist die Katze nun aus dem Sack: Es handelt sich dabei um Haro Bikes. Tja, wenn das mal nicht wie die Faust aufs Auge passt! Schließlich ist Evan vor 16 Jahren als Sohn einer waschechten BMX-Familie zur Welt gekommen, sein Vater Dirk fährt hat sich bereits in den frühen 80ern mit dem Zwanzigzollvirus infiziert und Mutter Nicole ist früher regelmäßig bei Contests in der Flatlandklasse an den Start gegangen. Kann man sich da für den Sohnemann einen besseren Sponsor vorstellen als jene Firma, die 1982 den ersten Freestylerahmen der Welt auf den Markt gebracht hat? Wohl kaum!

Mal ganz davon abgesehen, dass Evan natürlich ein überaus talentierten Fahrer ist, der nicht nur über technische Rafinesse verfügt, sondern auch mal einen dicken Stunt raushaut, wenn es die Situation verlangt (siehe zum Beispiel den Ender in unserem Video vom Bielefeld City Jam 2015). Damit passt er perfekt in das Anforderungsprofil für einen Haro-Teamfahrer. Für unseren heutigen Bikecheck haben wir uns sein neues Rädchen einmal genauer angeschaut. Damit ihr das auch tun könnt, hat uns Christoph Neddermeyer freundlicherweise ein paar Fotos zur Verfügung gestellt.

Rahmen: Haro Bikes Linegage in 20,75“
Gabel: Haro Bikes SD
Lenker: Haro Bikes Lineage in 8,75“
Griffe: United G-Slat
Lenkerenden: United
Bremsanlage:
Vorbau: Haro Bikes Lineage Toploader
Steuersatz: Haro Bikes
Sattel: The Shadow Conspiracy Penumbra
Sattelstütze: Kink
Kurbel: Haro Bikes Lineage in 175 mm
Tretlager: The Shadow Conspiracy
Pedale: Premium
Kettenblatt: Haro Bikes Lineage
Übersetzung: 25/9
Kette: KMC
Reifen: Haro Bikes La Mesa in 2,4″
Laufräder: BSD Pro Street auf G-Sport-Felgen
Hubguards:
Pegs:
Modifikationen:
Reifendruck: 6-7 Bar
Gewicht: ca. 9 kg
Körpergröße: 175 cm

Evan Brandes‘ Lineage von Haro Bikes

Hey Evan, herzlichen Glückwunsch zum neuen Sponsor! Wie haben Haro Bikes und du zueinander gefunden?
Grüß dich Markus, vielen Dank! Das alles ist möglich geworden, da Martin Kiesewetter [Sales-, Marketing- und Teammanager bei Traffic Distribution; Anm. d. Red.] mich schon länger im Auge hatte. Er hat dann mit dem ein oder anderen über mich gesprochen und hat sich dann mit Bart de Jong [European Marketing Manager bei Haro Bikes; Anm. d. Red.] in Verbindung gesetzt und beide fanden es cool, wenn ich für Haro fahren würde.

Wie ist es, für eine Firma zu fahren, die auf eine so lange Geschichte zurückblicken kann wie Haro?
Es ist mir einfach eine Ehre, für eine Firma fahren zu dürfen, die schon so lange in der BMX-Geschichte existiert.

Warum hast du dich für den Lineage-Rahmen in 20,75“ entschieden?
Der Lineage-Rahmen wurde mir vorgeschlagen. Der sieht einfach mega schick aus und 20,75″ ist genau meine Größe.

Es gibt in der Lineage-Kollektion auch eine Gabel. Gibt es einen besonderen Grund, warum du die nicht fährst und dich stattdessen für die SD-Gabel entschieden hast?
Einen besonderen Grund gibt es dafür nicht. Sie wurde mir vorgeschlagen und ich fand sie einfach geil.

Dein Rad ist mit 9 kg ziemlich leicht. War es eine bewusste Entscheidung, möglichst viel Gewicht zu sparen?
Ich schaue schon mal aufs Gewicht, aber im Prinzip ist mir das eigentlich egal.

Worauf achtest du bei deinen Rädern am meisten?
Am meisten achte ich darauf, dass nichts klappert, quietscht oder Spiel hat. Ansonsten muss ein BMX einfach fahren.

Gibt es ein Teil an deinem Rad, das dir besonders gefällt?
Ja, am meisten gefällt mir der Rahmen, der ist einfach perfekt. Die Höhe, der Hinterbau, die Länge, alles passt. Beim Springen liegt er mega gut und stabil in der Luft und beim Streetfahren ist er trotzdem wendig. Der Rahmen macht einfach Spaß.

„Der Rahmen macht einfach Spaß.“

Dein Lenker ist relativ niedrig. Magst du es nicht so gerne, wenn dein Rad vorne hoch ist?
Für mich ist 8,75″ die perfekte Höhe. Ich bin mal 9 Zoll gefahren, aber da ist mir das Rad bei Double Whips immer abgehauen. Beim 8,75er häng ich nicht direkt am Vorderrad und habe mein Rad trotzdem unter Kontrolle.

Könntest du dir auch vorstellen, statt einem Top- einen Frontloader und einen höheren Lenker zu fahren?
Ich bin circa vor einem Jahr einen Frontloader  mit einem 9-Zoll-Lenker gefahren, aber ich finde einfach das Gefühl von einem Toploader besser. Bei einem Frontloader fühlt es sich immer so an, als würde ich meinen Lenker vor und nicht über dem Rad festhalten.

Wäre es für Barspins nicht besser, wenn du deinen Sattel etwas höher fahren würdest? Oder wie klemmst du das Rad?
Beim Barspin stehe ich mehr auf den Kurbeln. Da der Rahmen sowieso nicht so niedrig ist, reicht mir das vollkommen aus, um sichere Barspins zu machen.

Warum fährst du keine Pegs?
Ich war noch nie einer, der gerne gegrindet ist, und außerdem stören sie mich bei Tailwhips. Ich weiß auch nicht wirklich warum, haha.

Ohne Pegs könntest du theoretisch ja auch RHD fahren. Warum hast du dich trotzdem für LHD entschieden?
Am Anfang bin ich RHD gefahren. Ich stehe bei Barspins aber so gut wie immer mit dem vorderen Fuß (rechts) auf der Kurbel und der Schuh hatte so nach einer Woche schon ein Loch, da er immer am Kettenblatt lang gerubbelt ist. Außerdem haben mir Tailwhips so wehgetan. Dann bin ich einfach auf LHD umgestiegen.

Ergibt Sinn. Du warst eine Zeit lang auf einem Freecoaster unterwegs. Warum fährst du jetzt wieder eine Kassette?
Ich habe für hinten zwei Laufräder – eins mit Coaster und eins mit Kassette. Ich wechsle das immer hin und her – je nach dem, wie ich gerade Bock habe.

Wird es einen Welcome-Edit geben? Und wenn ja, wann?
Auf jeden Fall! Wann genau wird aber eine Überraschung sein.

Kommen wir langsam zum Ende. Was steht in nächster Zeit sonst so bei dir an?
Bewerbungen schreiben, Schule, aber am meisten werde ich, glaube ich, Radfahren. Als nächstes Event steure ich die Adventsjam in Aurich an.

Super, dann sehen wir uns dort. Möchtest du noch jemanden grüßen?
Ja, aber bedanken ist, glaube ich, das bessere Wort, haha. Also erstmal möchte ich mich bei meinen Eltern bedanken, die mich und BMX immer unterstützt haben. Ohne sie wäre ich nicht das, was ich jetzt bin. Außerdem bedanke ich mich noch bei Fjonn Dutzmann, der mich bei Haro vorgeschlagen hat. Und danke an Martin Kiesewetter und Bart de Jong, die es mir ermöglicht haben, für Haro zu fahren.
Natürlich möchte ich mich auch bei meinen Freunden für die guten sessions und die viele Motivation bedanken. DANKE!

Evan Brandes ist 16 Jahre jung, wohnt auf der BMX-Ranch in Klein Vahlberg und fährt für Haro Bikes/Traffic Distribution und Trainbmx.

Fotos: Christoph Neddermeyer

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