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Kevin Nikulski Bikecheck V2

Kevin Nikulski wurde von euch bei den freedombmx Awards 2017 zum dritten Mal in Folge zum besten deutschen Flatlander des Jahres gewählt und zog damit mit Waldemar Fatkin gleich, der in den Jahren zuvor ebenfalls einen Hattrick eingefahren hatte. Leider konnte Kevin jedoch nicht bei der Preisverleihung in München dabeisein, um seine Trophäe persönlich in Empfang zu nehmen. Das war natürlich sehr schade, hatte aber einen triftigen Grund: Am selben Tag fand in Berlin nämlich die Releaseparty für Kevins PIVN-Signaturerahmen von Autum Bikes statt. Warum es sich bei dem PIVN um keinen reinen Flatlandrahmen handelt und was es mit dessen Namen auf sich hat, verrät Kevin in unserem Bikecheck.

TEILELISTE:

Rahmen: Autum PIVN Frame in 20,5″ (Kettenstrebenlänge: 12,6″ slammed, Steuerkopfwinkel: 75,5°, Sattelrohrwinkel: 72,2°, Standover: 220 mm, Gewicht: 2,4 kg)
Gabel: Autum Bent Fork
Lenker: Fiend Garrett Bar in 9,25″
Griffe: Odyssey Broc Raiford Grips
Vorbau: Odyssey Raft
Steuersatz: éclat Cargo
Lenkerenden: Odyssey Par Ends gemixt mit einem Daily Grind Bar End
Bremsanlage: keine Bremsanlage vorhanden
Sattel: Autum Zulu Seat
Sattelstütze: Autum Tripod
Kurbel: Odyssey Calibur in 165 mm
Tretlager: Primo Mid BB (22 mm)
Pedale: Odyssey Twisted
Kettenblatt: Rant Stick ‚em
Übersetzung: 25/9
Kette: Shadow Interlock
Reifen: BSD Donnasqueak in 2,3″
Laufräder: G-Sport Rollcage Rims mit éclat Cortex Hub vorne und BSD Westcoaster hinten
Pegs: éclat Venom 4″
Gewicht: ca. 11 kg, ich weiß es aber nicht genau
Körpergröße: 1,67 m

Paradise is very nice: Kevin Nikulskis Autum PIVN in der Abendsonne von Kalifornien

BIKECHECKINTERVIEW MIT KEVIN NIKULSKI:

Hey Kevin. Alles fit? Du bist zur Zeit außer Landes. Erzähl doch mal, wo du dich gerade rumtreibst?
Ich genieße gerade die Sonne im golden state Cali, so ein Berliner Winter muss überbrückt werden.

Du bist nicht zum ersten Mal in Kalifornien. Warum gefällt es dir da so gut?
Also Cali ist mein Winter-Place-To-Be. Hier ist immer stabiles Wetter und die Atmosphäre ist der Hammer … Wie im film, jedes mal auf’s neue. Außerdem ist das Rollen hier super produktiv, da die Szene einfach Bock hat.

Kurz bevor du nach Kalifornien abgehauen bist, ist der neuer Signaturerahmen von Autum rausgekommen. Was für Features hat der und was war dir beim Designen besonders wichtig?
Yo genau, kurz bevor ich los bin, haben wir in Berlin ein Release veranstaltet, um die neuen Produkte zu präsentieren, darunter natürlich auch der PIVN-Rahmen. Wichtig war es mir, ein solides Schiff zu bauen, das für jeden Einsatz geeignet ist. Der Rahmen hat zwei Features, die ich sehr mag, zum einen der kurze Hinterbau und zum anderen die Gussets. Natürlich ist das Ober- sowie das Unterrohr mit Gussets versehen und dann noch ein Seatpost Gusset, das hält, sag ich euch.

Warum hast du dir dieses Seatpost Gusset so unbedingt gewünscht?
Bei meinem ersten Sample war genau dort die Schwachstelle. Ich habe mir überlegt, was man da machen kann und kam auf die Idee: Hey lass ein kleines smartes Gusset einbauen.

Wie lange habt ihr an dem Rahmen gefeilt, bis du zufrieden warst?
Also von der ersten Idee bis zum finalen Produkt hat es jetzt zwei Jahre gedauert.

Wow, das ist lange.
Ja, aber ich wollte einen perfekten Rahmen haben, also musste ich mir erst einmal Wissen aneignen und gucken, worauf es ankommt. Schließlich ist so ein Rahmen das Herzstück von einem BMX-Rad und muss deshalb zu 110 % stimmen!

„Ich wollte einen perfekten Rahmen haben, also musste ich mir erst einmal Wissen aneignen und gucken, worauf es ankommt.“

Wie viele Prototypen bist du in diesen zwei Jahren gefahren?
Zwei.

Mit 2,4 kg ist der Rahmen nicht gerade ein Leichtgewicht. Stört das irgendwie beim Flatlandfahren?
Also klar, mit ’nem super leichten Rad lässt es sich schon technischer rollen, aber ich lege halt auch Wert darauf, dass die Kiste hält. Wo ein Wille, da ein Weg!

Der Sattelrohrwinkel ist recht steil. Warum hast du dich für 72,5° entschieden?
Einen spezifischen Grund gibt’s dafür eigentlich nicht. Um ehrlich zu sein, habe ich den Winkel einfach so beim ersten Sample ausprobiert und bin dabei geblieben, weil es sich gut angefühlt hat.

Obwohl die Ausfallenden deines Rahmens extra Bohrungen für Kettenspanner haben, fährst du selbst keine. Wieso nicht?


Was das angeht, bin ich irgendwie oldschool geblieben. Nice to have, aber ich selber brauch‘ das nicht.

Was hat es mit dem Namen auf sich?
Ich hatte mir immer so einen Stress gemacht, wie ich den Rahmen nennen könnte, und bin zu nix in meinem Kopf gekommen. Doch wozu hat man Freunde die ein inspirieren?! An einem Abend einen Track von LL Cool J gehört und es war klar, der Tune Paradise brachte die zündende Idee … Paradise Is Very Nice (PIVN) – und um diesen Namen wird in der nächsten Zeit noch einiges passieren!

Also sind noch weitere Signatureprodukte in Planung?
Da kommt noch was, aber mehr darf ich noch nicht sagen …

Okay, dann weiter im Text. Wenn du eine andere Gabel anbauen würdest, würde sich dein Hobel rein äußerlich nicht mehr von einem Streetrad unterscheiden. Gibt es keine flatlandspezifischen Teile, die dir gefallen?
Was heißt gefallen, es funktioniert einfach nicht! Mir ist es wichtig, dass mein Rad auch mal Schläge wegstecken kann und ein Flatlandrad kann das nicht. Außerdem liebe ich es, mit meinen Jungs durch die Berliner Straßen zu gurken, und da sollte der Bock schon halten.

„Ich liebe es, mit meinen Jungs durch die Berliner Straßen zu gurken, und da sollte der Bock schon halten.“

Meinst du, dein Rahmen würde auch bei einem reinen Streetfahrer halten?


JA!

Du hast bereits gesagt, dass es dir wichtig war, dass der Rahmen möglichst stabil ist, damit du damit auch Street fahren kannst. Was macht den PIVN auch für Flatlander interessant?
Der PIVN ist für Flatlander interessant, die einen ausgeglichenen Fahrstil haben und wert auf Haltbarkeit legen. Super schnell in Spins und sicher bei großen Kreisen. Kurz: der Rahmen ist einfach ein solid flatland whip!

Welche Teile machst du regelmäßig kaputt?
Regelmäßig eigentlich nur den Verschleiß, sprich: Griffe, Mäntel, Pedale, und Co.

Schraubst du gerne an deinem Rad rum oder eher nicht?


Ich zähle mich zu den ungeduldigsten Menschen unter der Sonne, obwohl ich Flatland fahre. Ich sag mal so, wenn alles super läuft, dann schraub ich gerne am Rad. Aber jeder weiß, dass es immer so kommt, wie man es nicht haben braucht. Wenn dann was beim Schrauben nicht klappt, dann dreh ich durch!

Kevin hat sein Sofa überall auf der Welt mit dabei

Du fährst ziemlich dicke Reifen. Kann man mit denen überhaupt ordentlich wirbeln?
2,3″ ist meine Größe, das perfekte Maß für meinen Stil.

Warum fährst du keine Metallpegs mit Griptape mehr? Die Plastikdinger, die du jetzt am Rad hast, dürften ja wohl ne ganze Ecke weniger griffig sein.


Ganz im Gegenteil! Die Plastikpegs sind der Hammer. Ich brauche kein Griptape mehr da ich genug Grip ohne habe. Ich würd auch gerne wieder real steel fahren aber leider werden die bei ner session zu rutschig für meine Hände.

Wie oft kommen die Hubguards pro Woche zum Einsatz?


Jeden Tag!

Einen passenden Freecoaster als den Westcoaster von BSD gibt es für einen Kalifornienurlaub nicht

Hat es einen besonderen Grund, warum du meisten (fast) komplett schwarze Räder fährst?
Gute Frage, ich hab schon sie viele Farben getestet und am Ende komme ich aber immer wieder auf schwarz zurück.

Kommen wir langsam zum Ende. Was steht als Nächstes bei dir an?
Erst einmal fliege ich wieder Heim nach Berlin und dann steht die Passion Sports Convention in Bremen an. Danach gehts weiter für mich zum FISE nach Saudi-Arabien und von da aus weiter nach Japan, also steht noch einiges an.

Wieso sagst du eigentlich andauernd „Meiner“?
HAHAHAHA, ich dreh durch, dass es der Trash bis in ein Interview geschafft hat! Lass mich nicht lügen, aber ich glaube, das kommt aus dem sächsischen Raum und man kann es immer benutzen. Hört sich einfach herzlich an. „Hey Meiner, grüß dich“ oder „Hey Meiner, hol mal bitte ein Bier“, hahaha … Find ich besser alt „Alter“.

Möchtest du zum Schluss noch irgendjemanden grüßen?

Grüße gehen raus an Papa Horst Nikulski

Kevin Nikulski ist 23 Jahre jung, wohnt in Berlin und fährt für Snipes, den kunstform BMX Shop, Autum Bikes und G-Shock.

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