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Sven Avemaria auf GT: Bikecheck + Interview

Auch wenn er auf dem Foto weiter oben ein wenig griming dreinblickt, eigentlich ist Sven Avemaria ein super netter Typ. Das kann mit Sicherheit jede_r bestätigen, der den 26-Jährigen Bodenseelocal schon einmal persönlich kennengelernt hat. Svens Liebenswürdigkeit ist mit Sicherheit ein Grund dafür, warum er neben dem kunstform BMX Shop und GoMo Energy nun auch noch für die traditionsreiche Firma GT Bicycles unterwegs ist. Denn Obacht, sponsorenhungrige Jungspunde: Wer BMX-Teile umsonst bekommen möchte, sollte nicht nur gut Rad fahren können, sondern auch ein umgänglicher Zeitgenosse sein. Schließlich möchte keine Firma einen Fahrer an Bord haben, der sich in der Öffentlichkeit wie die Axt im Walde aufführt. Wie gesagt, auf Sven trifft beides zu: Er ist ein Spitzentyp, der mit seiner entspannten Art eine Bereicherung für jede Session ist, und richtig gut BMX fahren kann er auch noch, wovon man sich zum Beispiel auf seinem Instagram-Profil (@svenavemaria) oder in unserem „One Dude Two Days“-Video aus dem vergangenen Jahr (siehe HIER) überzeugen kann. Wir haben uns sein neue Rädchen für diesen Bikecheck einmal genauer angesehen.

Rahmen: GT BK Globetrotter in 21″
Gabel: Odyssey R25
Lenker: GT Four Piece Original in 9,125″
Griffe: GT Super Soft
Lenkerenden: GT Plastic (ganz bald aber wieder Metall-Barends)
Bremsanlage: not available, sorry Mum, sorry Dad <3
Vorbau: GT BK Elevated
Steuersatz: Merritt Hightop
Sattel: GT BK Subway Pivotal
Sattelstütze: GT Pivotal
Kurbel: Demolition Rig 24 (165 mm)
Tretlager: Demolition MidBB (24 mm)
Pedale: GT Plastic
Kettenblatt: Merritt Pentaguard
Übersetzung: 25/9
Kette: Shadow Interlock Supreme
Reifen: GT Pool Tires in 2,3″
Laufräder: Shadow Symbol-Naben mit Shadow Truss-Felgen
Hubguards: Shadow STEEL
Pegs: Cult STEEL in 4,5″
Modifikationen: Lenker gekürzt, Flansch (an den Griffen) abgeschnitten
Reifendruck: 2,5-3 Bar (vielleicht auch manchmal weniger, ooops)
Gewicht: 12-13 kg (also das Rad, haha)
Körpergröße: 1,88 m

Sven Avemarias Globetrotter von GT Bikes am Ufer des Bodensees

Interview mit Sven Avemaria:

Hey Sven, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Sponsoring! Es ist nicht gerade alltäglich, dass ein deutscher Fahrer für eine französische Distro fährt. Wie kam der Deal zustande?
Hey Markus, danke Dir! Bin echt super glücklich, mit an Bord zu sein und kann es immer noch nicht so ganz glauben! Zu GT bin ich durch Ben Ward (TM) gekommen. Im Sommer 2016 war er nämlich mit einigen Teamfahrern in Stuttgart und wir haben uns dort kennengelernt. Nachdem das Team dann Stuttgart verlassen hat, folgte er mir auf Instagram und wir blieben in Kontakt und eines Tages fragte er mich, ob ich für GT fahren mag. Ich war direkt überglücklich, dass er auf mich zugekommen ist und mich gefragt hat, ob ich Bock darauf habe. Natürlich habe ich ja gesagt! Da GT aber ein Unternehmen in den USA ist, bin ich über Frenchys für GT unterwegs. Die vertreiben GT in Europa und sind somit meine Anlaufstelle.

Wusstest du über die Geschichte von GT Bescheid, bevor du zum Team dazugestoßen bist?
Tatsächlich wusste ich einiges darüber – damals als ich noch mit einem normalen Mountainbike über Bordsteine geschanzt bin, hatte mein Kumpel schon ein gelbes BMX-Komplettrad von GT (ich war ziemlich neidisch). Das müsste so 2004/2005 gewesen sein. Richtig verrückt, wenn ich da so genau darüber nachdenke, dass ich nun für genau diese Marke fahren darf!

Beschreib dein Rad bitte in drei Worten.
Simple, solide, geil.

Warum hast du dich aus dem Rahmensortiment von GT für den Globetrotter entschieden?
Also, ich hatte Ende 2016 einen Rahmen, der 21,3″ lang war und auch etwas längere Kettenstreben hatte und das war irgendwie nichts für mich. Deshalb war für mich klar, dass mir ein 21″-Oberrohr mehr als perfekt reichen wird. Außerdem bin ich Fan von kürzeren Kettenstreben und habe somit den Rahmen mit den kürzesten Kettenstreben genommen, den es gab.

Der Globetrotter ist Brian Kachinskys Signaturerahmen von GT Bikes

Du bist nicht gerade klein. Inwiefern ist dein Rad auf deine Größe ausgelegt?
Na ja, eigentlich ist es kaum auf meine Größe angepasst. Ich dachte immer, ich muss ein Oberrohr weit über 21“ fahren und Lenker ab 9,5“ oder höher, aber das war Blödsinn. Kein Wunder, dass dieser Simone [Barraco] auch fährt, was er will. Mein 21″-Oberrohr und mein 9,125″ hoher Lenker sind perfekt für mich!

Gibt es etwas an deinen Rädern, bei dem du besonders pingelig bist?
Gute Frage … Eigentlich nur, dass es mir farblich gefällt und alles gut festgezogen ist und nicht wackelt.
Ach ja, und meinen Lenker kürze ich immer. Das ist mir wichtig!

Warum?
Für entspanntere Barspins.

Bist du schon mal einen vierteiligen Lenker gefahren, oder ist das Neuland für dich?
Ist mein erstes Mal, aber ich hatte ganz arg Lust darauf und ich muss sagen, dass mir die Optik von meinem Lenker echt super gut gefällt!

Der Lenker hat mit 5° einen ziemlich krassen Upsweep. Inwiefern wirkt sich das auf das Fahrgefühl aus?
Ja, davor hatte ich auch Angst, dass es sich anders fährt, aber nach paar Sessions fühlte es sich komplett normal an. Ich spüre nun keinen Unterschied mehr und bin glücklich.

Musst du dir manchmal Sprüche wegen deiner Lenkerstellung anhören?
Come on, haha! Das ist soooo minimal, dass man das doch kaum sieht?! Außerdem sollte das jeder mal ausprobieren, denn ich finde, dass es für Nosemanuals und generelles Fahren viel angenehmer und besser ist!

Meine Rede! Ist deine Sattelstütze nicht ganz schön hoch, oder fährt man das heutzutage so?
Ich will doch auch bequem sitzen!

Vervollständige bitten den folgenden Satz: Ich fahre eine 165-mm-Kurbel, weil …
… ich nur Vorteile darin sehe. Außerdem kann ich nun Kurven fahren, ohne aus Versehen mit dem Pedal auf den Boden zu stoßen, hahaha.

Hat eine kurze Kurbel auch irgendwelche Nachteile?
Nein! Kürzere Kurbelarme = kürzerer Hebel = längere Haltbarkeit.  Soweit zumindest die Theorie, haha.

Warum fährst du Stahl- anstatt Plastilkpegs und -hubguards?
Stahl hält für (fast) immer, hört sich cooler an und macht nachts Funken. Was will man mehr?!

Und warum fährst du eine Kassettennabe?
Die fahre ich nun seit zwei Monaten wieder (davor bin ich ca. vier Jahre Freecoaster gefahren). Ich hatte Lust auf Veränderung und brauchte mal was „Frisches“. Außerdem finde ich, dass Rückwärtsfahren mit Kassette viel schöner aussieht!

„Ich finde, dass Rückwärtsfahren mit Kassette viel schöner aussieht!“

Für welches Teil an deinem Rad würdest du sofort Geld ausgeben, wenn du es nicht geschenkt bekommen hättest?
Hm, ich glaube ich entscheide mich für die super soften Griffe. Die sind echt angenehm und super soft.

Zum Zeitpunkt, als die Bilder für diesen Bikecheck entstanden sind, bist du noch auf den Pool Tires von GT unterwegs gewesen. Der Name lässt jetzt nicht unbedingt vermuten, dass die besonders gut für Street sind. Liege ich da richtig, oder täuscht das?
Ich bin die gefahren, weil sie aus zwei Gummischichten bestehen – eine schwarze und eine gelbe. Das heißt, dass die schwarze äußere Schicht irgendwann durchbrochen wird und die gelbe Schicht zum Vorschein kommt. Ein ziemlich interessantes und spannendes Feature wie ich finde! Mittlerweile habe ich aber die LP-V drauf, weil ich die auch testen will, um zu sehen, wie die sich fahren lassen.

Du bist mit etwa 3 Bar in den Reifen unterwegs. In den letzten Jahr zeichnet sich ein Trend zu immer weniger Druck auf den Reifen ab. Kannst du mir erklären, wieso es von Vorteil ist, mit so wenig Bar auf den Reifen zu fahren?
Gute Frage, aber seitdem ich eher technisch anstatt schnell fahre, ist es für mich echt angenehm so. Und so wenig sind 3 Bar doch gar nicht, oder?!

Kommen wir langsam zum Ende. Was steht in nächster Zeit bei dir an?
Mein Leben genießen – wie immer! Viel Entspannen, noch mehr BMX fahren und viel im Auto schlafen. Alles weitere bleibt eine Überraschung …

Viel Spaß dabei! Möchtest du zum Schluss noch jemanden grüßen oder dich bei jemanden bedanken?
Zu allererst möchte ich meinen Eltern danken, dass sie mich seit Tag eins unterstützen und immer hinter mir und meinen Entscheidungen stehen! Danke Mum, danke Dad! Dann ein ultimatives Dankeschön an den Fuhre [Daniel Fuhrmann; Anm. d. Red.], ohne den ich niemals da wäre, wo ich nun bin. Was sag ich? Ohne den BMX niemals da wäre, wo es nun ist! Generell möchte ich allen aus dem kunstform BMX Shop für alles danken, was ihr für mich macht! Ihr seid der Hammer! 
Riesen THANK YOU auch an Ben Ward, der einfach ein super Typ ist, an mich glaubt und mich in die GT-BIKES-Familie aufgenommen hat!
 MERCI BEAUCOUP an Frenchys Freestyle, dass ihr für mich da seid! Und zum Schluss 
danke an alle meine Freunde, die mit mir BMX fahren oder abends am Bodensee sitzen und mit denen man einfach eine gute Zeit hat!

Sven Avemaria ist 26 Jahre alt, wohnt in Uhldingen-Mühlhofen und fährt für den kunstform BMX Shop, GoMo Energy und GT Bikes.

Sven Avemaria: 180 Gap

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