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Videotipps von Robin Kachfi (presented by kunstform)

Du fährst BMX und möchtest gerne Videos von deinen Homies und dir filmen? Dann haben wir hier einige Videotipps von Robin Kachfi, die dir bei den ersten Schritten behilflich sein könnten. Robin ist der Haus- und Hoffilmer des kunstform BMX Shops, er versteht sein Handwerk also, wie man weiter oben sehen kann. Doch bevor es jetzt gleich ans Eingemachte geht, eine Sache noch vorweg: Sei dir bewusst, dass Du für das Filmen und Schneiden von Videos eine Menge Geduld brauchst!

SCHRITT 1: DAS EQUIPMENT

Grundsätzlich kann man mit so ziemlich jeder Art von Equipment ein gutes BMX-Video filmen. Du brauchst also nicht unbedingt die neuste DSLR-Kamera, um ein sehenswertes Ergebnis zu erzielen. Beim “Sosh Urban Motion”-Videocontest in Paris durften die Teilnehmer zum Beispiel nur Smartphones verwenden. Trotzdem sind dabei ein paar echte Meisterwerke rumgekommen (siehe HIER).

Ich persönlich filme mit einer spiegellosen Systemkamera an die ich je nach Bedarf ein 8-mm-Fisheye, einen 30-mm-Weitwinkel oder ein Teleobjektiv (17-70 mm) schraube. Außerdem verwende ich einen Gimbal, ein Stativ, ein Kameracage mit Handgriff, eine Schiene und ab und zu eine Steadycam, um wackelfreie Aufnahmen zu erzielen.

Robin Kachfi filmt Jan Mihaly in Paris mit einem Smartphone und einem Schwebestativ. Beim “Sosh Urban Motion”-Videocontest haben die beiden 2107 den 2. Platz belegt

SCHRITT 2: DAS FILMEN

BELICHTUNG: Bevor du Hals über Kopf losfilmst, solltest du dich zunächst einmal mit den manuellen Einstellungsmöglichkeiten deiner Kamera vertraut machen. Hört sich langweilig an, ist aber Gold wert, schließlich möchte wirklich niemand viel zu dunkle oder komplett überbelichtete Aufnahmen sehen. Um das Studium der entsprechenden Kapitel im Handbuch deiner Kamera kommst du also nicht herum. Wer lesefaul ist, kann sich natürlich auch die entsprechenden YouTube-Tutorials zu Gemüte führen. Du kannst dein Glück natürlich auch mit dem Automatikmodus versuchen, in der Regel ist davon aber abzuraten. Gerade bei einem Schwenk ist dieser nämlich meistens nicht schnell genug, um auf Veränderungen in den Lichtverhältnissen angemessen zu reagieren. Also am besten die ISO-Empfindlichkeit, die Verschlusszeit, die Blende und den Weißabgleich immer per Hand einstellen. Besorg dir außerdem ein externes Kameralicht, um mehr Schärfe und Details zu bekommen.

Um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, solltest du bei jedem deiner Clips die ISO, Verschlusszeit und Blende sowie den Weißabgleich per Hand einstellen

WACKELFREIE AUFNAHMEN: Es gibt BMX-Video, da wackelt das Bild so sehr, dass man beim Zuschauen glaubt, Filmer und Fahrer hätten sich während der Dreharbeiten in einem Erdbebengebiet befunden. Damit deine Zuschauer_innen nicht seekrank werden, solltest du dir auf jeden Fall ein Stativ oder einen Rig/Kameragriff bzw. ein Schwebestativ/Steadycam oder einen Gimbal zulegen. All diese Vorrichtungen helfen dir dabei, deine Kamera zu stabilisieren. Wenn du kein Geld für solche Dinge hast, dann kannst du deine Kamera auch auf eine Mauer stellen, damit sie beim Filmen nicht wackelt.

Manche der neueren Kameras und Smartphones haben schon einen integrierten Stabilisator eingebaut, der in den meisten Fällen zwar erstaunlich gut funktioniert, aber auch keine Wunder bewirken kann. Außerdem solltest du diesen Stabilisator bei Fisheyeaufnahmen ausschalten, damit der schwarze Rand, den man bei den meisten Fischaugenclips sieht, nicht hin- und herwackelt.

Stative sind Freunde!

PERSPEKTIVE: Die Perspektive ist einer der wichtigsten Punkte beim Filmen! Bevor du auf Aufnahme drückst, solltest du dir daher zunächst einmal überlegen, aus welcher Perspektive du den Trick filmen möchtest. Wenn du beispielsweise mit einem Fisheye filmst, dann solltest du das am besten aus der “Froschperspektive”, also von unten, tun, das sieht in der Regel besser aus als von oben.

ZEITLUPE: Wenn du eine Zeitlupe in dein Video einbauen möchtest, dann solltest du checken, mit wie viel fps (Bilder pro Sekunde) du filmst. Für eine flüssige Slow-mo solltest du mindestens mit 50-60 fps oder höher filmen, ansonsten ruckelt die Zeitlupe später.

ABGUCKEN ERLAUBT: Was Dir beim Filmen auch helfen kann, ist, wenn du dir von deinen Lieblingsvideos und -filmen ein paar Dinge abschaust, wie z.B. Perspektiven, Kamerafahrten, Colorgrading aka die Farbkorrektur oder die Belichtung, und diese dann bei deinem nächsten Projekt versuchst nachzustellen.

Robin bei der Arbeit

Schritt 3: Das Schneiden/Bearbeiten

DAS VIDEOSCHNITTPROGRAMM: Falls Du noch nie mit einem Videoschnittprogramm gearbeitet hast, solltest Du dir die Zeit nehmen, um das Programm kennenzulernen. Am besten schaust Du dir auf YouTube How-to-Videos an, die dir das jeweilige Programm erklären. Es gibt ein Haufen Programme die es umsonst gibt, sowohl für deinen Rechner als auch für dein Smartphone. Aber natürlich haben Gratisprogramme meist nicht alle Features, die man so braucht, und sobald du beim Schneiden Fortschritte machst und mehr aus deinen Aufnahmen rausholen oder sogar schon kleinere Effekte basteln möchtest, dann solltest du dir überlegen, in ein kostenpflichtiges Programm zu investieren.

“Ich selbst nutze seit Jahren Adobe Premiere CC. Einfacher zu verstehen, aber ebenfalls gut ist Sony Vegas.” – Robin Kachfi

FLOW IST ALLES: Falls Du keine Story geschrieben, sondern einfach “freestyle” drauflos gefilmt hast, dann nimm Dir am besten einen coolen Track und lass deiner Kreativität freien Lauf! Versuch dabei am besten einen “flow” zu finden, so dass du die Clips passend zum Beat zusammenschneidest. Was viele Anfänger_innen beim Schneiden falsch machen, ist, das sie zwischen den Clips kleine Lücken frei lassen oder Clips nicht richtig aneinanderreihen. Es kann außerdem passieren, dass Clips zu groß oder zu klein angezeigt werden, wenn mit verschiedenen Videoformaten gefilmt wurde. Dann bleiben am Rand des Videos schwarze Ränder frei, die komisch aussehen können. Versuche das zu vermeiden – es sei denn, das ist beabsichtigt.

Ich selbst habe mit einer kleinen Digicam und Windows Moviemaker angefangen, also sei nicht verzweifelt, wenn es das erste mal nicht nach dem aussieht, was Du dir erhofft hast. Mit den Jahren habe ich mir das Filmen und Schneiden größtenteils durch How-tos und die Mitarbeit an verschiedenen Projekten angeeignet. Mit den Jahren wurde sowohl mein Equipment als auch mein Verständnis für die Videoproduktion immer besser. Also bleibt motiviert, Übung macht den Meister!

– Robin Kachfi

Robin Kachfi macht nicht nur hinter, sondern auch vor der Kamera eine gute Figur

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