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Frankfurt analog: In der 4. Folge von "Best of 10" stellt Sebastian Anton von der Ciao Crew seine zehn Lieblingsfotos vor.
Frankfurt analog: In der 4. Folge von "Best of 10" stellt Sebastian Anton von der Ciao Crew seine zehn Lieblingsfotos vor.

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Best of 10: Sebastian Anton

Frische Clips von Sebastian Anton gibt es in den vergangenen Jahren leider nur selten zu sehen. Bereits 2018 konnte man in der Sonderausgabe zu unserem 25-jährigen Dienstjubiläum den Grund dafür nachlesen: Der ehemalige Animal- und United-Fahrer frönt seit einiger Zeit einer selbstauferlegten Sponsoren- und Social-Media-Abstinenz. Was für inputsüchtige Heavyuser wie uns natürlich ein verdammter Bummer ist. Schließlich geht der junge Mann aus Frankfurt nach wie vor unnormal ab. Zur Erinnerung empfehlen wir sein Animal-Video aus dem Jahr 2017, das heute noch genauso sehenswert ist damals (siehe HIER).

Aber nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera macht Sebastian seit jeher eine äußerst stabile Figur – und das als Filmer (neues Video ist in Arbeit, yeww!) und Fotograf gleichermaßen. Grund genug für uns, ihn einzuladen, bei unserer „Best of 10“-Reihe mitzumachen. Für die hat uns „der Nacken“ einige noch unveröffentlichte Perlen aus seinem Analogfotoarchiv zur Verfügung gestellt.

Moment, was? Analogfotos? Die Alten raunen es heiser von den Bänken am Rande des Skatis: Es handelt sich um eine archaische Kulturtechnik aus grauer Vorzeit, die Trotz des Siegeszugs von Digitalkameras einfach nicht tot zu kriegen ist. Was insofern seltsam ist, weil bei Analogkameras die Fotos nicht auf eine Speicherkarte, sondern auf einen Film gebannt werden und dieser erst entwickelt werden muss, man das Ergebnis also nicht sofort an Ort und Stelle betrachten kann. Wie rückständig ist das bitte? Oder eben auch nicht, wie man im Folgenden sehen kann …

PS: Das oben erwähnte Interview mit Sebastian findet ihr in voller Länge weiter unten.

2016_FernandoLaczko: Nachdem dieses Foto im Kasten war, hatte ich noch keine Ahnung, wie es entwickelt aussehen würde. Klar war jedoch, dass meine Laune im Eimer war. Ich erinnere mich nicht genau, was mit meiner damaligen Kamera passierte, aber sie gab den Geist auf. Ich kaufte für 18 Euro neue Batterien, die nichts brachten und jammerte rum. Aber so ist es nun mal mit den analogen Kameras, man weiß nie was kommt. Meine erste gescheite Analogkamera war nach diesem Foto jedenfalls futsch, dennoch bin ich glücklich über das letzte Foto mit ihr. Zudem ist es einfach ein episches Kinkrail gewesen, das Fernando mit Leichtigkeit durchgrindete.
2016_FernandoLaczko: Nachdem dieses Foto im Kasten war, hatte ich noch keine Ahnung, wie es entwickelt aussehen würde. Klar war jedoch, dass meine Laune im Eimer war. Ich erinnere mich nicht genau, was mit meiner damaligen Kamera passierte, aber sie gab den Geist auf. Ich kaufte für 18 Euro neue Batterien, die nichts brachten und jammerte rum. Aber so ist es nun mal mit den analogen Kameras, man weiß nie was kommt. Meine erste gescheite Analogkamera war nach diesem Foto jedenfalls futsch, dennoch bin ich glücklich über das letzte Foto mit ihr. Zudem ist es einfach ein episches Kinkrail gewesen, das Fernando mit Leichtigkeit durchgrindete.
2016_Ghettospot: Das Foto gehört zu meinen Favoriten, da es etwas die Beziehung zwischen Skatern und BMXern darstellt (zumindestens in Frankfurt). Der Gehttospot wurde von Skatern gebaut (Danke dafür!), jedoch bekamen wir nie böse Blicke zugeworfen. Es herrschte immer eine entspannte Stimmung und es gab mehr als genug unvergessliche Sessions. Beim Fahren hatte man nie das klassische Zirkusgefühl wie auf den Straßen, oder endlose Diskussionen mit Eltern von Scooterkids zu führen. Es war einfach perfekt! Irgendwann war auf dem Gelände jedenfalls ein riesiger Steinhaufen, der einem eine schöne Perspektive von oben ermöglichte.
2016_Ghettospot: Das Foto gehört zu meinen Favoriten, da es etwas die Beziehung zwischen Skatern und BMXern darstellt (zumindestens in Frankfurt). Der Gehttospot wurde von Skatern gebaut (Danke dafür!), jedoch bekamen wir nie böse Blicke zugeworfen. Es herrschte immer eine entspannte Stimmung und es gab mehr als genug unvergessliche Sessions. Beim Fahren hatte man nie das klassische Zirkusgefühl wie auf den Straßen, oder endlose Diskussionen mit Eltern von Scooterkids zu führen. Es war einfach perfekt! Irgendwann war auf dem Gelände jedenfalls ein riesiger Steinhaufen, der einem eine schöne Perspektive von oben ermöglichte.
2016_TomSchorb Von Tom habe ich damals wohl am meisten Actionfotos geschossen. Könnte wohl einfach daran liegen, dass er jeden Trick beherrscht. Das Foto entstand beiläufig. Ich sagte, er machte und ich traf glücklicherweise. Normalerweise ist der Stromkasten definitiv zu hoch für so einen Toothchink. Gut, dass Tom nicht normal fährt. Hintern am Sattel = sehr gut.
2016_TomSchorb
Von Tom habe ich damals wohl am meisten Actionfotos geschossen. Könnte wohl einfach daran liegen, dass er jeden Trick beherrscht. Das Foto entstand beiläufig. Ich sagte, er machte und ich traf glücklicherweise. Normalerweise ist der Stromkasten definitiv zu hoch für so einen Toothchink. Gut, dass Tom nicht normal fährt. Hintern am Sattel = sehr gut.​
2017_AlexValentino Handplant 180 auf Street ist wahrscheinlich einer der Tricks, die viele mit Alex Valentino verbinden. Für mich stand es beim Trip nach Lyon jedenfalls auf der To-do-Liste, diesen Move vor die Linse zu bekommen. Außerdem bin ich immer wieder überrascht, wie scharf Analogbilder entwickelt werden können. Das Foto war zudem eine sehr lange Zeit mein Desktophintergrund. Es wäre einfach falsch, es nicht mit in die Gallery zu packen.
2017_AlexValentino Handplant 180 auf Street ist wahrscheinlich einer der Tricks, die viele mit Alex Valentino verbinden. Für mich stand es beim Trip nach Lyon jedenfalls auf der To-do-Liste, diesen Move vor die Linse zu bekommen. Außerdem bin ich immer wieder überrascht, wie scharf Analogbilder entwickelt werden können. Das Foto war zudem eine sehr lange Zeit mein Desktophintergrund. Es wäre einfach falsch, es nicht mit in die Gallery zu packen.
2017_DanielKuska Bis heute ist mir nicht klar, wie Kuskus in diese Position kommt und dabei noch slidet. Wahrscheinlich muss man dafür erst mal zur living legend werden. Das Foto wurde jedenfalls zu einer Zeit geschossen, in der mir Kuskus ein paar Poolskills näher brachte, für die ich immer dankbar sein werde. Ich vermisse jeden falls die schönen Early-bird-Sessions im Pool.
2017_DanielKuska Bis heute ist mir nicht klar, wie Kuskus in diese Position kommt und dabei noch slidet. Wahrscheinlich muss man dafür erst mal zur living legend werden. Das Foto wurde jedenfalls zu einer Zeit geschossen, in der mir Kuskus ein paar Poolskills näher brachte, für die ich immer dankbar sein werde. Ich vermisse jeden falls die schönen Early-bird-Sessions im Pool.
2017_EddieBaum Eine Zeit lang hatte ich mal ein Teleobjektiv, das ich jedoch nur selten mitnahm. An dem Tag, an dem Eddie diesen Hanger machte, wollte ich etwas damit rumspielen und er machte ein paar mehr. Ob die Herren im Hintergrund darüber diskutieren, wer die besten Hanger macht, ist allerdings fragwürdig.
2017_EddieBaum
Eine Zeit lang hatte ich mal ein Teleobjektiv, das ich jedoch nur selten mitnahm. An dem Tag, an dem Eddie diesen Hanger machte, wollte ich etwas damit rumspielen und er machte ein paar mehr. Ob die Herren im Hintergrund darüber diskutieren, wer die besten Hanger macht, ist allerdings fragwürdig.
2017_NathanWilliams Die Downledge war verborgen hinter dem Zaun einer Baustelle, wie man schwer erkennen kann. Wir machten den Spot etwas sicherer, verschafften Nathan die nötige Anfahrt und überdeckten spitze Stahldrähte. Danach brauchte es paar Versuche, bis Nathan durchgekommen ist. Dabei ist vor allem erwähnenswert, dass er zwischendurch mit seinem Allerwertesten ca. 5 Meter durch eine Pfütze rutschte. Die nasse Hose machte ihm allerdings wenig aus, wir hatten alle etwas zu lachen (nachdem klar war, dass alles gut ist) und er schaffte es anschließend. „Pro life ain’t easy“, ist hier wohl das passende Zitat.
2019_BoydHilder Eigentlich hört man den Schrei „Boyd!!!“ nur, wenn Eddie in den Pool droppt und Kuskus zuschaut. Letzten Sommer war allerdings der echte Boyd vor Ort. Er fuhr hauptsächlich den Transfer von rechts nach links, was uns Locals natürlich den Atem verschlug. Irgendwann spielt er dann mit sämtlichen Grabs rum und die Kameras wurden ausgepackt. Der klassische Toboggan machte sich dabei für meine Perspektive am besten.
2019_BoydHilder Eigentlich hört man den Schrei „Boyd!!!“ nur, wenn Eddie in den Pool droppt und Kuskus zuschaut. Letzten Sommer war allerdings der echte Boyd vor Ort. Er fuhr hauptsächlich den Transfer von rechts nach links, was uns Locals natürlich den Atem verschlug. Irgendwann spielt er dann mit sämtlichen Grabs rum und die Kameras wurden ausgepackt. Der klassische Toboggan machte sich dabei für meine Perspektive am besten.
2019_DakotaRoche Es kostete mich, ehrlich gesagt, etwas Überwindung, Dakota Roche zu fragen, ob er für mich einen Tooth an der Jersey Barrier machen würde. Glücklicherweise war er so nett und erfüllte mir den Gefallen. Da ich das Foto noch etwas verfeinern wollte, schoss ich vorab hoch in die Wolkenkratzer und es entstand diese Doppelbelichtung. Schon beim ersten Anblick war es eines meiner Favorites. Auch hier sind wir wieder beim Thema, Lehnung …
2019_DakotaRoche
Es kostete mich, ehrlich gesagt, etwas Überwindung, Dakota Roche zu fragen, ob er für mich einen Tooth an der Jersey Barrier machen würde. Glücklicherweise war er so nett und erfüllte mir den Gefallen. Da ich das Foto noch etwas verfeinern wollte, schoss ich vorab hoch in die Wolkenkratzer und es entstand diese Doppelbelichtung. Schon beim ersten Anblick war es eines meiner Favorites. Auch hier sind wir wieder beim Thema, Lehnung …​
2020_Hafenpark Von Doppelbelichtungen werde ich wohl nie genug bekommen. Es überrascht mich immer wieder, was für Ergebnisse dabei entstehen können. Seit einiger Zeit probiere ich DAS Foto im meinem liebsten Pool zu schießen. Weiter als oben bin ich noch nicht gekommen. Mal sehen, was die Zukunft so mit sich bringt.
2020_Hafenpark
Von Doppelbelichtungen werde ich wohl nie genug bekommen. Es überrascht mich immer wieder, was für Ergebnisse dabei entstehen können. Seit einiger Zeit probiere ich DAS Foto im meinem liebsten Pool zu schießen. Weiter als oben bin ich noch nicht gekommen. Mal sehen, was die Zukunft so mit sich bringt.

Fotos und Bildunterschriften: Sebastian Anton

Interview mit Sebastian Anton in der Sonderausgabe zum 25-jährigen Jubiläum von freedombmx
Interview mit Sebastian Anton in der Sonderausgabe zum 25-jährigen Jubiläum von freedombmx

Interview mit Jannik Pertz in der Sonderausgabe zum 25-jährigen Jubiläum von freedombmx

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