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André Bodlin Bikecheck

Als André Bodlin im Jahr 2012 bei der ersten Auflage des Freestyle Film Festivals von unseren Leserinnen und Lesern zum besten Nachwuchsfahrer gekürt wurde, schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der junge Mann aus dem Allgäu groß rauskommen würde. Die Skills dafür hatte er bereits damals allemal. Das Video, mit dem er angetreten war, ist auch heute noch ziemlich beeindruckend (siehe HIER). Doch anstatt so richtig durchzustarten, gab es von André in der Folgezeit „nur“ sporadische Lebenszeichen in diesem oder jenem Video. Vier Jahre später könnte ihm sein Status als ewiger Geheimtipp nun abhanden kommen, denn mit éclat hat der mittlerweile 22jährige vor Kurzem seinen ersten großen Sponsor an Land gezogen. Höchste Eisenbahn also, Mr. Undercover beziehungsweise sein rundum erneuertes Rad für diesen Bikecheck ins Rampenlicht zu zerren und ihn gleich noch zu seinem Fernsehauftritt bei Achtung, Notaufnahme zu befragen.

Rahmen: wethepeople Patron in 20,75″
Gabel: éclat Storm mit 30 mm Vorlauf
Lenker: éclat Strangler Bar in 9,1″ und mit 25,4mm-Lenkerklemmung
Griffe: ODI Longneck
Lenkerenden: Odyssey ParEnds

Bremsanlage: Nike SB

Vorbau: éclat Slattery mit 25,4mm-Klemmung
Steuersatz: irgendeinen alten

Sattel: éclat OZ Pivotal
Kurbel: éclat Spire in 170 mm
Tretlager: Verde Mid BB
Pedale: éclat Slash Nylon

Kettenblatt: éclat RS
Übersetzung: 25/9
Kette: Mission 510
Reifen: wethepeople Feelin‘ in 2,35″ vorne und 2,25″ hinten
Laufräder: éclat Trippin XL Felgen mit Cortex-Female-Vorderradnabe von éclat bzw. éclat Pulse Cassette hinten
Hubguards: éclat Gong Driver Guard und éclat Viper Rear Hubguard
Pegs: Shadow Slide Or Die
Modifikationen: Lenker gekürzt
Reifendruck: 3,5 bis 4 Bar

Gewicht: ca. 12 kg
Körpergröße: 177 cm

Hey André. Stell dich doch mal bitte kurz vor für alle, die dich noch nicht kennen.
Hi, ich bin André, 22 Jahre alt, komme aus dem Allgäu, fahre Fahrrad und schaue gerne Star Wars. Oder was sagt man sonst noch bei so einer Vorstellung?!

Das passt schon so. Du kommst ursprünglich aus Sonthofen, wohnst aber mittlerweile in Stuttgart. Warum bist du umgezogen und wie gefällt es dir in deiner Wahlheimat?
Ja, mittlerweile wohne ich (mit kurzer Unterbrechung) bald drei Jahre in Stuttgart. Studium war der Grund, warum ich die Berglandschaft zurücklassen musste/wollte. Aber ich bin echt mega happy, vor allem, weil Stuttgart eine tolle und coole BMX-Szene hat. Und wenn ich dann mal zu meinen Leuten ins Allgäu fahren will, ist das dann auch nicht weit.

Was studierst du denn?
Medienwirtschaft.

An dieser Stelle müssen wir dir natürlich auch zu deinem neuen Sponsor gratulieren. Herzlichen Glückwunsch! Wie kam der Kontakt mit éclat zu Stande?
Jo, vielen Dank! Daniel Fuhrmann von kunstform hat mich da mehr oder weniger bei Traffic Distribution vorgeschlagen. Kurze Zeit später hat mich dann auch schon Martin Kiesewetter, der Marketing- und Teammanager von Traffic, kontaktiert.

Der Rest ist sozusagen Geschichte. éclat ist dein erster großer Sponsor, richtig? Standen die Sponsoren nicht bei dir Schlange, nachdem du beim Freestyle Film Festival 2012 zum besten Nachwuchsfahrer gekürt wurdest?
Korrekt, éclat ist mein erster größerer Sponsor. Ich bin vorher zwar schon eine Zeit lang mal für Ratrax und danach für Troyan Gloves gefahren, allerdings hat sich das mit der Zeit eher verlaufen. Die Angebote waren also eher überschaubar. Ab kommender Saison bin ich aber jetzt auch für The Fella unterwegs. An dieser Stelle schonmal Danke an JB [Jan-Philipp Becker; Anm. d. Red.].

Super, da gratulieren wir natürlich auch zu! Wie ist es für dich, bei einer so bekannten Firma wie éclat jetzt im Team zu sein?
Das ehrt mich natürlich mega, dass éclat und Traffic mir die Chance geben, Teil ihres Teams sein zu dürfen. Ich freue mich jedenfalls auf die gemeinsame Zusammenarbeit.

Dann lass uns mal dein Rädchen genauer angucken. Beschreibe es bitte in drei Worten.
Fast ganz schwarz.

Für welches Teil von éclat würdest du sofort Geld ausgeben, wenn du nicht im Team wärst?
Ich habe mich mittlerweile sehr in die Pulse-Kassettennabe verliebt. Aktuell sind fast alle, mit denen ich fahren gehe, auf Coastern unterwegs. Da macht das gleich noch mehr Spaß, eine laute und gut klingende Nabe zu fahren. Und schön ist das Ding auch noch.

Im Gegensatz zu dem Großteil deiner Anbauteile hast du dir deinen Rahmen selbst gekauft. Warum hast du dich für den Patron von wethepeople entschieden?
Als ich letztes Jahr in Barcelona war und an einem Tag mein BMX nicht mehr fahren wollte, hat mir Moritz Nußbaumer, der zu dem Zeitpunkt auf einem Patron-Rahmen unterwegs war, sein Rad für eine kleine Session geliehen. Mit dem Rad bin ich gut zurechtgekommen, so dass ich wusste, dass das mein nächster Rahmen sein könnte. Ich habe mich dann für die kleinere/kürzere Variation entschieden, damit mir das Drehen noch ein bisschen leichter fällt.

Du scheinst auf einen schlichten Look zu stehen. Sind deine Räder immer fast komplett schwarz oder darf es auch mal ein wenig farbenfroher sein?
Hast Du nicht meinen weißen Spacer gesehen? Eine Zeit lange bin ich auch gerne Chrom- beziehungsweise Raw-Rahmen gefahren – sofern das als farbenfroh zu charakterisieren ist. Das war dann aber auch schon das Höchste der Gefühle. Ich sehe mich bei sowas sehr schnell satt und mit schwarz macht man eigentlich nie was verkehrt.

„Mit schwarz macht man eigentlich nie was verkehrt.“

Worauf achtest du bei deinen Rädern sonst so am meisten?
Eigentlich der Klassiker: Die optimale Kettenspannung. Sonst schaue ich immer drauf, dass sich die Plastikpegs gleichmäßig abnutzen und das mein Lenker eine gute/leichte Neigung nach vorne hat.

Ich habe mir sagen lassen, dass du bisher immer zweiteilige Lenker gefahren bist. Jetzt hast du einen vierteiligen am Rad. Woher kam der Sinneswandel?
Ich achte immer darauf, dass mein Lenker in der Höhe etwa an die 9″ hat. Und weil der éclat Drive in 8,9″ gerade nicht verfügbar war, fiel meine Wahl auf den Strangler in 9,1″. Aus wie vielen Teilen der besteht, war mir dann egal.

Warum hast du deinen Lenker gekürzt?
Ich greife sowieso immer weiter innen und ein bisschen mehr Beinfreiheit bei Barspins kann nie schaden.

Das stimmt wohl. Wie gefällt dir das 24,5-Klemmsystem bisher?
Weil ich öfter darauf schaue, dass der Lenker die richtige Neigung nach vorne hat und nicht verrutscht, ist dieses Klemmsystem echt super. Da muss ich so schnell nix korrigieren beziehungsweise nachjustieren.

Warum fährst du vorne und hinten zwei verschiedene Reifengrößen?
Eine gute Frage. Ich habe das vor paar Jahren mal angefangen und finde das optisch eigentlich immer noch ganz schön. Ob das fahrtechnisch einen Unterschied macht, kann ich gar nicht sagen.

Warum hast du dir einen Pivotalsattel geholt? Von éclat gibt es doch auch Tripodsättel.
Ach, ich habe da gar nicht darauf geachtet, welches System gerade im Trend ist. Der Schnitt und das schöne Braun des OZ waren ausschlaggebend für meine Wahl.

éclat hat eine große Auswahl an Pedalen. Aus welchen Gründen hast du dich für die Slash entschieden?
Ich bin schon die letzten Jahre immer die Slash-Pedale von éclat gefahren. Da war die Entscheidung dann eigentlich schnell getroffen. Never touch a running system!

Die Shadow-Pegs, die du fährst, haben einen ziemlich lustigen Namen. Wie stehst du selbst zu der „Stahl vs. Plastik“-Diskussion?
Ja, „Slide or Die“ klingt schon sehr aggressiv. So richtig habe ich mich da aber noch mit niemandem unterhalten, geschweige denn diskutiert. Leben und leben lassen …

Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Freecoaster auszuprobieren?
Mit dieser Frage muss man sich – wenn man größtenteils im Streetbereich fährt – vermutlich zwangsläufig einmal auseinandersetzen. Viele, die ich kenne, hatten immer Probleme mit ihren Coasternabe und waren da oft mit Schrauben und dem finden der richtigen Gapgröße beschäftigt. Das wollte ich einfach vermeiden. Zudem hatte ich immer Spaß mit meiner Kassette und ich denke, das wird auch so bleiben.

Mal was ganz anderes: Du warst neulich in einer Folge von „Achtung, Notaufnahme“ zu sehen. Zufall oder planst du eine Schauspielkarriere?
Haha, wie konnte das nur zu Dir durchdringen? Ich hatte ja die Hoffnung, dass das niemand mitbekommt. Eine große Schauspielkarriere wäre natürlich auch ein guter Plan. Aber nein! Ich bin letztens ein bisschen blöd auf den Kopf gefallen, so dass ich mir eine Gehirnerschütterung zugezogen habe. Das wollte ich dann im Krankenhaus mal checken und bin vor Ort auf dieses Filmteam getroffen, die mich für ihren Beitrag begleiten wollten. Irgendwie konnte ich dann nicht „nein“ sagen.

Was steht als Nächstes bei dir an?
Erstmal geht’s an Weihnachten nach Hause zu meinen Eltern, bevor ich dann über Silvester mit paar Kumpels nach Barcelona fliege. Danach bin ich wieder in Stuttgart im Hörsaal anzutreffen.

Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden oder jemanden grüßen?
Klar! Also erstmal danke Dir, Markus, für den Bikecheck. Dann natürlich Kiesi für den èclat-/Traffic-Deal, sowie Fuhre, der mir das organisiert hat. Grüße und ein fettes Danke gehen dabei auch an JB von The Fella und an meine Family. Weitere Grüße gehen natürlich noch an meine Jungs in Stuttgart und im Allgäu. May the force be with you!

André Bodlin ist 22 Jahre alt, wohnt und fährt für éclat/Traffic Distribution, The Fella und die BFA Crew.

Fotos: Tobi Kind

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