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Marcel Gans auf Colony: Bikecheck + Interview

Nach einer mehrjährigen Durststrecke ist das umfangreiche Sortiment von Colony BMX endlich wieder in Deutschland erhältlich. Mit Marcel Gans hat sich die australische Firma außerdem einen neuen deutschen Teamfahrer gegönnt. Richtig so! Für unseren heutigen Bikecheck haben wir das aktuelle Rädchen von Tobias Wickes Teamkollegen einmal genauer unter die Lupe genommen.

Rahmen: Colony Tradition in 21”
Gabel: Colony Sweet Tooth
Lenker: Colony Bio Mech in 9,3”
Griffe: ODI Longneck soft
Lenkerenden: ODI
Bremsanlage: keine
Vorbau: Colony Squareback
Steuersatz: Colony
Sattel: Colony Nathan Sykes Signature
Sattelstütze: Colony Pivotal Seatpost
Kurbel: Colony 22s Crank (170 mm)
Tretlager: Colony Mid BB
Pedale: Colony Fantastic Plastic
Kettenblatt: Colony Cadiz
Übersetzung: 25/9
Kette: Shadow Interlock
Reifen: Colony Griplock in 2,2“
Laufräder: Colony Wasp Female Hubs mit Colony Pintour Rims
Hubguards: keine
Pegs: keine
Modifikationen: keine
Reifendruck: 5-6 Bar
Gewicht: ca. 9-10 kg?!
Körpergröße: 1,78 m

Ready to get dirty: Marce Gans' Tradition von Colony BMX

Hey Marcel, alles fit? Was hast du in letzter Zeit so getrieben?
2019 startete gut und scheint einiges für mich bereit zu halten, was mich nach dem Bummerjahr 2018 echt freut. Wie es den meisten schon bekannt ist, bin ich im März vergangenen Jahres nach Köln gezogen und arbeite Vollzeit in einem Architekturbüro. Trotz der komplizierten Fingerbrüche im Anschluss an den Umzug hat sich alles als eine der bisher besten Entscheidungen entpuppt. Läuft.

Hört sich gut an. Du bist seit einiger Zeit außerdem für Colony unterwegs. Wie kam es dazu?
Gleich nachdem ich mir die Finger gebrochen habe, kam Janosch [Ritter] mit dem Auftrag von Colony in Deutschland einen Teamfahrer zu suchen auf mich zu, und fragte mich straight, ob ich nicht Interesse hätte. Nachdem Clint Millar [Gründer von Colony; Anm. d. Red.] sein Go dazu gab, ging alles ganz schnell. In diesem Sinne ein Shoutout an alle Jungs, die mich empfohlen haben und auch ein danke an wethepeople, die mir vorher eine sehr lange Zeit lang ausgeholfen haben.

Der Tradition ist Nathan Sykes Signaturerahmen von Colony

Kommen wir zu deinem Rad. Warum hast du dich aus dem umfangreichen Sortiment von Colony für den Tradition-Rahmen in 21“ entschieden?
Ich empfinde den Tradition-Rahmen als perfect match für die Art von Radfahren, die mir am meisten Spaß macht – und wenn ich vielleicht noch ein wenig Nathan Sykes Steez absahnen könnte, wärs natürlich noch besser, haha. Die Geo des Rahmens fühlt sich in der Luft super stabil an und die Winkel lassen dennoch ein wenig Tech zu. Am meisten macht’s aber Spaß, das Ding durch Transitions zu peitschen.

9,3“-Lenker, Toploadervorbau und Spacerturm – du magst es vorne gerne hoch, oder? Was für Vorteile hat es deiner Meinung nach, einen hohen Lenker etc. zu fahren?
Ich finde es als angenehmer für den Rücken und die Körperhaltung. Die bessere Hebewirkung für Airs etc. ist auch nicht zu leugnen. Der wichtigste Punkt ist aber: Turndowns werden einfacher zu clicken und das Knie wird dabei etwas geschont.

Was ist dir an deinen Rädern sonst noch besonders wichtig?
Es sollte nichts klappern, sich nicht zu wendig oder agil anfühlen und es muss einiges aushalten können.

Du hast in einem früheren Bikecheckinterview mal gesagt, dass du eigentlich Lenkerenden aus Metall bevorzugst. Warum fährst du an diesem Rad trotzdem Plastikbarends?
Erwischt. Zählt „Gewichtsersparnis“ als Antwort? Ne, es gab gerade schlichtweg keine.

Warum fährst du ohne Pegs?
Ich brauche und vermisse sie nicht. Wenn ich aber doch mal Lust auf Liptricks oder Street habe, leihe ich mir ein Rad für 5 Minuten. Das reicht dann meistens.

Da du keine Pegs fährst, könntest du auf die Kettenspanner an deinem Rad doch eigentlich verzichten, oder?
Integrierte Kettenspanner sind verdammt praktisch. Kein nerviges Herumgefummel, um die Kette auf eine gewünschte Spannung zu bringen.

Du schreibst, dass du zwischen 5 und 6 Bar fährst. Pumpst du deine Reifen also nach Gefühl auf? Ist es fürs Rampenfahren nicht besser, immer denselben Reifendruck zu fahren?
Der Reifendruck hängt ein wenig davon ab, ob ich gerade Trails, Bowl oder Holzrampen fahre. Es gibt wenig nervigeres, als in Bowls oder vor Airs in Quarters flexende Reifen zu haben.

Das stimmt wohl. Kann es sein, dass in den vergangenen Monaten dein Sattel etwas runtergegangen ist?
Wie aufmerksam du bist! Keine Ahnung, wieso ich ihn mal niedriger geschraubt habe. Der Inbus liegt schon bereit.

 

 Viele Transitionfahrer setzen mittlerweile auf relativ große Übersetzungen. Du hingegen bist noch immer mit 25/9 unterwegs. Warum?
Zwischenzeitlich hatte ich ein 31er Blatt angebaut, damit habe ich mich aber eher wie ein Rennradfahrer gefühlt. Außerdem werden beim Bitchen ziemlich schnell Anzeigen verteilt, daher gehe ich lieber auf Nummer sicher und versuche durchgehend zu pushen.

Wieso hast du zu einer Halflinkkette gewechselt?
Ich finde sie einfacher einzustellen.

Für welches Teil an deinem Rad würdest du sofort Geld auf den Tisch legen, wenn du es nicht schon gesponsert bekommen hättest?
Auf jeden Fall für die Gabel-Naben-Kombo. Schaut mal, wie schön bündig das ist!

Dein Rad ist recht leicht. Ist dir das wichtig?
Überhaupt nicht, das Gewicht ist eher eine Art Bonus. Halten muss’ et!

„Das Gewicht ist eher eine Art Bonus. Halten muss’ et!“

Kommen wir langsam zum Ende. Was steht in nächster Zeit bei dir an? Du planst doch zum Beispiel eine Fernreise, wenn ich mich nicht irre, oder?
In erster Linie steht erst einmal ein Welcome-Edit an und danach folgt ein Monat in Brisbane mit Tom Scholz und einer Stippvisite bei Colony. Im Anschluss steht direkt die Masterbewerbung auf dem Plan. Was mich aber seit Mitte letzten Jahres sehr freut, ist ein geplanter “Concrete only”-Edit mit Felix Prangenberg als Filmer womit wir vor der Verletzung begonnen haben. Vielleicht kommt der ja Ende des Jahres, wenn nicht dann 2020.

Möchtest du zum Schluss noch jemanden grüßen oder dich bedanken?
Ja, sichi! Danke an alle, die mich in jeglicher Hinsicht unterstützen, motivieren, meine Art Rad zu fahren feiern und vor allem ein großes Dankeschön an alle Kölner für eure herzliche Aufnahme. 2019 wird rasant!

Marcel Gans ist 25 Jahre alt, kommt ursprünglich aus Trier, wohnt aber mittlerweile in Köln und fährt für Colony/Fun4u und Heimwärtsbmx.

Marcel Gans @ Trails 59 in Köln-Kalk
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