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Corey Martinez Bikecheck

„Corey Machinez, best bike rider in the world!“ sagt Ian Morris voller Stolz über seinen langjährigen Freund und Teamfahrer in unserem Video vom #bmxday 2015 in Glasgow. Mit dieser Behauptung hat der United-Chef nicht ganz unrecht, denn es gibt definitiv nur sehr wenige Fahrer, die seit so vielen Jahren so hart abgehen wie Corey Martinez. Seine Sections in Wide Awake Nightmare, Can I EatThis is United und vielen anderen Videos sind legendär und auch für die im März erschienene Still United-DVD hat der mittlerweile 33Jährige wieder einen Knallerpart gefilmt, der vor Bangern und NBDs nur so strotzt. Stichwort: Hardway Half Cab to to Icepick an einem Handrail. Das ein solcher Ausnahmefahrer eine ganze Reihe von Signatureteilen sein Eigen nennt, versteht sich von selbst. Wir haben das Rad unseres Coverboys von Ausgabe 107 bei der Weltpremiere des neuen United-Videos in Hastings einmal genauer unter die Lupe genommen. Mehr dazu in diesem Bikecheck.

Rahmen: United Bike Co. Mothership in 20,5“
Gabel: United Bike Co. Dinero
Lenker: United Bike Co. Signature (Prototyp) in 9,25“ (30“ breit, 10° Backsweep, 2° Upsweep)
Griffe: Duo Signature
Lenkerenden: Odyssey (Plastik)
Bremsen: keine
Vorbau: The Shadow Conspiracy Ravager Frontloader
Steuersatz: United Bike Co.
Sattel: United Bike Co. Machinez (Signature)
Sattelstütze: United Bike Co.
Kurbel: Fitbikeco. Indent (24-mm-Spline, 165 mm)
Tretlager: United Bike Co.
Pedale: Duo (Plastik)
Kettenblatt: United Bike Co. Machinez Signature mit Guard
Übersetzung: 28/9
Kette: The Shadow Conspiracy Interlock Supreme
Reifen: Duo High Street in 2,4“
Laufräder: Naben von Cinema Wheel Co. mit weißen Cinema-Felgen
Pegs: Animal Bikes Butcher Pegs in 4,5“
Modifikationen: Lenker auf 28“ gekürzt
Reifendruck: 4 Bar
Gewicht: Schwer, haha. Vielleicht so 12,125 kg? Ich habe aber, ehrlich gesagt, keine Ahnung. Das Gewicht war noch nie etwas, um das ich mir Gedanken gemacht habe.
Körpergröße: 1,74 m

Hey Corey, wie geht’s, wie steht’s? Was hast du in letzter Zeit so getrieben?
Mir geht es gut, danke der Nachfrage. Ich war in den vergangenen Monaten praktisch ununterbrochen unterwegs. Im Februar ging es los mit einem vierwöchigen Trip an die Westküste. Anschließend bin ich mit den United-Jungs zu den Premieren von Still United in Hastings, Kalifornien und New York gereist. Danach war ich kurz zu Hause, bevor ich es im April wieder nach Kalifornien ging – diesmal in meinem Pick-up. In den kommenden Wochen bleibe ich jetzt erstmal in Nashville, um mich um ein paar lokale Projekte zu kümmern, die noch anstehen.

Deine Section auf der neuen United-DVD ist der Hammer! Wie kannst du dich nach so vielen Jahren im Biz immer noch dazu motivieren, so hart abzugehen?
Vielen lieben Dank für das Kompliment! Da ich oft verletzt war, musste ich die wenig Zeit, die ich zum Filmen hatte, möglichst effektiv nutzen. Außerdem sind wir immer mit einer super Crew losgezogen, das hat mich noch mal zusätzlich motiviert.

Einer meiner Lieblingsclips ist der Nollie to Switch Ice an diesem riesigen Edelstahlrail in Paris. Auf dem Clip sieht es so aus, als wären dir nach dem Absprung Zweifel gekommen. Kann das sein?
Haha, da hatte ich tatsächlich ein wenig Angst. Nach meiner letzten Kreuzband- und Meniskusoperation habe ich für einige Monate in Paris gelebt. Als ich den Spot gefunden habe, wusste ich sofort, dass ich dort diesen Clip filmen wollte. Ich musste also nur noch warten, bis Peter [Adam] in der Stadt war. Leider habe die Line dann beim ersten Versuch nicht ganz so gut hinbekommen, wie erhofft. Ich wusste, dass ich es besser kann, also habe ich mir noch ein paar Versuche gegeben. Ich bin dann allerdings bei dem Fakie Tuck am Anfang der Line ziemlich heftig auf mein Steißbein gefallen und musste danach die Segel streichen.

Lass uns von deinem derzeitigen Rad sprechen, das sieht nämlich ziemlich hot aus. Wie wichtig ist dir, dass alle Teile an deinem Rad farblich aufeinander abgestimmt sind?
Danke! Ich experimentiere mit meinen Set-ups gerne ein wenig rum. Ich achte dabei immer darauf, dass die Farben der verschiedenen Teile zueinander passen.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige Fahrer, die schon so lange dabei sind wie du, keine Lust mehr dazu haben, die neusten Teiletrends mitzumachen. Du scheinst da anders zu sein. An deinem Rad findet man haufenweise Teile, die auch von der jüngeren Generation gefahren werden wie zum Beispiel Plastikpegs und -pedale, einen Freecoaster …
Haha, ich weiß ja nicht … Ich würde aber schon behaupten, dass ich ein Freund von Veränderung bin, insofern hast du vielleicht gar nicht so unrecht. Wenn mir ein neues Teil über den Weg läuft, werde ich schon neugierig. Aber das bedeutet nicht, dass ich jeden Trend mitmache. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, jemals einen Toploader zu fahren. Auf der anderen Seite, wer weiß, vielleicht ändere ich irgendwann meine Meinung und baue mir einen an.

Was hast du gegen Toploader?
Ich mag es einfach nicht, wenn mein Rad vorne so hoch ist. Ich stehe eher auf den klassischen Look.

 „Ich stehe eher auf den klassischen Look.“

Vermisst du irgendwelche Tricks, die nur mit deinen früheren Set-ups möglich bzw. einfacher waren?
Auf jeden Fall! Ich vermisse die ganzen Bremsentricks wie Fufanu, Walltap oder Hurricane. Jetzt, wo du das ansprichst: Vielleicht sollte ich mir demnächst mal wieder eine Bremse anbauen und einen Edit filmen, in dem diese Tricks ein Comeback feiern. Haha!

Das wäre geil! Gibt es irgendwas an deinen Rädern, wo du besonders pingelig bist?
Bei den Pedalen achte ich darauf, dass ich immer nur auf einer Seite grinde, damit die andere Seite Grip hat.

Ergibt Sinn. Warum fährst du den Mothership in 20,5“?
Weil es Nathans Signaturerahmen ist und er ihn auch fährt, haha!

Und warum hast du deinen Lenker gekürzt? Immerhin handelt es sich dabei ja um dein Signaturemodel.
Das ist ein Kompromiss. Im Gegensatz zu vielen anderen Leuten bin ich kein Fan von breiten Lenkern. So kann sich jeder selber aussuchen, wie breit er den Lenker haben möchte.

Musstest du viele verschiedene Prototpyen testen, bevor du wusstest, was für eine Geometrie dein Signaturelenker letztendlich haben soll?
Eigentlich nicht, denn ich wusste von Anfang an, was ich wollte. All meine bisherigen Signaturelenker hatten 10° Back- und 2° Upsweep, das ist auch diesmal der Fall. Der neue Lenker ist einfach nur ein wenig höher und breiter.

Wie bist du auf die Idee für das Profil deiner Signaturegriffe gekommen?
Ich war schon als Kid ein Fan von ODIs und wollte deshalb ein ähnliches Profil für meine Signaturegriffe verwenden. Umso länger man Longnecks fährt, desto welliger werden die Lamellen. An diesen Wellen haben wir uns beim Designen meiner Signaturegriffe orientiert.

Und wie sieht es mit deinem neuen Signaturesattel von United aus?
Er ist perfekt für meinen Hintern und sieht auch noch super aus, bro! Haha! Ne, mal ehrlich: Mir war vor allem wichtig, dass der Sattel bequem ist. Ich denke, das ist uns gelungen. Mittlerweile fahre ich die Tripodversion und bin vollauf zufrieden damit.

Wenn wir schon von deinen ganzen Signatureteilen sprechen, dann dürfen wir das Machinez-Kettenblatt natürlich nicht vergessen. Was kannst du uns darüber sagen?
Das Machinez-Kettenblatt kommt mit drei Spline-Driver-Adaptern in den Größen 19, 20 und 22 mm und außerdem gibt es auch noch eine Version mit einem Guard.

Warum fährst du eine 28/9-Übersetzung?
Für manche Spots ist eine etwas härtere Übersetzung einfach besser.

„Für manche Spots ist eine etwas härtere Übersetzung einfach besser.“

Gibt es noch irgendwelche Signatureteile von dir, die ihn Arbeit sind?
Ja, wir arbeiten gerade an einem Machinez-Rahmen für Street- und Parkfahrer ohne Bremsen – so wie ich selbst. Das Ziel ist es, einen schnörkellosen Rahmen rauszubringen, der erschwinglich ist. S&M wird den Rahmen für United produzieren und wenn alles glatt läuft, kommt er zu Weihnachten in einer limitierten Auflage in die Shops.

Was sind deiner Meinung nach die Vorteile von breiten Reifen?
Solche Reifen sind einfach besser für große Drops, was vor allem daran liegt, dass man sie mit wenig Druck fahren kann. Für Crookedgrinds eignen sie sich hingegen weniger gut.

Apropos eignen: Für manche Spots sind Plastikpegs nicht so gut geeignet. Hast du bei einer Session manchmal Stahlpegs im Rucksack?
Nein, aber manchmal denke ich, dass ich das tun sollte. Bisher bin ich aber auch ganz gut ohne zurechtgekommen.

Wie groß ist die Chance, dass du wieder auf eine Kassettennabe umsteigst.
Gleich null! Ich bin total süchtig nach dem Gefühl von schnellen Rollbacks.

Alles klar, lass uns zum Ende kommen. Was steht als Nächstes bei dir an?
Wie gesagt, ich konzentriere mich im Moment auf Projekt in Nashville. Eins davon ist ein Musikvideo mit einer Band aus New York. Im Juni geht es dann für einen Contest im Vans-Park nach Huntington Beach.

Viel Erfolg! Möchtest du zum Schluss noch jemanden danken?
Ich möchte mich bei all den Firmen bedanken, die mich unterstützen oder in den vergangenen Jahren unterstützt haben. Ohne sie könnte ich nicht meinen Traum leben! Also danke an United, Red Bull, Duo, Cinema Wheel Co., Dan’s Comp, The Flipside und natürlich meine Homies, die mich immer wieder auf’s Neue motivieren.

Corey Martinez ist 33 Jahre alt, wohnt in Nashville (Tennessee) und fährt für United Bike Co., Red Bull, Dan’s Comp, Duo und Cinema Wheel Co.

Corey Martinez auf dem Cover von freedombmx 107- In derselben Ausgabe hatte er auch ein Interview

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