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Kilian Roth hat 2022 bei den freedombmx Awards die Kategorie "Videopart des Jahres" gewonnen und von Cult einen eigenen Colorway spendiert bekommen.
Kilian Roth hat 2022 bei den freedombmx Awards die Kategorie "Videopart des Jahres" gewonnen und von Cult einen eigenen Colorway spendiert bekommen.

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Kilian Roths neuer Colorway von Cult – Bikecheck & Interview

True story: Kilian Roth hat im vergangenen Herbst mit Check einen Edit für VANS gedroppt, in dem es so hart zur Sache ging, dass das Video von YouTube zunächst wegen „gefährlichen Aktivitäten“ geflaggt wurde, die darin angeblich zu sehen seien. Nun gut, man muss schon zugeben, Kilian ist für dieses kleine Meisterwerk wirklich extrem streng abgegangen und hat im Laufe der Dreharbeiten jede Menge furchteinflößender Spots zur Strecke gebracht. Nicht zuletzt deshalb wurde Check bei den freedombmx Awards 2022 in Berlin zum Videopart des Jahres gekürt. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Gratulieren kann man Kilian aber auch zu etwas anderem – und zwar dazu, dass er nach 2018 nun zum zweiten Mal einen eigenen Rahmencolorway von Cult spendiert bekommen hat. Applausos! Wir verneigen uns in aller Ehrfurcht vor dieser strammen Leistung, hätten da aber noch ein paar Fragen zu Rädchen und Videoproduktion. Vorhang auf für unseren heutigen Bikecheck!

Rahmen: CULT Shorty Frame in 20,75“
Gabel: éclat Storm Fork mit 15 mm Vorlauf
Lenker: éclat Controller Bar in 9,5“
Griffe: éclat Pulsar Grips
Lenkerenden: CULT
Bremsanlage: VANS Slip-On
Vorbau: éclat Domain Toploader
Steuersatz: CULT
Sattel: éclat Bios Mid Seat
Sattelstütze: CULT Counter Pivotal Post
Kurbel: éclat Tibia Cranks in 160 mm
Tretlager: CULT
Pedale: éclat Seeker Pedals
Kettenblatt: éclat AK Guard Sprocket
Übersetzung: 25/9
Kette: éclat Stroke Chain
Reifen: CULT x VANS Tires in 2,4″
Laufräder: éclat Cortex/Freecoaster + E440 Rim
Hubguards: éclat Cortex
Pegs: éclat Venom Pegs
Modifikationen:
Reifendruck: ca. 2 Bar
Gewicht des Rades: 12,4 kg
Körpergröße: 175 cm

Kilian Roths Shorty Colorway von Cult in 20,75"
Kilian Roths Shorty Colorway von Cult in 20,75″

INTERVIEW MIT KILIAN ROTH

Hey Kilian, alles fit? Erzähl doch mal, was du in den letzten Wochen so getrieben hast. Im Winter ist es bestimmt nicht so einfach, im Allgäu BMX zu fahren, oder?
Servus, ja alles bestens! Die letzten Wochen waren sehr entspannt mit viel Familienprogramm und Freunde treffen. Eigentlich ist es im Allgäu gar nicht so schlimm, wie man denkt, solange das Wetter mitmacht. Aber dieses Jahr ist der Winter stark vom Regen geprägt, was es ohne eine Halle in unmittelbarer Nähe etwas schwer macht. Aber ich nutze jeden trockenen Tag und der Sommer steht ja auch schon fast wieder vor der Tür.

Bei den freedombmx Awards 2022 hast du in der Kategorie „Videopart des Jahres“ den 1. Platz abgesahnt. Hattest du damit gerechnet, oder kam das vollkommen überraschend?
Auf gar keinen Fall habe ich damit gerechnet, zumal im letzten Jahr so viele gute Parts veröffentlicht wurden, die es alle verdient hätten. Danke nochmal an alle, die dafür abgestimmt haben!

Wie war die Zusammenarbeit mit Rich Forne und wie lange habt ihr für diesen Edit gefilmt? So ein Meisterwerk fällt ja schließlich nicht vom Himmel, oder?
Mit Rich zu filmen, ist für mich immer wieder eine Ehre. Es gibt kaum jemanden, der so schnell sein Setup ready und zudem noch den passenden Angle gefunden hat. Und man kann sich immer darauf verlassen, dass der Clip am Ende gut aussieht. Den ersten Clip dafür haben wir, soweit ich mich erinnern kann, im Oktober 2021 gefilmt und den letzten im Juli 2022. Also doch ein paar Monate, wobei man aber auch dazu sagen muss, dass wir ja nicht durchgehend dafür gefilmt haben.

„Mit Rich zu filmen, ist für mich immer wieder eine Ehre. Es gibt kaum jemanden, der so schnell sein Setup ready und zudem noch den passenden Angle gefunden hat.“

War der Titel Richs Idee oder hattest du da auch Mitspracherecht?
Durch die vielen Schachpartien auf all den Trips kam Rich irgendwann mit der Idee das Video CHECK zu nennen. Er fragte mich, was ich davon halten würde, und ich meinte nur, ja klar, das passt doch perfekt.

Carlo Hoffmann behauptet, dass Rich ein miserabler Schachspieler ist. Kannst du das bestätigen?
Ehrlich gesagt, kenne ich mich mit Schach nicht so gut aus. Also kann ich nur von mir selbst sprechen. Ich glaube, am Anfang waren Rich und ich relativ auf demselben Level, aber mittlerweile habe ich kaum noch eine Chance gegen ihn zu gewinnen. Übung macht den Meister, würde ich sagen.

In dem Part wimmelt es nur so vor furchteinflößenden Setups. Wie bringst du dich in das richtige Mindset, um so gefährliche Sachen zu probieren?
Gefährlich würde ich jetzt nicht sagen. Klar, es kann immer etwas passieren, aber wo ist das nicht der Fall. Ich weiß nicht, ob es dafür überhaupt ein passendes Mindset gibt. Jeder Spot und jede Situation ist etwas anders. Es gibt so viele Faktoren, die dabei mit reinspielen. Lass es das Wetter sein, der Security, der jeden Moment um die Ecke kommen kann, oder einfach die eigene mentale Verfassung. Deshalb gibt es bei mir eigentlich keine wirkliche Routine, was das anbelangt. Der Moment, bei dem sich alles richtig anfühlt, muss einfach stimmen.

Für welchen Clip musstest du dich am meisten überwinden und warum?
Schwer zu sagen. Ich denke, das war der Clip an dem legendären Joe-Rich-Spot in Sevilla. Der Spot wimmelte an diesem Tag nur so von Touristen. Deshalb war es sehr schwer konzentriert und fokussiert zu bleiben, vor allem weil ständig neue Passanten über die Treppe nach oben kamen.

In Check sieht man dich ein paar mal heftig stürzen. Welches war der schlimmste Sturz und welche Verletzungen hast du dir während der Dreharbeiten zugezogen?
Tatsächlich bin ich ganz gut davon gekommen. Ich klopfe mal auf Holz. Ich glaube sogar, dass es alle Stürze ins Video geschafft haben. Aber neben der Gesichtsbremse war der Sturz an der Kinked Ledge der Schlimmste. Ich hatte noch zwei Monate später einen dicken Schleimbeutel an der Kniescheibe.

„Neben der Gesichtsbremse war der Sturz an der Kinked Ledge der Schlimmste. Ich hatte noch zwei Monate später einen dicken Schleimbeutel an der Kniescheibe.“

Rich meinte zu mir, dass er erstaunt war, dass du mich auf dem Our-House-Trip den Camper hast fahren lassen. Er dürfe bei dir nie ans Steuer. Was hast du gegen Rich als Autofahrer?
Hahah! Ne, das stimmt so nicht. Rich ist ein top Autofahrer. Ich hab ihm sogar als Sozius auf seinem Roller durch die Straßen von Palma vertraut.

Nach dem Part ist vor dem Part, richtig? Ist schon ein neues Video in Planung, oder ruhst du dich jetzt erst einmal auf deinen Lorbeeren aus?
Die letzten Wochen waren schon mehr als genug Erholung. Wird Zeit, dass wieder mehr passiert. Es sind auch schon einige Sachen geplant. Aber was genau, kann ich noch nicht verraten.

Kommen wir zu deinem Rider: Was magst du an dem Shorty Frame, dass du ihn immer wieder fährst? Du bist schon ne ganze Weile darauf unterwegs, oder?
Das Beste ist der kurze Hinterbau. Nicht so kurz wie beim 2-Short, aber dennoch kurz. Ich hatte mal für eine Zeit einen Rahmen mit längerem Hinterbau und bin damit überhaupt nicht zurecht gekommen. Deshalb der Shorty!

„Ich hatte mal einen Rahmen mit längerem Hinterbau und bin damit überhaupt nicht zurecht gekommen.“

Ist die Oberrohrlänge von 20,75“ nicht ein wenig zu kurz für dich?
Ne, ne, überhaupt nicht! Ich bin ja auch nicht der Größte und habe im Vergleich zu meiner Schrittlänge einen relativ kurzen Oberkörper, deswegen passt 20,75“ wie angegossen.

Auf was achtest du sonst so besonders bei deinen Rädern?
Form follows function.​

Hast du dir die Farbe für deinen neuen Colorway selbst ausgesucht oder wurde sie dir von Cult vorgeschlagen?
Als die Idee vom Colorway auf den Tisch kam, habe ich Neal von Cult ein paar Farbideen zugeschickt. Er hat dann geschaut, was möglich ist und wir sind dann gemeinsam auf das Keswick Green gekommen. Und die Farbe hätte nicht besser sein können!

Zwei Colorways hattest du jetzt ja schon. Würdest du als nächstes vielleicht auch mal gerne einen eigenen Rahmen designen? Immerhin hast du ja Produktdesigner gelernt. Oder ist vielleicht sogar schon etwas in der Pipeline?
Falls sich so eine Möglichkeit ergibt, würde ich diese keinesfalls ausschlagen. Aber aktuell ist nichts in Planung. Wahrscheinlich würde ich sogar den Shorty Frame als Basis nehmen und überhaupt nicht viel daran ändern.

Dein Rad ist jetzt nicht unbedingt leicht, oder? Stört dich das manchmal?
Überhaupt nicht, das war schon immer so. Manchmal denke ich mir schon, ein paar Gramm leichter wäre vielleicht gar nicht schlecht. Aber beim Fahren stört das bisschen Gewicht kaum.

„Manchmal denke ich mir schon, ein paar Gramm leichter wäre vielleicht gar nicht schlecht. Aber beim Fahren stört das bisschen Gewicht kaum.“

2 Bar sind schon sehr wenig Reifendruck, bei unserem letzten Bikecheck war es noch ein ganzes Bar mehr. Warum hast du in der Zwischenzeit noch mehr Luft abgelassen?
Das hat sich so in letzter Zeit eingeschlichen. Die Pumpe, die ich besitze, hat keine Anzeige und deshalb wird immer nach Gefühl aufgepumpt. Mein Gefühl sagt mir wohl, dass ich weniger Luft in den Reifen haben sollte.

Gibt es manchmal Situationen, in denen du denkst, jetzt hätte ich gerne eine Pumpe dabei?
Ich habe eigentlich so gut wie immer eine kleine Handpumpe dabei, deshalb gibt es solche Situationen nicht. Aber ja,  es gibt Situationen, wie zum Beispiel im Park, in denen ich auch mal mehr Luft in den Reifen habe.

Seitdem wir Bikechecks mit dir machen, fährst du die VANS-Reifen von Cult. Musst du mit BMX aufhören, falls deren Produktion irgendwann einmal eingestellt wird, oder kannst du dir auch vorstellen, mal fremdzugehen?
Die Frage habe ich mir auch schon gestellt, hahaha. Nein, Spaß! Ich könnte mir durchaus vorstellen, andere Reifen zu fahren. Aber wie sagt man so schön? Never change a running system. Und ich bin guter Dinge, dass die Produktion der VANS-Reifen nicht so schnell eingestellt wird.

Von den Reifen einmal abgesehen, gibt es noch ein anderes Teil, das du für kein Geld der Welt gegen ein anderes eintauschen würdest?
Einen eigenen Colorway zu fahren ist schon etwas sehr Feines. Deshalb würde ich auf den Rahmen tippen.

Genau wie bei deinen Reifen setzt du auch schuhtechnisch auf Konstanz, sprich: man sieht dich quasi immer in VANS Slip-ons fahren. Was macht diese Schuhe so besonders für dich?
Die Slip-ons passen einfach perfekt und geben mir ein optimales Pedalgefühl. Die perfekte Mischung zwischen Schutz und Beweglichkeit.

Lass uns langsam zum Ende kommen. Was liegt in nächster Zeit so bei dir an?
Ich bin jetzt erst einmal für ein paar Tage in Portugal um ein bisschen dem deutschen Wetter zu entfliehen. Und dann mal sehen, wohin die Reise geht.

Okidoki, möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden und/oder jemanden danken?
Danke für das Interview! Und vielen Dank an meine Sponsoren für den großartigen Support!

Kilian Roth ist 26 Jahre alt, wohnt in Vogt im schönen Allgäu und fährt für Cult, VANS, éclat, Our House, Traffic Distribution und den People’s Store.

Fotos: Merlin Czarnulla​

Video: Rich Forne

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