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Moritz Wolf Bikecheck

Nach Paul Thölens Wechsel zu wethepeople hatte Total BMX im vergangenen Jahr eine Zeit lang keinen deutschen Teamfahrer. Dieser unhaltbare Zustand ist nun Vergangenheit, denn vor kurzem hat nicht nur Traffic Distribution den Vertrieb der englischen Firma übernommen, sondern mit Moritz Wolf auch einen der talentiertesten Nachwuchsfahrer des Landes an Bord geholt. Das der 16jährige im vergangenen Jahr steil gegangen ist, war auch den insgesamt 155 handverlesenen deutschen Pro-Fahrern, Firmen- und Shopbesitzern, Skateparkbetreibern, Videofilmern und Fotografen nicht verborgen geblieben, die den Oldenburglocal im Rahmen unseres Industryvotings in der Kategorie „Bester deutscher Rampenfahrer des Jahres 2016“ für die freedombmx Awards nominierten. Am Ende reicht es zwar „nur“ für den 5. Platz, aber wir sind uns sicher, wenn Moritz in diesem Jahr weiter so Gas gibt wie bisher, dann dürfte er sich schon bald weiter oben auf dem Siegertreppchen wiederfinden. Wir haben uns in der Zwischenzeit sein neues Rädchen einmal genauer angeguckt. Mehr dazu in diesem Bikecheck:

Rahmen: Total Killabee K2 in 20,7″
Gabel: Total Hangover
Lenker: Total Sandstorm in 8,8″
Griffe: ODI Longneck XL
Lenkerenden: ODI
Bremsanlage: Brakeless
Vorbau: Fiend Morrow Topload
Steuersatz: FSA
Sattel: Demolition Hucker
Sattelstütze: Demolition
Kurbel: BSD Substance (170 mm)
Tretlager: Odyssey (22 mm)
Pedale: Demolition Trooper Nylon
Kettenblatt: FBM Supernaut
Übersetzung: 26/9
Kette: Shadow Supreme Half Link Chain
Reifen: Volume Vader (vorne 2,40″ und hinten 2,25″)
Laufräder: Prometheus-Naben von Mankind auf Demolition-Felgen
Modifikationen: Barend unten in der Gabel und Sattelstange gekürzt
Reifendruck: 4-5 Bar
Gewicht: ca. 10,2 kg
Körpergröße: 1,67 m

Huhu Moritz! Wie schaut es aus? Was ging bei dir in letzter Zeit?
Hey Dominik! In den letzten paar Monaten war nicht ganz sooo viel los. Ich war in Trier auf der wethepeople Autumn Session und beim Adventsjam in Aurich, sonst habe ich noch an einem Videocontest teilgenommen, den ich sogar gewonnen habe. Ansonsten bin ich viel in Oldenburg und in der neuen Halle in Bremen, die mich schwer begeistert. Das Highlight war natürlich, dass ich das Angebot bekommen habe, über Traffic Distribution für Total zu fahren und nun ein fast komplett neues Fahrrad habe.

Nice! Gib mir doch einmal eine Kurzbeschreibung von deinem Rad mit nur drei Wörtern.
Rot-blau, klein, komfortabel.

Was fährst du am meisten?
Ich fahre so ’ne Mischung aus Park und „Rampenstreet“.

„Ich fahre so ’ne Mischung aus Park und ‚Rampenstreet‘.“

Verrückt! Inwiefern ist dein Rad darauf ausgelegt?
Ich weiß gar nicht so genau, ob es darauf ausgelegt ist. Ich würde sagen, es ist perfekt auf meine Größe ausgelegt, was es mir ermöglicht, gut damit umzugehen.

Gibt es irgendwas an deinen Rädern, das dir besonders wichtig ist?
An sich ist für mich die Hauptsache, dass es rollt und sich gut fahren lässt, aber wenn es nebenbei auch noch schick aussieht, ist das natürlich perfekt.

Welche Vorteile bringt dir der rote Rahmen, sieht dein Rad dadurch einfach nur schneller aus oder fährt sich das Rad durch die Geometrie des Rahmens anders?
Haha, ich weiß nicht. Also ich wollte einmal etwas anderes versuchen als schwarz und ich bereue es nicht. Es fährt sich schon etwas anders, aber trotzdem total geil, weil ich jetzt irgendwie Tailwhips noch schneller hinbekomme, was mir neue Möglichkeiten eröffnet.

„Es fährt sich schon etwas anders, aber trotzdem total geil, weil ich jetzt irgendwie Tailwhips noch schneller hinbekomme.“

Eine Bremsmontage an diesem Rahmen ist möglich. Woher kommt dein Leichtsinn zum Brakeless fahren?
Ich fahre brakeless seit ich 12 bin und würde es nicht unbedingt als „Leichtsinn“ bezeichnen. Dadurch habe ich meine Barspins auch so gut gelernt, was, glaube ich, mit Bremse nicht so Spaß machen würde.

Ich habe gehört, dass du ein großer Fan von Kyle Baldock bist. Warum fährst du dann den Signaturelenker von Daniel Sandoval?
Da ich mit meinen 1,67 m jetzt nicht unbedingt der Größte bin, habe ich oft Schwierigkeiten, mich an große Umstellungen zu gewöhnen und habe daher einen Lenker genommen, der dem, den ich vorher gefahren bin, am ähnlichsten ist. Mir ist es nur wichtig, Kyles Rahmen zu fahren!

Nun kommen wir einmal zu deinen kreativen Modifikationen, warum hast du einen Bar-End unten in der Gabel?
Ich habe irgendwann einmal gehört, dass man das machen kann, um bei Footjams den „Fußverschleiß“ möglichst gering zu halten, weil dadurch der Spalt zwischen Reifen und Gabel logischerweise geringer wird. Das habe ich dann einfach beibehalten.

Auf welches Teil könntest du an deinem Rad unter keinen Umständen verzichten?
Ich denke auf den Rahmen, der lässt sich einfach supergeil fahren!

Siehst du in deinem Rad noch irgendwo Verbesserungsbedarf?
Eigentlich nicht. Das Einzige, was eventuell mal erneuert werden könnte, sind die Kurbeln, da ich nicht weiß, wie lange die das noch mitmachen, haha.

Warum fährst du eine 26/9-Übersetzung?
Weil mir 25/9 zu lasch ist beim Treten. Ich hatte früher eigentlich immer eine 27/9-Übersetzung, was ich perfekt finde. Aber als ich mir das neue Kettenblatt ausgesucht habe, war es nur in 26 auf Lager. Das musste ich dann so machen und hab mich super dran gewöhnt.

„25/9 ist mir zu lasch beim Treten.“

Alles klar. Und warum fährst du zwei unterschiedlich große Reifen?
Das hab ich irgendwie, seit mir gesagt wurde, dass das schicker aussieht. Allerdings ist das auch bequemer für Footjams.

Begeben wir uns doch einmal so in Richtung Ende. Was war der letzte Trick, den du neu gelernt hast?
Es ist mir letztens geglückt, einen Whip to Bar über die Box zu machen, aber wirklich neu war eigentlich der Triple Truck.

Was steht bei dir in nächster Zeit noch an?
Bis jetzt habe ich noch nicht so viel geplant. Ich denke, dass ich in nächster Zeit recht häufig in Bremen oder Aurich unterwegs sein werde.

Gibt es noch etwas, was du zum Schluss loswerden möchtest?
Oh ja! Ich möchte einen riesigen Dank an Fjonn Dutzmann und Parano Garage sowie Martin Kiesewetter und Traffic aussprechen, die mir zu meinem neuen Rad verholfen haben und ohne die ich diese Chance nicht bekommen hätte!

Moritz Wolf ist 16 Jahre jung, wohnt in Oldenburg und wird neben Traffic Distribution/Total BMX auch von Parano Garage und seiner Mama unterstützt.

Interview: Dominik Betten

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